In einer gemeinsamen Eckpunkte-Erklärung haben sich DGB und der Arbeitgeberverband (BDA) Sorgen um die Tarifeinheit in den Betrieben gemacht. Herausgekommen ist ein konkreter Gesetzesentwurf, der das bisher gewachsene System der Tarifverträge zur Disposition stellt. DGB/BDA wollen, das es im Betrieb nur noch eine „anerkannte“ Gewerkschaft gibt – die mit den meisten Mitgliedern. Bei der Vielschichtigkeit der Organisation von Arbeitnehmerinteressen ein Angriff auf das bisherige System der erfolgreichen Tarifabschlüssen der DGB Mitgliedsgewerkschaften. Das die CDU für diese Idee ist, müsste Sommer stutzig machen. Aber wenn die SPD auch dafür ist, muss wieder etwas stimmen. Eine Große Koalition im Tarifrecht – den Braten muss man doch riechen, dass der nicht schmecken kann. Erstaunlich ist, das hauptamtliche Führungskräfte von uns gleich wieder Schiss im Auftritt nach außen haben. „Uns auf die Bäume schicken und sich selber verpissen, das stärkt nicht die Glaubwürdigkeit in euch. Wer soll denn die Debatte in ver.di führen, wenn nicht wir – und ihr denkt gleich an eure Arbeitsverträge,“ habe ich ihnen letzte Woche in einer internen Besprechung vorgeworfen.
2. Juli 2010
nach Holger Artus
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