Ansichten

Holger Artus

6. März 2008
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Stellenabbau, Einstellungsstopp und weitere Syerngien mit Berlin sind die falsche Richtung – MOPO ohne Politik passt nicht zusammen in Hamburg

Mecom plante einen Stellenabbau 2008. In diesem Info outen wir einfach die Zahlen, obwohl es noch keine Entscheidung gab. Wir wollten den Druck vor der Gesellschafterversammlung aufbauen, damit ein Spannungsbogen entsteht: Was haben sie beschlossen, hat der Betriebsrat (wieder einmal) Recht?

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9. Januar 2008
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Neuer Chefredakteur in der Zwickmühle

Nach der Kündigung vom Chefredakteuer Mathias Onken ging es zum einen um seine Nachfolge unter der Beherrschung von Mecom. Gleichzeitig wussten wir, dass ein Abbau-Programm beschlossen worden war. Wie üblich haben wir im Vorfeld der Aktivitäten unserer Grundsatzpositionen in der Belegschaft zur Debatte gestellt. Ohne Alternativen ist es schwer, Menschen zu Aktionen zu bewegen. Wut kann auch zu Ohnmacht führen, insofern ging es um den Blick auf das das, was man lösen sollte,

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13. März 2007
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MOPO schon wieder verkauft

Die amerikanisch-kanadischen Fonds (VSS) bzw. Anleger (CPP und NYL) haben sich ihre Anteile an der Gruppe MOPO und Berliner Verlag (BV Deutsche Zeitungsholding) versilbern lassen. Die ehemalige Minderheitengesellschaft Mecom Group plc. unter der Führung von David Montgomery übernimmt 75 Prozent und verfügt dann über 90 % der Anteile. Die restlichen 10 Prozent sollen auch übernommen werden. Das Konsortium um erhält 159 Mio. € und wird im Gegenzug Aktionär bei der Mecom Group plc. Dem Vertrag muss noch das Bundeskartellamt zustimmen.

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6. März 2007
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Wo geht die Etatreise 2008 hin?

Ab 2006 hatten wir uns darauf eingestellt, dass im Herbst jeweils die Etatdebatten und Entscheidungen gefällt werden. Unsere Konzern-Mutter, die mecom group plc., war hier klar strukturiert. Auf Basis unserer Informationen, was geplant ist, haben wir unsere Öffentlichkeit auf den Herbst gelegt oder entschieden, dass wir im Rahmen einer geplanten Verkündung in die Öffentlichkeit gehen. Aus diesem Grund kamen wir mit den Grundsatzfragen erst im März 2008 raus, um unsere grundsätzliche Haltung deutlich zu machen.

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12. Dezember 2006
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Solidarität – und die nächste Versammlung am 13.12.2006

Am 13. Dezember 2006 kommt es erneut zur vergangenen Woche abgesprochenen Betriebsversammlung. Der Geschäftsführer der BV Deutsche Zeitungsholding, Peter Skulimma, hat seine Kommen zugesagt. Er hat um eine Verschiebung der Versammlung von 11 auf 11:30 Uhr gebeten. Der Betriebsrat wird morgen noch einmal zu der Versammlung einladen.

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8. Dezember 2006
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Bewegung – aber noch vom Ziel entfernt

Die Geschäftsleitung hat im heutigen Gespräch mit dem Betriebsrat ihre Personal- und Stellenplanung für 2007 für Verlag und Redaktion vorgestellt. Am 14. 12. 2006 ist Aufsichtsratssitzung, wo über den Gesamtetat 2007 entschieden werden soll. Auf Seiten der Geschäftsleitung gibt es Bewegung. Die Anzahl der Volontäre wird im Unterschied zu der bisher bekannten Planung erhöht. Es soll in 2007 fünf Volo-Stellen geben. Es ist aber beim alten Ansatz der GL geblieben: Die Zeitverträge stehen im gesamten Etat für 2007 – allerdings ist nicht klar, was in 2008 mit ihnen passiert. Der geforderten Entfristung aller Zeitverträge stimmt die Geschäftsleitung nicht zu. In der Personalplanung für den Verlag wird auf Kontinuität gesetzt.

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5. Dezember 2006
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Es geht ums Eingemachte!

Auf der Betriebsversammlung am 30.11.2006 applaudierte Geschäftsführer Frank W. der Erklärung der Redaktion “Jetzt reicht’s“. Aus Versehen? Oder weil auch er sich der Erkenntnis nicht verschließen konnte, dass es hier ums Eingemachte geht? Nämlich den Erhalt der HAMBURGER MORGENPOST in gewohnter Qualität. Und die ist mit dem in Berlin geplanten weiteren Stellenabbau nicht zu halten. Die letzte Zeile der Resolution lautet: „WIR sind die MOPO. Deshalb werden wir alles tun, um diese Pläne zu verhindern.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

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1. Dezember 2006
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Ein Schritt vorwärts und zehn zurück!

2006 war eines der Höhepunkte in der Auseinandersetzung um die Frage, welchen Einfluss die Belegschaft auf die Personalplanung hat. Am Ende gab es mehrere Tarifverträge, die die Rolle der Beschäftigten stärkte in Form der wirtschaftlichen Transparent über die Zahlen des Unternehmens, eine Regelung zur Altersteilzeit, zur Fortbildung und einen Nachteilsausgleich.

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21. November 2006
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Ein Text aus 2006 zur internationalen Zusammenarbeit in der Mecom Group plc – einer europäischen Zeitungsgruppe

Im November 2006 hatte ich für die ver.di-Fachzeitschrift MMM über die Gründung des Europäischen Betriebsrats (EBR) bei Mecom geschrieben. Die britische Gesellschaft war erst 2005 auf dem europäischen Zeitungsmarkt aktiv geworden und expandierte rasant. Der Text stand bislang nicht auf meinem Blog – das möchte ich nachholen.

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31. März 2006
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Inhaltliche Positionierung im Betriebsrat zu Finanzinvestoren im Zeitungsmarkt

Dies ist ein weiterer Text, den ich fast 20 Jahre nach der Übernahme der MOPO durch VSS/Mecom 2006 geschrieben hatte (1. Oktober 2025), um unsere damalige Aufstellung als Betriebsrat zu beschreiben. Hier geht es um den inhaltlichen Teil, die Neuaufstellung zu Finanzinvestoren im deutschen Zeitungsmarkt.

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29. März 2006
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Schmerzlichen Glückwunsch

Aus der ver.di-Fachzeitschrift “MMM” 10/1999: Jetzt ist sicher, was die Betriebsräte vom Berliner KURIER und Hamburger MORGENPOST bereits im Juni 1998 vermuteteten: (s.a. M 7-8/98). Die überregionalen Ressorts der beiden Gruner+Jahr-Tageszeitungen verlieren ihre Vollredaktion. Die Ressorts Politik, Nachrichten, Vermischtes, Auto, Reise und Service werden künftig gemeinsam mit n dem Berliner Kurier produziert; das Bonner Korrespondentenbüro soll ab Juli 1999 in Berlin arbeiten. Zum Oktober 1999 folgen Nachrichten, Vermischtes, TV und Service, zum Januar 2000 die Politik.

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23. März 2006
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Die Zeit zur Klärung nutzen, bis der Stellenabbau kommt

Im Rückblick auf die Übernahme der MOPO durch VSS/Mecom 2006 habe ich aktuell (1. Oktober 2025) eine Erzählung über das agieren des MOPO-Betriebsrat in der Herausbildung der neuen Gruppe am deutschen Zeitungsmarkt aufgeschrieben, in dem es um das handwerkliche Wirken geht, wie wie damals vorgegangen waren, um uns in der ersten Phase der Übernahme aufzustellen.

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28. Februar 2006
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Web-Strategie 2006 nach der Übernahme durch VSS/Mecom

Bei der Durchsicht von diversen Dokumenten zum MOPO-Verkauf 2006 reiste ich gedanklich wieder zurück in die Zeit (soweit man das kann). Ein Teil unseres damaligen Vorgehens war, uns als betriebliche Akteure:innen in der Aufbauphase Ende Februar 2006 auch mit einer Web-Strategie zu befassen. Ein Rückblick fast 20 Jahre später (30.September 2025).

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22. Februar 2006
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Presse-Information des  Betriebsräte des Berliner Verlag und der MOPO zur Entscheidung des Bundeskartellamts

Nach der Zustimmung des Bundeskartellamts zum Kauf der Hamburger Morgenpost durch die BV Deutsche Zeitungsholding (VSS/Mecom) gaben die Betriebsräte des Berliner Verlages und der MOPO am 22. Februar 2006 eine Presse-Information heraus.

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17. Februar 2006
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Mit Blick auf Marktprozesse wurde 2006 ein KBR in der VSS/Mecom Gruppe gebildet

Bei der aktuellen Durchsicht (27. September 2025) von Dokumenten zum Kauf der MOPO durch die internationale Investorengruppe VSS/Mecom 2006 stolperte ich über Papiere von mir, die sowohl die strategischen Herangehensweise an die Folgen des Verkaufs zum Ausdruck bringen wie auch das Tempo, wie wir uns formierten.

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1. Dezember 2005
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Warnstreik bei TV TODAY!

Nach dem Kauf von TV TODAY von Gruner+Jahr durch Hans Barlach (2004) war ursprünglich geplant, den Titel an Bauer Media Group zu verschieben. Das scheiterte und beide stritten sich vor Gericht, wer was zugesagt hatte. Burda sprang für die 10 Mio. € ein und übernahm schrittweise die Programmzeitschrift . Die Redaktion war vom Baumwall in die Griegstraße gezogen, mit dem Umzug wurde Personal abgebaut. Nach der Komplettübernahme ging es Burda um die Integration in die Milchstraße, um synergetisch TV TODAY über TV SPIELFILM und Mantellieferungen zu produzieren. Der Standort Griegstraße wurde beendet. Wie eine vernünftigen Sozialplan erreichen? Über den Weg der Sozialtarifforderung. Das zu verankern gelang, aber ansonsten waren zu viele Berater am Betriebsrat ran und dieser hatte nicht die Führung. Zu spät kam zu Warnstreik, aber wir waren solidarisch.

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