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Holger Artus

10. Mai 2022
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Zwei komplett fehlende Beiträge am 8. Mai 2022 auf dem Hamburger Rathausmarkt

Auf der Buchvorlesung am 10. Mai 2022 am Eimsbütteler Gedenkort am Kaifu anlässlich des Jahrestages der Bücherverbrennung 1933 gab es zu Beginn zwei kurze Begrüßungsreden von Helga Obens, Auschwitz-Komitee und Sandra Goldschmidt, ver.di Hamburg. Sie führten mir schlagartig vor Augen, was auf der Demo und der „Feier“ zum 8. Mai 2022 auf dem Rathausmarkt komplett fehlte.

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9. Mai 2022
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Mehr Ruhe in die Debatte um den Erinnerungsort Dessauer Ufer bekommen

Am Sonnabend, den 7. Mai 2022 gab es am Nachmittag im Deutschen Hafenmuseum eine sehr gute Podiumsdiskusion zur „Zukunft des Lagerhaus G – Partizipation & Perspektiven“. Es war in meinen Augen eine sehr hochwerte Diskussion, in der jede:r sich verantwortungsbewusst eingebracht oder seine Positionen entwickelt hatte, so dass sie nachvollziehbar waren.

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7. Mai 2022
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Der 8. Mai 1945 und der 8. Mai 2022

Bertolt Brecht schrieb im schwedischen Exil 1939 seine „Svendborger Gedichte“. Dazu gehörte auch das „An die Schwankenden“. In ihm setzte er sich mit den katastrophalen Umbruchs in Deutschland und der Frage auseinander, was man tun kann oder sollte.

„Unsere Parolen sind in Unordnung. Einen Teil unserer Wörter

Hat der Feind verdreht bis zur Unkenntlichkeit.

Was ist jetzt falsch von dem, was wir gesagt haben

Einiges oder alles?“

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5. Mai 2022
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Jetzt wird auch öffentlich an die italienischen Militärinternierten von Montblanc erinnert

Direkt gegenüber dem Kantinenraum in der VHS Hamburg-Mitte im Schanzenviertel erinnert jetzt eine Tafel an die italienische Militärinternierten, die hier als Zwangsarbeiter bis 1945 bei Montblanc arbeiten mussten. Ein angemessener Platz und eine respektvolle Geste. In Hamburg wird es auch künftig weitere Orte an den Einsatz von IMI in Hamburger Unternehmen geben. Ein zähes Bemühen, aber diese kleinen Tafel erreichen Menschen, die sich informieren wollen.

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29. April 2022
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Bewerbung der Kundgebung am 3. Mai 2022 zur Erinnerung an NS-Zwangsarbeit in der Sternwoll-Spinnerei

Seit 2013 gibt es auf dem heutige Areal der „Marzipanfabrik“ an der Griegstraße 75/Ecke Friesenweg ein Mahnmal an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der der damaligen Sternwoll-Spinnerei. Jedes Jahr gibt es eine kleine Aktivität. Mal trafen sich die Initiatoren, um Blumen nieder zulegen, mal war es nur einen Betriebsrats-Info, in dem darauf Bezug genommen wurde. Dieses Jahr soll wieder daran erinnert werden mit einer Kundgebung. Ein Teil der Bewerbung ist am Ende noch eine Presse-Info. Den Versuch, Menschen für dieses Treffen zu gewinnen, war ich vorher angegangen. Es soll ein nachbarschaftliches Projekt bleiben, anders funktioniert es auch nicht.

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22. April 2022
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80. Jahrestag der Deportation jüdischer Menschen im Juli 1942 von Hamburg nach Auschwitz und Theresienstadt

Mit einer Vorankündigung soll ein Überblick gegeben werden, was zivilgesellschaftlich zum 80. Jahrestag der Deportation über die Schule Schanzenstraße vom 15. und 19. Juli 1942 in Hamburg stattfinden soll. Es wird von anderen Einrichtungen sicher auch etwas dazu geben. Das besondere ist, dass es seit 2018 jedes Jahr im Viertel eines Sammelplatzes eine solche öffentliche Aktivität geben hat.

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21. April 2022
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NS-Zwangsarbeit in der Sternwoll-Spinnerei nicht vergessen

Am Haupteingang der heutigen „Marzipanfabrik“ auf Höhe der Griegstraße/Ecke Friesenweg, gegenüber dem Stadion von Altona 93, erinnert ein Mahnmal an die NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der damaligen Sternwoll-Spinnerei. Von September 1942 bis zum Mai 1945 war dort ein Barackenlager auf Höhe des Parkplatzes bei der Birke am Friesenweg. 

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16. April 2022
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Die Schulbehörde stellte Ruth Kellermann trotz des Wissens um ihre „Rasseforschung“ in der NS-Zeit 1970 ein

Die Einsichtnahme in die Personalakte von Ruth Kellermann offenbarte, wie tief die Schulbehörde noch in den 1970er Jahren in der Beschäftigung von Nazis im Staatsdienst verstrickt war. Kellermann wurde im September 1970 als nebenberufliche Lehrerin eingestellt, trotz des Wissens der Schulbehörde um ihre Beschäftigung in der „Rassehygienischen Forschungsstelle des Reichsgesundheitsamtes“ in Berlin und Hamburg in der NS-Zeit.

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26. März 2022
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Eine mutige Schülerin aus der Schule Schanzenstraße – aber nicht für die Stadt Hamburg 

Amalie Bredemeyer war eine mutigen Schüler aus der Schule Schanzenstraße, die mit dem NS-Regime nicht einverstanden war. Sie war bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzten, um zu helfen, dass die NS-Diktatur endet. Die Stadt Hamburg hat ihr dafür nie die Anerkennung entgegen gebracht, sondern als Verräterin bezeichnet.

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23. März 2022
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Zur Behinderung der Erinnerung an die Deportation im Juli 1942 beim Montblanc-Haus

Der Eigentümer des Montblanc-Gebäudes im Schanzenviertel will nicht, dass wir uns im Durchgang Schanzenstraße/Bartelsstraße im Juni 2022 treffen. Es soll an Daniel Dublon erinnert werden, der sein Büro bis zum Machtantritt der Nazis 1933 in dem Gebäude hatte. Er und seine Familie wurden am 19. Juli 1942 über die Schule Schanzenstraße nach Theresienstadt deportiert. Dublon wohnte in der Schanzenstraße und war Viehhändler auf dem Schlachthof.

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21. März 2022
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Moritz Wolff, Eimsbütteler Straße 8

Gestern wurde ein Stolperstein für Moritz Wolff vor dem Haus in der Eimsbütteler Straße 8 verlegt. Diese Steine erinnern an die Opfer aus NS-Zeit, die Sie auch in den umliegenden Straßenzügen bei Ihnen vielfach auf dem Gehweg finden. In der Eimsbütteler Straße 24 finden Sie zwei dieser kleinen Messingsteine, die an Elsa und Max Bromberger erinnern. Vor der 53 finden sie einen für Louis Rothstein.

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17. März 2022
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Warum verbietet ein Immobilien-Unternehmen eine Erinnerung an ein NS-Opfer, dass einst sein Mieter war?

In einem Schreiben habe ich mich an die gewerblichen Mieter:innen in der Schanzenstraße 75/77 („Montblanc-Haus“) gewandt und um deren Unterstützung gebeten, da der Eigentümer eine kleine Versammlung im Juni 2022 im Durchgang Schanzenstraße/Bartelsstraße auf Höhe des Kino 3001 abgelehnt hat.

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