Ansichten

Holger Artus

2. Juli 2010
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DGB und BDA machen sich zusammen Sorgen ums Tarifrecht

In einer gemeinsamen Eckpunkte-Erklärung haben sich DGB und der Arbeitgeberverband (BDA) Sorgen um die Tarifeinheit in den Betrieben gemacht. Herausgekommen ist ein konkreter Gesetzesentwurf, der das bisher gewachsene System der Tarifverträge zur Disposition stellt. DGB/BDA wollen, das es im Betrieb nur noch eine „anerkannte“ Gewerkschaft gibt – die mit den meisten Mitgliedern. Bei der Vielschichtigkeit der Organisation von Arbeitnehmerinteressen ein Angriff auf das bisherige System der erfolgreichen Tarifabschlüssen der DGB Mitgliedsgewerkschaften. Das die CDU für diese Idee ist, müsste Sommer stutzig machen. Aber wenn die SPD auch dafür ist, muss wieder etwas stimmen. Eine Große Koalition im Tarifrecht – den Braten muss man doch riechen, dass der nicht schmecken kann. Erstaunlich ist, das hauptamtliche Führungskräfte von uns gleich wieder Schiss im Auftritt nach außen haben. „Uns auf die Bäume schicken und sich selber verpissen, das stärkt nicht die Glaubwürdigkeit in euch. Wer soll denn die Debatte in ver.di führen, wenn nicht wir – und ihr denkt gleich an eure Arbeitsverträge,“ habe ich ihnen letzte Woche in einer internen Besprechung vorgeworfen.

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5. Juni 2010
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Und schnell wieder raus, aber eher wenig Schlussfolgerungen ziehen

In der Lohnrunde der Papierverarbeitung hat ver.di erstmalig einen Lohnabschluss über 28 Monate vereinbart. Für die ersten sechs Monate gibt es keinen Cent, danach folgen 1,3 Prozent, ab 1.5.2011 1,5 Prozent und 1,3 Prozent zum 1. 03.2012. Die Laufzeit ist der 31.08.2012. Der MTV in der papierverarbeitenden Industrie wurde ebenfalls bis zum 31.08.2012 verlängert. Das für 12 Monate von der Forderung von 4,5 Prozent in Wirklichkeit nur 0,65 Prozent übergeblieben sind und das Forderung und Ergebnis erheblich auseinanderklaffen, hat kaum einen 😉 gestört. Schnell wurde gerechnet, dass es sich in der Addition der Monate um 4,1 Prozent handelt, man habe 4,5 gefordert – also dicht dran. Aus den Betrieben gab es eine Erwartungshaltung von 2 plus X, auch das hat man erreicht, wenn auch die Erklärung nicht folgte. Verwiesen wurde auf die Verhandlungsdynamik. Das Angebot für 28 Monate war höher als wenn man sich auf 24 Monate z.B. eingelassen hätte. Man kann rechnen wie man will, in der gesellschaftliche Verteilungsfrage hat man keine Punkte gemacht, der Abschluss für 2011 dürfte unter der Preisentwicklung liegen. Andere Gewerkschaft, bei ganz anderem strategischem Ansatz, haben mehr in Verteilung erreicht.

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28. Mai 2010
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Wenn Mitglieder anders stimmen wie Führung es sich wünscht

Die ver.di-Mitglieder in der schlott Gruppe haben mehrheitlich die Abstimmung über das Tarifverhandlungsergebnis vom 5.5.2010 entschieden, allerdings nicht wie es sich die ver.di-Führung erhofft hatte. Das erforderliche Quorum wurde nicht erreicht. Es scheint so zu sein, das der Preis für die Sicherung der Arbeitsplätze von den Beschäftigten nicht gesehen wird. Sie kostet es Geld, was sie nicht bereit sind, abzugeben. Sie glauben der Unternehmensführung nicht, das sie eine solide Strategie hat. die für die Zukunft greift. Sie glauben, das der Vorstand „morgen“ wieder um die Ecke kommt, um weitere Zugeständnisse zu erreichen. Die Verantwortlichen in ver.di werden sich nicht groß mit den Konsequenzen beschäftigten. Sie glauben, für den Preis des Einkommens- und des Arbeitsplatzverlustes, Betriebe zu reden. Welche eine (Ent)Täuschung.

15. Mai 2010
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Glaubwürdigkeit wird verspielt, wenn man sich als Gewerkschaft nicht positioniert

ver.di hat im Mai 2010 mit dem führenden europäischen (Tief)Druckkonzern, der schlott gruppe AG, nach Juni 2009 eine über Tariföffnung eines bestehenden Sanierungstarifvertrages abgeschlossen. Der damalige Tarifvertrag sah den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 2012/0213 vor. Was jetzt unterschrieben, wurde seit September 2009 verhandelt.  Die jetzt vereinbarte Regelung sieht eine weitere Reduzierung auf 25 % der Jahresleistung und den komplettverzicht Urlaubsgeld 2010 vor. 2011 und 2012 wird beides nur noch 25 % betragen. Die Erhöhung der Löhne zum 1.4. 2010 wird erst 2011 umgesetzt.  Die Annahme des Abschlusses steht unter Vorbehalt einer Mitgliederbefragung bis Ende Mai 2010.

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10. April 2010
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Beratern muss man nicht folgen, aber beschäftigten muss man sich mit deren Themen

Eine Prognose über die Entwicklung der Druckindustrie besagt, dass die Branche in den kommenden fünf Jahren im Umsatz um 3 % schrumpfen wird, rund 3.500 Unternehmen aufgeben oder fusionieren werden. Neben den Lohndruckereien werden künftig auch die Zeitungsdruckereien von der Konkurrenzauseinandersetzung betroffen sein und es kommt zu einer Konsolidierung. Die Empfehlung für die Arbeitgeber: Baut Kapazitäten ab, optimiert eure Prozesse, überprüft eure langfristige Strategie und klärt, ob man verkauft oder kooperiert. In ver.di wird diese Prognose kaum eine Rolle spielen, höchsten beim Wort Kapazitätsabbau würde sich etwas regen, ist man doch bei diesem Thema im Boot mit den Arbeitgebern und lässt sich von denen an de Nase rumführen. Die drei Berater-Stichorte müssten in ver.di dazu führen, die bisherige Herangehensweise insbesondere im betrieblichen Bereich zu überprüfen und den Versuch starten, die bisherige Praxis zu hinterfragen.

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12. Februar 2010
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Keine Haltung ist auch eine Haltung

Im Januar 2009 erklärt der Vorsitzende der SPD-Medienkommission, dass es einer Änderung im Pressefusionsrecht bedarf. In ver.di will das niemand kommentieren. Von oberste Stelle wird argumentiert, wir sind in einer Krise und es sei nötig, sich als Gewerkschaft zu der Krise der Printmedien zu verhalten. Den Verlegern muss durch staatliche Hilfe zur Seite gesprungen werden. Ziel wäre eine Förderung der gedruckten Medien, damit sie überleben. Die Änderung des Kartellrechts und den Printmedien kommt sowieso, jetzt müsse man den besonderen gewerkschaftlichen Standpunkt in der Gestaltung suchen, wenn man den Grundprozess schon nicht mehr aufhalten kann  – immerhin müssen wir doch einsehen, dass wir in der Krise sind. Soviel Blödsinn konnte ich nicht ertragen, also gab es einen „Offenen Brief“ an den SPD-Medienkommissionsvorsitzenden durch ehrenamtliche ver.di-Vorsitzende aus den Bundesländern, wenn schon die Verantwortliche keine Haltung beziehen wollen. Klar gab es auch eine Kopie an ver.di. Später habe ich im März auf einer ehrenamtlichen Tagung in Berlin auch zum Thema der Verteidigung der Demokratie und Pressevielfalt in der Krise gesprochen. Nachdem die SPD die Einigung unter den Verlegern massiv vorangetrieben hatte, gab es dann auch eine  Presseerklärung von ver.di gegen eine Veränderung beim Pressefusionsrecht. Das ver.di-Führungspersonal: Wir hatten nie eine andere Haltung.

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12. Februar 2010
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Zeitschriftenverleger für Debatte über Privatisierung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens – Kampagne gegen Gebührenfinanzierung

Warum denken wir nicht an eine Privatisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nach, fragt der Geschäftsführer des Verbandes der Zeitschriftenverlager (VDZ), Wolfgang Fürstner, in einem Interview mit der WELT, verpackt unter dem Thema Grundversorgungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Vordergründig geht es um die sogenannten Apps, also Programme auf mobilen Telefonen. Faktisch wollen wie üblich die Verleger das System der Fernsehfinanzierung öffentlich zur Debatte stellen. In diesem Jahr wird erneut über die Gebührenfinanzierung auf Ebene der Politik verhandelt und da nutzt man seine Publikationsmacht, um mit seinen falschen Behauptungen ARD und ZDF zu diskreditieren.

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12. Februar 2010
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In 2010 wird es auch um eine grundlegende Positionierung in der Tarifpolitik gehen

Zu Beginn des Jahres 2010 steht eine Tarifrunde im öffentlichen Dienst für 1,5 Mio. Beschäftigte des Bundes und der Gemeinden an. Ab Mai 2010 wird es eine Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie für ca. 3,4 Mio. Beschäftigen geben. Ebenfalls in einer kleinen Lohnrunde wird sich ver.di in der Papierverarbeitung für die insgesamt 76.000 Beschäftigten ab dem 30.04.2010 befinden. Vor dem Hintergrund der Rezession und des nach rechts verschobenen Kräfteverhältnisses im Bundestags deutet sich eine politische(re) Lohnrunde an. Die rechnerische Formel einer expansiven Lohnpolitik (Preis, Produktivität und Umverteilung) greift in der Krise nicht, ist eben nur Ausdruck einer Formel, nicht aber eines tarifpolitischen Vorgehens.

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12. Februar 2010
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Tiefdruckunternehmen streiten über Abbau der Überkapazitäten und denken dabei nur an die armen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Auf dem Treffen der europäischen Tiefdruckunternehmen am 28./29. September 2009 in Brüssel haben sich verschiedene Konzernvertreter der Druckindustrie mit dem Vertreter der EU-Generaldirektion Industrie und Unternehmen, Jean-Pierre Haber, über die Frage der Förderung des Kapazitätsabbaus im Tiefdruck und Rollenoffset gestritten. Warum verhalte sich die EU-Kommission in der grafischen Industrie in Europa nicht genauso wie bei der Förderung für die Auto- und Stahlindustrie? Roto Smeets CEO Jan Caris warf der EU-Kommission vor, dass sie den europäischen Druckunternehmen im Tief- und Rollenoffset nicht helfen. „Wir müssen unsere Probleme alleine lösen. Die EU hat unser Angebot nicht unterstützt.“

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12. Februar 2010
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Wenn man mit dem Arbeitgeber ins Bett geht – auch in der Druckindustrie – kommt nur Mist raus

Die Diskussion, ob man als internationale Gewerkschaft der Druckindustrie mit dem Arbeitgeber ins Bett geht, ist in ver.di nicht ernsthaft geführt worden. Es gibt viele Argumente gegen ein solches Vorgehen, dass von einer gemeinsamen Interessenlage bei den Kapazitäten ausgeht. Jetzt darf man es von den Arbeitgebern erfahren, dass es ein gemeinsames Projekt von UNI-EG und Intergraf zusammen mit der EU-Kommission gibt. Der „Europadruck Blog“ schreibt, dass auf Initiative des deutschen Arbeitgeberverband bvdm ein solches Projekt eingerichtet worden ist. Weiterlesen →

2. Januar 2010
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Über eine absurde Debatte der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger zum Apps der Tagesschau

In ver.di übt man sich in Schweigen zur Kampagne der Verleger gegen popelige Programme der ARD/Tagesschau, die auf Smartphones ausgeführt werden können. Unter dem Vorwand, dass hier Gelder der Gebührenzahler missbraucht werden für einen Auftrag, der der ARD-Tagesschau nicht zusteht, wird in den Verelger-Medien gegen die Ankündigung Stimmung gemacht. Was spricht gegen ein kostenloses Apps der ARD oder anderer Rundfunkanstalten? Die Zeitungsverleger und die Bundesregierung erheben ein großes Wehklagen, wo noch nichts passiert ist und nutzen ihre Medien, um den Eindruck zu erwecken, das hier schlimmes für die Meinungsbildung passiert. Das einzige, was im Moment passiert, ist eine Manipulation der Leser der Printmedien um dieses Thema Apps der ARD bzw. Tagesschau. Dafür muss man auch noch Geld bezahlen.

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25. September 2009
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Geht es der MOPO schlecht – müssen wir deshalb sparen?

DuMont wollte vor allem im Berliner Verlag Personal abbauen. Deren Geschäftsführer, über die Holding der BV Deutsche Zeitungsholding auch Chef der MOPO, wollte am 14. September 2009 auch bei uns sprechen. Unsere Linie war, dass wir ihn selbstbewusst empfangen und in Wissen um den „Berliner Schwerpunkt“ ihm aber einen unfreundlichen Empfang machen. Sowohl auf Papier wie im Ablauf der Versammlung. Das Info diente der Vorbereitung.

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15. September 2009
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60 Jahre MOPO

2009 feierte die MOPO ihren 60. Gründungstag im September 2009. Gerade hatte die DuMont Mediengruppe das Unternehmen übernommen und eine neue Führung war noch in der Formierungsphase. Zu diesem Zeitpunkt gab es einen Verlagsleitung und uns war nicht klar, ob die MOPO direkt aus Köln oder Berlin gesteuert wird. Strategisch waren wir für eine Geschäftsführung. Für uns war der 60. Geburtstag Anlass, die Zeitungsgeschichten in Stichworten zu dokumentieren, – wenn auch lückenhaft, da es außer uns niemand wollte – und (bis heute) konnte. Später haben wir die/1950er Jahre weiter aufgeschrieben.

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27. Juli 2009
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Wieder ein Sparprogramm eines Konzerns, von dem auch die MOPO betroffen sein wird

Der Kauf der MOPO durch die DuMont Mediengruppe im April 2009 bedeutete, dass die Integration der des Unternehmens wieder mit grundlegenden Veränderungen verbunden war. Es wurden auf Gruppenebene Arbeitsgruppen gebildet, die die Verlagsprozesse (und ein Teil der Redaktion) zusammenführen sollte. Wie üblich, wollte man vor allem über ein Abbau-Programm schnell auch Kosten einsparen. Uns hatte erreicht, dass man im August ein Programm zur Neuorganisation beschließen wollte. Wir wussten um deren Anlage. Die MOPO stand dabei nicht im Mittelpunkt, sondern es ging um Berlin. Wir wollten uns aber auf den Streut um das Thema aufstellen, um im Konfliktfall besser aufgestellt zu sein.

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23. Dezember 2008
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Shame on you, Mr. Montgomery – Aktie nur noch 0,86 Pence wert – Banken gewähren Monty Frist bis 28.02.09 zur Kreditsicherung – MOPO ist Fels in der Brandung

Seit November 2008 gingen wir davon aus, das Mecom auch die deutschen Beteiligungen verkaufen will. Eine geschriebene Info haben wir für die Recherche des Themas weiter zurückgehalten. Ende Dezember spitzen sich die Indizien zu. Wir konnten unsere These noch nicht belegen, also griffen wir die katastrophale Lage von Mecom auf und begründeten darum unserer These. Erst ein paar Tage später kam die Meldung, das DuMont der Käufer werden dürfte.

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9. Juli 2008
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Gesellschafter tagen in Berlin und reden über Stellenabbau

Am 10. Juli 2008 finden von 9 bis 17 Uhr die Gesellschafterversammlungen der verschiedenen deutschen Mecom Gesellschaften im Gebäude des Berliner Verlages statt. Der Reigen beginnt mit der Netzeitung um 9 Uhr und endet mit dem Berliner Verlag um 17 Uhr. Auch die Gesellschafter der MOPO tagen nach unserer Einschätzung an diesem Tag in Berlin. 

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30. Juni 2008
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Wir wollen eine Zeitung machen und sie verkaufen können – Lassen Sie uns in Ruhe, Herr Depenbrock!

Es sollte auch in der MOPO zu einem erheblichen Personalabbau kommen. Wir setzen darauf, dass Josef Depenbrock, unser ehemaliger Gesellschafter, Chefredakteur und Geschäftsführer und zum damaligen Zeitpunkt Chefredakteur und Geschäftsführer im Berliner Verlag eine Auseinadersetzung in Hamburg und Berlin mit beiden Redaktionen nicht durchhält, dass er bei uns zu erst den Rückzieher macht. Das ist aufgegangen.

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22. April 2008
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Die MOPO bald kopflos?

Eines unserer alarmistischen Flugblätter, um an Hand von stehenden Informationen im Vorfeld einer Betriebsversammlung „öffentlichen Druck“ aufzubauen. Neben den längeren Infos kamen wir regelmäßig mit bis zu wöchentlichen BR-Aktuelles heraus, die über das Geschehen informieren, in der Regel normale Nachrichten. Aber sie waren immer auch in dem Geist geschrieben, welchen Platz die Versammlung für uns einnimmt. Betriebsversammlungen, die hatten in der Regeln einen wochenlangen Vorlauf mit konkreten Aktivitäten, es gab immer eine Zielbestimmung. Dies war nicht die Versammlung, auch sie war nur ein Instrument, um den Zielen nahe zu kommen. 2008 war ein Personalabbau auch in der MOPO geplant und wir wollten die Meinungsführerschaft im Haus absichern.

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26. März 2008
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Es geht um die künftigte personelle – und damit auch redaktionelle – Ausrichtung der MOPO

Wir wussten, das ein Personalabbau anstand. Unsere Strategie war, dass es einen Konflikt im Berliner Verlag und in der MOPO gibt und sich Josef Depenbrock als „Deutschland-Chef“ von Mecom überlegen wird, ob er so eine Auseinandersetzung an zwei Standorten sich erlauben will. Wir kannten ihn und setzen darauf, dass er die Themen nacheinander angeht, nicht parallel. Wir hatten am Ende richtig gelegen.

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