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Holger Artus

23. Mai 2020
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Ein neuer Stolperstein für Frida Dannenbaum

Der Stolperstein für Frida Dannenbaum wurde am 20. Mai 2020 vor dem Kleinen Schäferkamp 32 verlegt. Am 8. Mai hatten wir die Nachbarschaft über die geplante Verlegung informiert. Ursprünglich war sie für den 27. April 2020 geplant, aber durch die Corona-Maßnahmen konnte sie nicht stattfinden. So kam es zu einer größeren Aktivität im Viertel, auch zu den beiden Stolpersteinen für Walter Tiedt in der Weidenallee 61 und eben für Frida Dannenbaum im Kleinen Schäferkamp 32.

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18. Mai 2020
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Das waren Nazis und Rechtsradikale auf dem Rathausmarkt

Am Sonnabend fand auf dem Hamburger Rathausmarkt eine so genannte „Hygene-Demo“ statt. Das „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ hatten an drei Punkten um den Rathausmarkt zu Gegenkundgebungen unter dem Motto „Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien“ aufgerufen. Nach anfänglicher Zurückhaltung gingen wir auf den Rathausmarkt, um uns den Platz zu erschließen und den Nazis das Forum zu nehmen..

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8. Mai 2020
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Im Weidenviertel an die Bedeutung des 8. Mai 1945 hingewiesen

Heute, am 8. Mai 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung von Faschismus, wurde mit einer kleinen Aktivität an dieses Ereignis im Hamburger “Weidenviertel” erinnert. In den Straßenzügen zwischen Weidenallee, Schäferkampsallee und Kleiner Schäferkamp wurden Plakate an 14 Häuser angebracht, auf die Spuren auf den Gehweg hinführen. Es waren Orte der rassistische und politische Verfolgung, der “Arisierung” und der Zwangsarbeitslager, an die erinnert wird. Zu den einzelnen Personen oder den Lager wurde auf den Plakaten informiert. Zusätzlich wurden für zwei noch zu verlegende Stolpersteine für Frida Dannenbaum im Kleinen Schäferkamp 32 und für Walter Tiedt in der Weidenallee 61 jeweils eine Nachbarschaftsinfo verteilt sowie ein Video der Nachbarschaft angeboten.

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8. Mai 2020
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Ein Stolperstein soll vor der Weidenallee 61 verlegt werden

Demnächst soll ein Stolperstein vor der Weidenallee 61 für Walter Tiedt verlegt werden. Geplant war der 27. April 2020. Durch die Corona-Maßnahmen wird der Stein zu einem späteren Zeitpunkt verlegt. Unser Anliegen ist, dass es auch eine stille Gelegenheit geben sollte, an die Opfer in der NS-Zeit zu erinnern. 

Walter Tiedt war Opfer des sogenannten „Euthanasie-Programm“ der Nazis, durch das körperlich und geistig eingeschränkte Menschen vernichtet oder – wie auch die Kinder der Schule am Bullenhuser Damm -, für “medizinische” Zwecke instrumentalisiert und ermordet wurden. 

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30. April 2020
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Das Zwangsarbeiterlager in der Sternwoll-Spinnerei wurde am 3. Mai 1945 befreit

Am 3. Mai 1945 unterschrieb die Nazi-Wehrmacht für Hamburg die Kapitulation. Wie bereits vorher, waren auch andere deutsche Städte befreit worden. Der Faschismus war besiegt, aber er hatte Millionen von Toten und die fast vollständige Zerstörung der Infrastruktur in Europa mit sich gebracht. Befreit wurden am 3. Mai 1945 auch die über hunderttausend Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Hamburg. Dazu gehörten auch die aus dem Lager in der Sternwoll-Spinnerei. Über ein Flugblatt und Plakat wurden die am Ort beschäftigen Arbeitnehmer/innen informiert. Über das Zwangsarbeitslager in der Sternwoll-Spinnerei gibt es auch eine Web-Seite, www.sternwollspinnerei.de. Beiliegend der Wortlaut des verteilten Infos.

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20. April 2020
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Im Gespräch über den Stolperstein von Renata Drehmel

Mehrere Nachbarinnen und Nachbarn aus der Gärtnerstraße kamen zur Reinigungsaktion des Stolpersteins von Renata Drehmel in Hamburg-Eimsbüttel. Unbekannte hatten versucht, ihn zu zerstören und haben ihn mit Farbe übermalt. Der Stein war bereits gereinigt, wozu ich in einem Info aufgerufen hatten, was mich sehr gefreut hatten. So gab es in dem Kreis ein Gespräch über Renata Drehmel und die Absicht des Unbekannten. Gesprochen hatten wir auch über Peggy Parnass. Renate Drehmel war ihre Tante. Gegenstand war auch die Geschichte des Steins, der erst im August 2019 verlegt wurde und schon mehrfach attackiert wurde. Das Info, dass ich an die Hauseingänge angebracht hatte, wurde vielfach gelesen, so eine Teilnehmerin an der Aktion. Vor allem ging es darum, das man Haltung zeigen sollte gegen Nazis. Das war der Wert der Aktivität.

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19. April 2020
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Erneute Attacke auf Stolperstein in der Gärtnerstraße 117

Nachbarn haben mich auf die erneute Attacke auf den Stolperstein in Erinnerung an Renata Drehmel vor der Gärtnerstaße 117 in Hamburg-Eimsbüttel hingewiesen. Auch wenn hier offenbar ein Wiederholungstäter sein schändliches Spiel treibt, meine ich, darf man das nicht tolerieren. Jetzt habe ich an den Häusern rund um die Gärtnerstraße 117 jetzt eine Nachbarschaftsinfo und die Biographie von Renata Drehmel angebracht und angekündigt, dass ich den Stolperstein reinigen werde. Die Form habe ich gewählt, um wieder in den Dialog treten zu können. Bereits beim letztenmal gab es viele Reaktion, ob Mails oder Anrufe. Gegen Rechts hilft nur Haltung. Ich habe ich in dieser Ecke von Eimsbüttel Ende der 1950er Jahre einen Teil meiner Kindheit verbracht, so dass mich diese Attacke gegen den Stein besonders betroffen macht. Hier meine Nachbarschaftsinfo.

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6. April 2020
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Entwicklungen in den regionalen Zeitungsverlagen nach Corona

Mit der Corona-Pandemie und den politischen Maßnahmen dazu ändert sich auch die Lage der Zeitungen grundlegend. Die kommende Rezession wird langfristig den Zeitungsmarkt verändern. In allen drei Märkten, auf denen die Verlage vor allem ihre Umsätze erzielen, bestand bereits vorher erhebliche Anspannung. Durch die jetzigen Maßnahmen geraten die Auflagen unter anhaltenden Druck, aber insbesondere der Anzeigenmarkt bricht aktuell ein. Alle bisherigen Businesspläne in den Mediengruppen erledigen sich, sowohl die laufenden und mittelfristigen Planungen. Die Ergebniserwartungen der großen regionalen Zeitungsgruppen gingen 2018 alle von einer Verbesserung der Lage in 2021/2022 aus. In den absehbar kommenden Wochen werden Sparprogramme aufgelegt werden. Das werden Personalabbau durch Umfangsreduzierungen oder Reorganisation von Ausgaben sein, die Verlagsbereiche optimiert u.a.m. Es wird nicht beim Instrument der Kurzarbeit alleine bleiben. So sehr man sich in den Verlagen mit der aktuellen Lage beschäftigen dürfte, gibt es auch längst Planungen für die Zeit, wenn der Zeitungskauf wieder anzieht und wie sich der Medienkonsum dauerhaft verändern wird.

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5. April 2020
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Ein zeitlicher Überblick über die MOPO-Geschichte von 1949 – 2019/2020

Die einzelnen Perioden der MOPO unter den verschiedenen Gesellschaftern habe ich jeweils extra beschrieben. Dazu habe ich vorab einige Zeilen geschrieben, sehr subjektiv. Eine Einordnung in die unterschiedlichen Rahmenbedingungen beim Erscheinens und des Druck der Zeitung habe ich dabei nicht aufgearbeitet. Seit den 1990er Jahren könnte ich das für beide Marktteilnehmer, den Unternehmern und Beschäftigen zusammenfassend beschreiben. Dies aber in den Kontext zur MOPO-Geschichte zu schreiben, wäre leicht überzogen. Sie war eine sehr kleine Zeitung und man sollte es nicht übertreiben. In den detaillierten jährlichen Rückblicken des Betriebsrats seit Anfang 2000 hatte ich mich daran versucht. Da hatte es seinen Platz und für mich sollte es da bleiben. Anderweitig habe ich auch immer wieder die Entwicklung in der MOPO, im Zeitungsmarkt und der Gewerkschaftsbewegung im Bereich der Printmedien beschrieben.

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4. April 2020
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MOPO-Geschichte 1949-1980 unter der SPD

Bei diesem Rückblick habe ich selber keine beruflichen Bezüge, so dass ich auf das angewiesen war, was andere geschrieben haben oder ich aus Erzählungen mir notiert hatte. Wenn es am Ende eine zeitlicher Überblick geworden ist, so wird gerade an diesem Abschnitt sichtbar, dass diese Form des Überblicks inhaltlich wenig bis nichts aussagt. Es bedarf schon einer Einordnung in die Zeit und deren Kritik, wie sie sich in dem Unternehmen zeigte. So leicht es mir fällt, die SPD zu kritisieren, so fällt es gleichzeitig unsagbar schwer. Es bleibt empörend, das Redakteure wie Andreas Conradi als CvD und Werne Irle, Lokalchef, 1973 wegen ihrer politischen Meinung, die nicht dem Hamburger Innensenator entsprach, gekündigt wurden.

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1. April 2020
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MOPO-Auflage von 1949 bis 2019

Zum 31.12.1949 verbuchte die MOPO für das IV. Quartal eine durchschnittliche Auflage von 21.455 Exemplaren. Die MOPO meldete 70 Jahre später, für das IV/2019 eine verkaufte Auflage von 44.748 (Mo-Fr) bei der IVW. Die Abo-Auflage lag bei 2.915, der Einzelverkauf bei 28.038 Exemplaren. Der „Sonstige Verkauf“ wurde mit 13.715 Exemplaren angegeben. Hier sind 12.120 ePaper Exemplare, also keine gedruckte Auflage, die aber in die „verkauften“ Exemplare einfließen.

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24. März 2020
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MOPO-Geschichte 1980-1986 unter Greif

Zum 65. Geburtstag der MOPO hatte ich auf umständlichen Wegen mit Eduard Greif in Zürich Kontakt aufnehmen können und später auch telefoniert. Ihm gehörte zusammen mit seinem Bruder Christian die MOPO von 1980 bis 1986. Ich kannte ihn noch aus meiner Beschäftigung in der Buchhaltung der MOPO 1985/1986. Er konnte sich an mich nicht erinnern, aber meinte, das ich der erste seit damals war, der mit ihm aus dem Unternehmen über die MOPO-Zeit seit 1986 wieder gesprochen hätte. Damals habe ich das Gespräch in einer Info zusammengefasst und im Unternehmen in einem Betriebsratsinfo verbraten. Aus seiner Sicht fühlte er sich von allen betrogen.

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23. März 2020
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MOPO-Geschichte 1986-1999 unter Gruner+Jahr

Ich erinnere mich der Tage des Kaufs der MOPO durch G+J. Wochen vorher unter Eduard Greif wuchs der Überziehungskredit bei der BfG. Ursprünglich war er durch abgetretene Forderungen gesichert. Meistens war die Forderungen zwischen 3 – 4 Mio. DM, der Kredit immer weit darüber. Kurz vor Monatsende achteten wir immer darauf, das Ausgangszahlungen ausblieben, damit es keine Risiken bei der Einlösung unserer Gehaltsschecks gab. Plötzlich durften wir um ein vielfaches über Wochen überziehen. Am Ende war das BfG-Konto bei – 23 Mio. DM. Am Tag des Kaufs der MOPO durch G+J erfolgte dessen Ausgleich und ich buchte einen gleichlaufendem Zahlungseingang gegen die Bankverbindlichkeiten.

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15. März 2020
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MOPO-Geschichte 2000-2006 unter Otto/Barlach

Der Kauf der MOPO im November 1999 durch Frank Otto (66,6 Prozent) und Hans Barlach (33,3 Prozent) war die Lebensrettung der MOPO. Frank Otto leitete eine Unternehmensentwicklung ein, die für 15 Jahre Gewinne bedeutete. In den letzten Jahren der SPD und den ganzen Jahren von G+J schrieb die MOPO tiefrote Zahlen. Das Management um Frank Otto brauchte sieben Monate, um die Erfolgsgeschichte zu starten. Auch wenn die MOPO unter DuMont noch einige Jahre Gewinne schrieb, änderte sich das im Prinzip mit dem Eigentümerwechsel. Das Satz, wir müssen die MOPO aus der Unternehmensgruppe G+J entflechten, bedeutete massive Kosteneinsparungen bei uns in der Griegstraße.

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12. März 2020
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MOPO-Geschichte 2006-2008 unter Mecom

Von 2006 bis Anfang 2009 gehörte die MOPO den amerikanischen Finanzinvestoren um VSS (85 Prozent) und später der englischen Mecom Mediengruppe (15 Prozent), die zusammen mit dem Fonds 2006 die MOPO gekauft hatte. 2005 hatte dieses Konsortium bereits den Berliner Verlag gekauft. Es war das erste mal, dass Finanzinvestoren in den deutschen Zeitungsmarkt einstiegen waren. Sie wollten die Konsolidierung treiben, eine größere Gruppe zusammen kaufen, um sie dann an den meistbietenden später wieder zu verkaufen. Dieser Verkaufspreis war ihre Rendite. 2007 verkaufte VSS an Mecom , damit waren die „Finanzhaie“ wieder weg.

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7. März 2020
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MOPO-Geschichte 2009-2020 unter DuMont

1999 wurden von G+J massenhaft Unternehmensunterlagen vernichtet, bevor Frank Otto die MOPO übernahm. In meinem Kopf entstand das Bild: Hier verschwindet ein Teil der Unternehmensgeschichte. Was das Unternehmen vernichtet, ist aber ihre „Aktivität“, nicht die Geschichte der Beschäftigten im Unternehmen. Im Ergebnis gab es also zwanzig Jahre lang einen detaillierten Jahresrückblick, unterteilt nach Monaten aus Perspektive einer Interessenvertretung der Arbeitnehmer/innen. Über die Jahre bin ich in den Rückblicken bis zur Einstellung der MOPO 1979 zurück gegangen und habe zu den vorangegangenen Perioden mein Abbild der MOPO-Geschichte mit Blick auf die Menschen in dem Unternehmen aufgeschrieben bzw. habe Akteure erzählen lassen oder habe ihre Erzählungen aufgeschrieben.

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6. März 2020
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Tagebuch zum Streik der SZ-Streik 1999

Durch Zufall habe ich heute meine Meldungen zum Streik der Sächsischen Zeitung 1999 für die Newsgroup de.soc.arbeit gefunden. Es entsteht zwar kein wirkliches Tagebuch, aber es ist eine Art – eher unvollständiger – Meldungen zum Verlauf und ich habe sie nach Datum aufgelistet. Ich nehme sie auf meinem Blog mit, damit sie in im Netz gibt. Die Meldungen selber habe ich damals auf verschiedene Newsgroup-Verzeichnisse gestellt. Abends wurden die Meldungen von mir immer über das cl-netz gepostet. Von Server zu Server wurden die Texte geroutet und in der Republik verteilt, sofern der Provider das entsprechende Brett/Newsgroup im Angebot hatte.

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1. März 2020
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Aus zehn Jahre DuMont sind fast 11 geworden

Ein merkwürdiges Vorgehen in der Etatplanung im November 2018 signalisierte, dass es zu grundlegenden Veränderungen bei DuMont kommen dürfte. Damals war nicht klar, dass DuMont seinen Zeitungsbereich verkauften wollte. Der Ansatz von mir war, dass man „10 Jahre DuMont“ zum Thema nach innen macht, um das Thema des Ausstiegs aus der MOPO vorsichtig zu angehen. In der Stadt Hamburg sollte der 70. Geburtstag der MOPO zum Thema gemacht werden, aber unter dem Aspekt, dass es künftig um Lokaljournalismus und der digitalen Transformation angehen muss. Im Februar 2019 schrieb ich einen Entwurf für ein Info, dass aber so nicht erschien, inhaltlich fand es aber eine Entsprechung. Jetzt, wo DuMont Geschichte geworden ist, will ich das nicht erschienene Info nicht mehr „verheimlichen“. Es waren aber auch nur Gedanken zum Zeitpunkt. Eine ältere Fassung aus dem Dezember 2018 zum Thema „10 Jahre DuMont“ wurde berücksichtigt. Aus zehn Jahren DuMont sind jetzt fast 11 Jahre geworden (minus ein Monat).

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