Ansichten

Holger Artus

23. Mai 2005
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Eine der schmerzhaftesten und sinnlosesten Kündigungen der vergangenen 20 Jahre MOPO-Geschichte

Es war immer unsere Haltung, bei fristlosen Kündigungen schnell zu reagieren. Als ehemals Betroffener habe ich nichts vergessen, was einen durchpflügt. Volle Kanne Unterstützung, Solidarität. Mich hat man völlig alleine gelassen und den Zeigefinger erhoben. Die gewerkschaftlichen Haltung war unter aller Sau, wenigsten die Person. Für die Person klare Hilfe und auch ein handwerkliches Abwegen wie eine juristischen Strategie – und dann los! Dafür braucht man einige Tage – und da man drei Tage als Betriebsrat Zeit hat, ist das mehr als genug. Der Kollege hat gewonnen, ich habe ihm im September 2019 verabschiedet aus der MOPO, nach fast 44 Jahren.

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17. November 2004
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Stetig bleibt der Wechsel an der Spitze

Frank Otto hatte 2004 sein letztes Drittel an Hans Barlach verkauft. Sein „Vertreter“ in der Geschäftsführung war Josef Depenbrock, der auch gleichzeitig Chefredakteur war. Wir hatten mit einer Absetzung von Roger Frach als Geschäftsführer gerechnet, der einen sehr gute Job gemacht hatte. Ihm ging es nicht um seine persönliche Geldbörse und er stand für sauber moderierte Prozesse auf der Führungsebene. Das sollte sich unter Josef Depenbrock ändern, dass war uns klar.

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7. September 2004
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TV TODAY: Fast 70 % der Mitarbeiter sollen gehen!

Hans Barlach hatte von G+J die Programmzeitschrift TV TODAY gekauft. Finanziert hatte es Burda Medien über einen Kredit. Die Bauer Media Group war ursprünglich der Finanziers, zog sich aber mit dem Kauf zurück, Burda sprang ein. Wir hatten den Prozess gegenüber den Beschäftigten TV TODAY solidarisch begleitet, in Kenntnis, dass es zu einem Sanierungsprozess kommt. Der Umzug vom Hafen in die Griegstraße war der Beginn der Umsetzung der Maßnahmen.

TV TODAY Geschäftsführer Josef Depenbrock hat seinen Sanierungs- und Restrukturierungsplan den Beschäftigten von TV TODAY gestern vorgestellt: Fast 70 % der Mitarbeiter sollen ihren Arbeitsplatz verlieren. Von den 108 Beschäftigten sollen 40 übrig bleiben. Chefredakteur Michael Hopp ist mit sofortiger Wirkung freigestellt. Ab dem 4. Oktober soll TV TODAY in der Griegstraße ihre neuen Räume beziehen und eine neue Telefonanlage installiert sein. Ver.di und DJV laden heute zu einer Pressekonferenz mit den Mitarbeitern von TV TODAY am Baumwall ein.

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4. März 2004
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Strategiewechsel und langfristige Folgen

Nach der Übernahme der MOPO durch Hans Barlach und Josef Depenbrock war klar, dass fast die gesamte Führungsmannschaft abgebaut wird, vom Vertriebsleiter, über die Marketingverantwortliche bis zum Geschäftsführer. Da Hans Barlach den Kauf es ersten Drittels von Frank Otto über einen Kredit von Heinrich Bauer finanziert worden war, ergab sich für uns die Fragestellung, wer das zweite Dritte der Anteile von Otto finanziert hatte. Waren wir auf dem Weg der Übernahme durch den Bauer Verlag. Später zerlegen sich Barlach und Bauer beim Erwerb von TV TODAY komplett.

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1. Dezember 2003
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Gesellschafterwechsel in der MORGENPOST?

Hans Barlach und Josef Depenbrock hielten 1/3 der Anteile der MOPO. Eine Übernahme von einem Drittel der Anteile von Frank Otto durch die Kieler Nachrichten scheiterten, da der Gesellschaftervertrag vorsah, da es ein Vorkaufsrecht der Mitgesellschafter gab. Hans Barlach übernahm und hielt damit 2/3 der Gesellschafter der MOPO. Wir wollten deutlich machen, dass es zu einer neuen Ausrichtung der MOPO kommen wird.

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1. Dezember 2003
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Gesellschafterstreit um die strategische Ausrichtung der MORGENPOST?

Im Streit im den Verkauf eines Drittels der Anteile von Frank Otto an die Kieler Nachrichten mit dem damaligen 1/3-Gesellschafter, Hans Barlach, verkaufte am Ende Otto auf Basis des Vorkaufsrechts, dieses Drittel an Barlach. Faktisch vollzog sich damit der Verkauf der MOPO an ihn. Die Truppe im Barlach hatte nur sich selber und die Kohle im Sinn. Wir haben auf diesen Umstand hingewiesen und uns gleichzeitig neu auf diese beiden Gesellschafter Hans Barlach und Josef Depenbrock (10 Prozent) eingestellt. Aus „Verteidigungssicht von Arbeitnehmer/innen-Interessen“ waren wir damit auf einem sehr guten Weg, da wir die Zeitung immer mitgedacht haben. Unter Frank Otto war die Wende in der Wirtschaftlichkeit erreicht worden, das war eine wichtige Grundlage auch für uns im Agieren.

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31. Oktober 2003
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Frank Otto will Anteile an Gesellschafter der Kieler Nachrichten verkaufen

Wir hatten rausbekommen, dass Frank Otto einen Drittel seiner Anteile (von 2/3 der MOPO) an die Kieler Nachrichten verkaufen wollten, die Medien schrieben erst danach über die Absicht. Der Minderheitengesellschafter, Hans Barlach und seine Truppe war dagegen. Unser Info war zurückhaltend mit Blick auf Frank Otto, der sich als gut für das Unternehmen erwiesen hatte. Klar war, dass es zu einem Prozess der Konsolidierung kommt und es der Weg raus aus dem „Privat-Eigentümern“ in der MOPO war. Zudem war es der Weg in den Norden, was die Vermarktung betraf. Das früher oder später die Otto-Anteile übernehmen würde war klar. Sein Engagement in der MOPO war nur auf Erlös durch Verkauf aus.

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3. September 2003
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Der ganze Streit um 20 000 Euro?

Die MOPO wollte 2003 Geld einsparen und nutzen eine Öffnungsklausel aus dem Haustarifvertrag, einem Abschluss in der Fläche zu widersprechen, um dann lokale Haustarifverhandlungen zu führen. Wir setzen auf harte Haltung, da eine Tarifauseinandersetzung auf betrieblicher Ebene um Einkommen alles andere als gut ist. Am Ende gab die Geschäftsleitung auf.

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8. März 2003
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Schwarzenbeker Buchdruckerei Bude: Erhebliche Probleme, die MOPO zum 1. Januar 2004 zu drucken!

Noch bevor es vertrauliche Gespräche mit den MOPO-Gesellschaftern zum Erwerb der Schwarzenbeker-Druckerei Bude gab, haben wir uns öffentlich gegenüber unserer Belegschaft positioniert, dass wir für Schritte zur Sicherung der Druckerei sind. Zum einen sollte die MOPO durchgängig 4c werden, dafür hatte Bude sich mit einer neuen Maschine ausgestattet. Im ständigen Austausch mit dem Betriebsrat der Schwarzenbeker Druckerei haben wir unsere praktische Solidarität bekundet und waren über den Austausch eines Erwerbs durch die MOPO.

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1. Juli 2002
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Gruner+Jahr stößt Zeitungen ab: Künftig Konzentration auf die Zeitschriften

Zum 1. Juli 2002 verkaufte der Hamburger Verlag Gruner + Jahr (Stern, Brigitte) seine 100%-en Berliner Töchter an die Holtzbrinck-Gruppe (Handelsblatt, Wirtschaftswoche u.a). Auch die Sächsische Zeitung in Dresden soll verkauft werden, einen Käufer gibt es noch nicht. Die Pläne der Konzerns für die Zukunft: Das Zeitschriftengeschäft und Auslandsaktivitäten weiter restrukturieren, die Prozessoptimierung im Kerngeschäft fortsetzen. Das Ziel: Ein erfolgreiches Ergebnis zum Jahresende. Weiterlesen →

26. Juni 2002
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Die gescheiterte Strategie „Stimme Berlin und letztendlich für ganz Deutschland“

Jubel sollte aufkommen, als Andreas Albath, Verlagsgeschäftsführers des Berliner Verlages auf der Führungskräftetagung von G+J am Baumwall Anfang September 1997 zusammen mit Herausgeber Dieter Schröder das Konzept der Berliner Zeitung vorstellte. Die 230 versammelten Führungskräfte dürften auch heftig geklatscht haben für die Ausführungen. Aber am Ende war es doch nur heiße Luft. Aus dem großen Investitionen in den Zeitungsstandort Berlin ist das große Aufräumen geworden. Zwei damalige Redner der Führungskräftetagung von G+J sind nicht mehr in den Diensten des Unternehmens. Albath ist zur Freude der Hamburger Stäbe bei einem Start-up gelandet. Dieter Schröder (seit Januar 1996 bei der BLZ) hat seine Herausgeberschaft in diesem Jahr aufgegeben. Der dritte im Bunde wurde noch recht teuer für G+J, der Chefredakteur Dr. Michael Meier. Von Chefredakteur der Berliner Zeitung zum Chefredakteur des STERN – mit einem schnelle und teuren Ende. Mehr als 1,5 Millionen soll Maier für seine Vertragserfüllung für den STERN erhalten haben. Weiterlesen →

27. Juli 2001
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Gruner+Jahr stößt Zeitungen ab: Künftig Konzentration auf das Zeitschriftengeschäft

Zum 1. Juli 2002 verkaufte der Hamburger Verlag Gruner + Jahr (Stern, Brigitte) seine 100%-en Berliner Töchter an die Holtzbrinck-Gruppe (Handelsblatt, Wirtschaftswoche u.a). Auch die Sächsische Zeitung in Dresden soll verkauft werden, einen Käufer gibt es noch nicht. Die Pläne der Konzerns für die Zukunft: Das Zeitschriftengeschäft und Auslandsaktivitäten weiter restrukturieren, die Prozessoptimierung im Kerngeschäft fortsetzen. Das Ziel: Ein erfolgreiches Ergebnis zum Jahresende. Weiterlesen →

1. Juli 2001
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Spekulationen um den Verkauf der G+J-Zeitungen

Seit Wochen gibt es Diskussionen in den Medien über die weitere Ausrichtung von Gruner+Jahr – über die Zukunft der G+J-Zeitungen und um die strategische Einbindung in die Bertelsmann-Strategie. Dabei ist es zu einem offenen Konflikt zwischen den beiden Gruner+Jahr-Gesellschaftern Bertelsmann (74,9 Prozent) und der Jahr-Gruppe (25,1 Prozent) gekommen. Die Spekulationen über die Trennung G+J vom Zeitungsgeschäft wurden dementiert, aber die Ruhe ist nur die vor dem nächsten Sturm. Weiterlesen →

8. Mai 2001
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Soli-Adresse an Betriebsrat Medienhaus Prinz

Mit Sorge verfolgen wir die geplante Schließung des Medienhaus Prinz in Mannheim zum 30. Juni 2001 und protestieren dagegen. Das von euch vorgeschlagene Sanierungskonzept spricht für eure Überzeugung, welchen Stellenwert die Arbeit und die Arbeit im Medienhaus Prinz hat. Als Betriebsrat einer kleinen Hamburger Boulevardzeitung, die sich seit fast zwei Jahrzehnten in einer extrem schwierigen wirtschaftlichen Lage befindet, wissen wir, wie schwer es ist, sich für beides einzusetzen. Gegen rote Zahlen und Managementfehler hilft nur öffentlicher Druck und das Zusammenhalten im Betrieb.

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13. Juli 2000
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„Eins zu eins plus“

Mit dem Austritt 2000 aus dem Zeitungsverlegerverband Hamburg (ZV HH) wollten die neuen Eigentümer der MOPO Geld sparen. Wir wussten, dass wir in der Phase des Austritts, der Neubestimmung der Belegschaft und der Etablierung der neuen Führung im Unternehmen eher wenig Zeit für uns war. Die Führungsschwäche im ganzen Haus war unser größter „Zulieferer“, neben den Spannungen zwischen den beiden Gesellschaftern. Der eine ging mit Bauch an alles andere, der andere mit Planung, aber zu wenig Wissen um den Zugang in den Belegschaft. Die Gespräche mit dem Zeitungsverlegerverband über eine OT-Mitgliedschaft im ZVHH war von denen nur eine praktische Vorgehensweise. Noch waren die neuen nicht willens, einen Haustarifvertrag abzuschließen, also spießten wir alles auf, dass dieses Thema treibt.

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13. Juli 2000
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Wie lange laufen die verschiedenen Tarifverträge?

Im Rahmen unserer Herangehens an den Austritt der MOPO aus dem Arbeitgeberverband, den Zeitungsverlegerverband Hamburg (ZVHH), war ein Ansatz, auf Basis von Information und im Laufe der Beteiligung von Wissen, für eine vernünftige Sachaufklärung zu sorgen. Wir wollten keine moralische Schwarz-Weiß-Auseinandersetzung („Austritt böse“), sondern hatten ein Bild einer Formierung der Belegschaft. Dazu gehörte z.B. dass wir die Tarifkommission auf einer Belegschaftsversammlung wählten, es also ein Anliegen von uns allen war.

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29. Juni 2000
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Die MOPO hat Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband gekündigt

Die neuen MOPO-Eigentümer Frank Otto und Hans Barlach wollten den schnellen wirtschaftlichen Erfolg. Die Trennung von G+J sollte schnell vollzogen werden, das führte zur finanziellen Verbesserung. Die Verträge wurde gekündigt und neue abgeschlossen. Zu deren Einsparung gehörte auch die Kündigung der Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband. Wir wussten es vorher und haben uns darauf eingestellt. Unsere Partner waren damals . wie immer – sehr ängstlich. Diese Info war Teil einer besprochenen Strategie im kleinen Kreis. Nach einigen Wochen hatten wir uns durchgesetzt und unser Ziel erreicht.

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14. April 2000
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Die Probleme werden nicht weniger!

Wir wussten, dass die Gesellschafter planten, aus dem Arbeitgeberverband auszutreten. In der Debatte im die Frage, wie wir uns aufstellen, hatten wir uns stimmungstechnisch darauf ausgerichtet, insbesondere die „Kommunikationsprobleme“ der neue Führung aufzugreifen und zu treiben. Darüber lies sich mobilisieren. Das galt vor allem in der Redaktion.

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19. Dezember 1999
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Erste Gedanken nach dem Streikergebnis in der Sächsischen Zeitung 1999

Vom 22. November bis 19. Dezember 1999 streikte die Redaktion der Sächsischen Zeitung gegen die Ausgliederungspläne der Lokalredaktionen und Geschäftsstellen. Das Ergebnis war eine tarifliche Regelungen für die Ausgliederungen, die Absicherung der journalistischen Unabhängigkeit der Redakteure/innen in den künftig selbstständigen Gesellschaften. Ich war damals zeitweilig in Dresden und habe mich um meinen Beitrag bemüht. Dazu gehörte die Web-Seite, aber sicher auch mein Hang, die Dinge zu sortieren und zu strukturieren. Zum Tarifergebnis am 19. Dezember 1999 hatte ich einen Kommentar geschrieben. Beim rekonstruieren der Web-Seite aus 1999 bin ich über ihn gestolpert. Er war seiner Zeit entsprungen. Inhaltlich teile ich alles, ich würde es heute diplomatischer und abwägender Schreiben.

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30. November 1999
nach Holger Artus
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Zum Wechsel in der Chefredaktion der MOPO

Mit dem Gesellschafterwechsel in der MOPO Ende 1999 von Gruner+Jahr zu Frank Otto/Hans Barlach wurde auch das Führungspersonal ausgetauscht. Der (G+J)Geschäftsführer, Dr. Bernd Buchholz, bliebt bis zum festgelegten Tag. Genauso vollzog es sich mit der Chefredakteurin, Marion Horn. Bereits am Tag des Wechsels hatten wir eine Redaktionsversammlung mit ihr, wo wir die Lage für die Redaktion eingeschätzt haben. Es war klar, dass Josef Depenbrock ihr folgen wird. Da bereits zum 2. November 1999 Wieland Sandmann als Redaktionsdirektor im Einsatz war, war klar, wo die Reise redaktionell hingehen sollte: zurück zum billigen Boulevard. Aus der Perspektive heraus ergab sich unsere Positionierung. Den „Sandmann-Antritt“ hatten wir bereits sehr massiv kritisiert.

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