Ansichten

Holger Artus

12. November 1999
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Kundruns Erfolge!

Die Übernahme der MOPO durch Frank Otto/Hans Barlach bedeutete einen Neuanfang für die MOPO. Es kam zur Entflechtung aus den G+J-Konzernstrukturen und einer neuen Aufstellung der Zeitung. Uns war noch nicht klar, was aus der nichtgewollten Redaktionsgemeinschaft von MOPO/Kurier mit dem Express wird. Wer die „Schönwetter“ Reden vom Zeitungsvorstand von G+J, Dr. Bernd Kundrun, über die Konzern-Zeitungsstrategie gehört hatte, wusste um die substanzlose Darstellung. Die Kündigung der Zusammenarbeit vom Express mit der Redaktionsgemeinschaft MOPO/Kurier war ein weiterer Eckpunkt des Scheiterns. Vorher waren es bereits der Ausstieg aus den kostenlosen Sonntagszeitungen.

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2. November 1999
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Das alte sagt: so wie ich bin, bin ich seit jeh. Das neue sagt: bist du nicht gut, dann geht!*

Dieses Info ist ein Skript und ist nicht erschienen. Es war der Entwurf für unser Info vom 2. November 1999. In der internen Debatte ging es um unsere Positionierung gegenüber den neuen Gesellschaftern, Frank Otto und Hans Barlach, vor allem um die Linie unserer Argumentation. Zu dem Zeitpunkt gab es neben dem neuen MOPO-Geschäftsführer, Marcus Ippisch, auch noch Dr. Bernd Buchholz als Vertreter der Alt-Gesellschafter. Insofern griffen wir dieses Erbe auf, um am Ende zu den Positionierungen zu kommen. Das erschienene Info vom 2. 11.1999 berücksichtigt diese Gedanken, aber war schon im „neuen“ angekommen.

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2. November 1999
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Der falsche Neubeginn!

Ende 1999 übernahmen Frank Otto und Hans Barlach die MOPO komplett von Gruner+Jahr bzw. der Kronen Zeitung (Hans Dichand). Wo die Reise hingeht, war nicht klar. Das auftretende Personal der neuen Erwerber stärke die Verunsicherung wie schnell klar war, dass die viel vorhaben. Unsere Positionierung als Betriebsrat war auf die Zukunft ausgerichtet. Die Bestellung von Wieland Sandmann zum Redaktionsdirektor der MOPO (Chefredakteur) erforderte eine Abgrenzung vom billigen Boulevard, auch wenn es zu Beginn auch gleich ein Konflikt bedeutete. Nach erscheinen des Info wurde ich von der Gesellschafter angerufen und massiv bedroht, dass man die Zeitung auch einstellen könnte. Unser Info sei ein sehr unfreundlicher Akt.

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5. Oktober 1999
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Soli-Adresse an die Beschäfigten der Sächsischen Zeitung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bisher können die Beschäftigten der Sächsischen Zeitung in Redaktion und Verlag mit beachtlichem Stolz auf ihre Leistungen zurückblicken. Die Qualitätsverbesserung für eine Zeitung ergibt sich in erster Linie aus dem Umgang mit den Beschäftigten und der Fähigkeit, deren Leistungsbereitschaft in eine gute Teamleistung zusammenzuführen.  Die Pläne des Unternehmens, als ersten Schritt drei Regionalverlage rechtlich aus dem Bestand der Sächsischen Zeitung auszugliedern, sind 
beschäftigungspolitisch und redaktionell falsch.

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24. April 1999
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Schmerzlichen Glückwunsch im 50. Jahr der MOPO?

Wir wussten damals nicht, dass G+J vor hatte, die MOPO zu verkaufen. Die damalige Bildung der Redaktionsgemeinschaft mit dem Berliner KURIER und dem Kunden Kölner EXPRESS war eine Idee, die unter Dr. Döpfner extrem gestiegen Personalkosten der Redaktion (sechsköpfige Chefredaktion) und auf Grund der Marketing-Aktionen für seine Idee, sehr angespannte Lage der MOPO zu sanieren. Der Verlust war sechsstellig! Vermutlich war die damalige „Rege“ die letzte Initiative von G+J „für die MOPO.“ Wir haben uns im Vorfeld einer großen „Geburtstagsparty“ deutlich positioniert.

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12. Januar 1995
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Über die MOPO-Betriebsratssitzung am 10. Januar 1995

Mit der Neuwahl eines Betriebsrats 1994 hatten wir uns imErgebnis darauf verständigt, nach jeder Sitzung über die Inhalte die Belegschaft zu informieren, soweit das möglich war. Es gab jede Woche einen öffentlichen Aushang, der an den „Schwarzen Brettern“ im Unternehmen (Griegstraße 75) ausgehängt wurde.

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26. August 1986
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IG Medien begrüßt Kauf der MOPO durch G+J

Zur angekündigten Übernahme der Hamburger Morgenpost durch das Verlagshaus Gruner & Jahr nimmt der Landesbezirksvorstand Nordmark der IG Medien wie folgt Stellung:

Die Übernahme dieses traditionsreichen Hamburger Zeitungsverlages durch ein wirtschaftlich starkes Medienunternehmen wird als begrüßenswerte Sicherung des Erhalts der Morgenpost bewertet. Weiterlesen →