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Holger Artus

23. Januar 2020
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Die Bauchlandung einer Sanierungsstrategie

Mit der Ankündigung der DuMont Mediengruppe, die Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung in Halle an die Bauer Media Group zu verkaufen, kann man den Prozess der Portfoliobereinigung von DuMont kommentieren. Ende Dezember 2019 hatte DuMont erklärt, am Kölner Stadt Anzeiger und Express festzuhalten. Bezogen auf Halle gibt es noch den Kartellvorbehalt und die abschließende Überweisung des Kaufpreises. Wofür DuMont vermutlich einen Kredit aufnehmen müsste oder seine Kreditlinie belasten würde, für die Bauer Media Group ist das ein Kleinstbetrag – in einem ordentlich geführten Medienunternehmen.

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15. Januar 2020
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Betroffenheit nicht mit mir alleine ausmachen

Heute Morgen haben der Spiegel und der NDR/ZAPP einen Bericht über die Geschichte der Bauer Media Group in der Nazi- Zeit veröffentlicht. Bisher hatte das Unternehmen selber auf ihrer aktuellen Web-Seite darüber keinen Vermerk stehen. Alfred Bauer war in der NSDAP und hat sich nach den vorliegenden Berichten und Dokumenten an der „Arisierung“ jüdischen Eigentums beteiligt und offenbar auch persönliche Vorteile verschafft. Bauer will einen Historiker mit der Unternehmensgeschichte beschäftigten. Sie geben an, dass sie selber keine Unterlagen im Unternehmen haben. Ich finde die Geschichte der „Arisierung“ der aufgeführten Häuser in der Hoheluftchaussee 91/93 so beklemmend, dass ich sie aufgeschrieben und den Mieter/innen in die Briefkästen gesteckt habe. Hierzu bedarf es keines Historiker, hier bedarf es einer Haltung. Hier die Info:

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30. Dezember 2019
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“Betreff: Ergebnisse des SZ-Streik 1999”

Beim ordnen der Unterlagen über den Streik in der Sächsisichen Zeitung 1999, um sie dann ins Archiv für soziale Demokratie zu senden, bin ich wieder über spannende Dokumente aus diesem Streik gestolpert. Natürlich achtet man dabei auch auf seine eigenen Papiere ;-). Bei klarem Blick für meinen Platz im Streik, war meine Rolle vor allem in der Organisierung der Öffentlichkeit nach außen und innen.

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18. Dezember 2019
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DuMont droht mit Einstellung der MOPO – völlig daneben

Eine Presse-Erklärumg, die ich teile, auch wenn dieser nicht aus meiner Feder ist. In der konkreten Situation der MOPO muss man die Dinge, hier die Lage, beim Namen nennen. Der Besuch am 19. Dezember 2019 in der MOPO-Redaktion war diesbezüglich sehr erhellend. Ein heutiges Betriebsrats-Info hatte das Thema dieser Presse-Info eigenständig aufgegriffen. „Philip M. Froben, Mit-Geschäftsführer der Hamburger Morgenpost und DuMont Rheinlands, hat heute auf einer Mitarbeiterversammlung auf Nachfragen erklärt, dass eine Schließung der „Hamburger Morgenpost“ vorstellbar ist.

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10. Dezember 2019
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Hans-Joachim, nicht nur ein Klassenlehrer

Für einige Rentenpunkte habe ich meine Schulzeit ab dem 17. Lebensjahr nachweisen müssen. Das entsprechende Formular habe ich mir heute in der Schule Surenland abgeholt. Damals hieß sie noch Neusurenland und ich war nur für die abschließende 10. Klasse in der damaligen Realschule. Aber es war für mich der grundlegendste Lebensabschnitt, was vor allem mit – eigentlich nur – unserem Klassenlehrer, Hans-Joachim H. zusammen hing. Jochen ist heute über 80. Ich hatte ihn kürzlich wieder zu Hause besucht und wir haben lange geklönt.

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2. Dezember 2019
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Was für ein Wirrsinn von der LINKEN zur Bezirksamtsleitung in Eimsbüttel

Die Linke Eimsbüttel hat sich nach der Erklärung zur neuen Koalition von Grünen und CDU im Herbst 2019 jetzt mit dem Ergebnis der in der ersten Runde gescheiterten Abwahl des sozialdemokratischen Bezirksamtsleiters Kay Gätkens im November 2019 auseinandergesetzt. “Eine endlose Hängepartie um den Posten in der Verwaltung wäre nicht hilfreich”, so die eher unklare Positionierung. Für die Linke Eimsbüttel, deren Fraktion in Teilen Gätkens als Bezirksamtsleiter 2016 mitgewählt hat, sei “der Versuch nachvollziehbar, den Bezirksamtsleiter abzuwählen.”

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30. November 2019
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Braune Spuren im Kontorhausviertel

Das Kontorhausviertel in der Hamburger Altstadt ist durch das Chilehaus mit berühmt geworden. Immer wieder stehen Touristen/innen davor und machen ein Foto von der zugespitzten Frontseite. Die gewaltigen Gewerbebauten, sei es der Meßberghof, der Springenhof oder andere Häuser in dem Viertel, im Stil des Backsteinexpressionismus, hinterlassen einen imposanten Eindruck, was in den 1920er Jahren alles an Gewerbebauten hier entstanden ist und die das alte Wohngebiet vertrieben haben.

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22. November 2019
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Über die “Arisierung” der Chemischen Fabrik Kleemann 1938

Von 1975 bis 1977 arbeitete ich in der Chemischen Fabrik Kleemann, Hamburg-Billbrook, in der Berzeliusstraße 41. Es war körperlich anstrengende Arbeit, aber es hat mir als junger Mensch sehr gefallen. Die Arbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen war sehr befriedigend und brachte Spaß. Ob der Inhaber, die Kolleginnen am Packtisch oder die Kollegen an der Maschine, alle arbeiteten Hand in Hand. Es war ein Familienbetrieb, so lebte es auch der Inhaber. Ich schätze ihn, auch wenn er 2016 verstorben ist.

Das Unternehmen gibt es heute nicht mehr, auf dem Gelände ist jetzt eine Lagerhalle.

Berzeliusstraße 41
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20. November 2019
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Arisierung in der Weidenallee

Es war ein Zufall, dass ich mich mit dem Thema „Arisierung“ in Nazi-Deutschland beschäftigt habe. Ich wusste wenig darüber. Also schaute ich mich um, wie es darum in unserem Viertel stand. Es sind traurige Recherchen, aber sie zu aufzuschreiben führt einem dies vor Augen. Den Text habe ich nur in der unmittelbaren Nachbarschaft der Weidenallee 38/40 verteilt. Weitere werden folgen und auch sie richten sich an die betroffenen Mieter/innen in den Wohnungen bzw. wo das Unternehmen war, dass arisiert wurde.

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15. November 2019
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Arbeitnehmerformierung und heutige Medientransformation

Anlässlich des 20. Jahrestags des Streiks in der Sächsischen Zeitung 2019 habe ich an einer Broschüre mitgewirkt, die den Streik noch einmal nachzeichnet, den heutigen Stand für die Arbeitnehmer/innen und Fragen der Lehren aufgreift. Ein Versuch von mir, eine Debatte um die Virtualisierung der Arbeitsbeziehungen und die Industrialisierung redaktioneller Publikationsprozesse im Vorfeld einer Veranstaltung am 22. November 2019 anzuschieben scheiterte.

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8. November 2019
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Plötzlich erfahre ich etwas über Arnold Zeckendorf

Seit einigen Tagen geht es um die Bewerbung um eine Kundgebung am 9. November 2019 im Kleinen Schäferkamp 48 und der Absicht, in unserem unmittelbaren Wohnumfeld der Opfer der Nazis erinnern, soweit es für sie Stolpersteine gibt. Dabei erreichte mich eine Mail einer Angehörigen eines jüdischen Opfers. Da mir das Herz überging, musste ich die Geschichte aufschreiben und in der Nachbarschaft verteilen.

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4. November 2019
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Der Stolperstein vor dem Haus erinnert die Nazi-Opfer – Der 9. November 1938 fordert Haltung

In Deutschland ist die rechte Gefahr wieder im Alltag angekommen: In Halle versuchte am 9. Oktober 2019 ein Nazi, die dortige Synagoge zu stürmen und beabsichtigte offenbar, ein Massaker anzurichten. Sein Ziel konnte er nicht umsetzen, dafür erschoss er zwei Menschen in der Nähe der Synagoge. Laut Medien sprach er vom Hass auf Juden.

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5. Oktober 2019
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Notizen zur DuMont-Periode 2016-2018

Nach meinem Ausscheiden aus der MOPO habe ich mir noch einmal die Betriebsratsinformationen in verschiedenen Jahren der MOPO unter DuMont angesehen. Aktuell befindet sich das Unternehmen in einer schwierigen Lage. Seit 2009 ist DuMont Eigentümer der Hamburger Morgenpost. 2014 kam es (wieder) zu einem Strategiewechsel, der Sanierung der Gruppe und deren Entschuldung. Aber sie mündete m.E. in der Entscheidung von Ende 2018, den Verkauf der Zeitungssparte zum Verkauf anzubieten. Ich habe die Periode 2014-2018 aus meiner Sicht noch einmal aufgeschrieben.

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1. Oktober 2019
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Jetzt ist Schluss mit der MOPO

Heute endet mein Arbeitsverhältnis mit der MOPO. Am 17. September 1985 begannt es, jetzt löst sich nach 34 Jahren auf. Begonnen habe ich in der Buchhaltung, meim Ausbildungsberuf ist der eines Kaufmann. „Gebucht“ habe ich in den Kreditoren, Debitoren oder im Hauptbuch. Mein damaliger Kollege arbeitet noch heute in der Buchhaltung unserer Zeitung und ich freue mich sehr, ihn bei meinen Besuchen in der MOPO zu sehen.

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27. September 2019
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Zerstörter Stolperstein vor der Gärtnerstraße 117 wird erneuert

Die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Eimsbüttel hat schnell reagiert. Zur jüngsten Sitzung der Bezirksversammlung am 26. September 2019 hat sie einen Antrag eingebracht, der die Zerstörung des Stolpersteins vor der Gärtnerstraße 117 verurteilt und die Kosten für seine Erneuerung übernimmt. Ein richtige Haltung, ein sehr guter Antrag.

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22. September 2019
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Nicht tolerieren, wenn Nazis schmieren

 Beim Spazierengehen durch das Viertel habe ich in Ihrer/Eurer Straße, der Lindenallee, vor dem Haus Nr. 24 b gesehen, dass die beiden davor eingelassenen Stolpersteine beschmiert worden sind. Sie waren erst vor kurzem in den Gehweg gesetzt worden. Ich finde, man sollte das nicht tolerieren und möchte die beiden Steine reinigen. Wenn Sie dabei sein wollen, würde ich mich darüber freuen. Vielleicht kommen wir ja auch ins Gespräch.

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22. September 2019
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Wohnungsleerstand nicht hinnehmen

seit einiger Zeit stehen mehrere Wohnungen in der Agathenstraße 7 leer. Da hier der erste bekannte Wohnungsleerstand seit November 2017 bestehen soll, können wir vermuten, dass es hier möglicherweise um Wohnungsspekulation gehen kann: Das Haus soll vielleicht verkauft werden, und solange das Geschäft nicht abgewickelt ist, erfolgt keine Neuvermietung, um den neuen Eigentümer für seine Planungen alles offen zu halten.

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21. August 2019
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LINKE in der Bezirksversammlung Eimsbüttel eher politikunfähig

Jetzt hat sich die Fraktionsspitze der Linken in der Bezirksversammlung Eimsbüttel und die Sprecher der Linken Eimsbüttel gemeinsam zur Ankündigung der Sondierungsgruppe der Grünen in Eimsbüttel geäußert, mit der CDU Koalitionsgespräche aufzunehmen. Es ist eine hilflose Erklärung, sie verfolgt keine Strategie, Kräfte zu sammeln und formieren. In Teilen werden Botschaften kommuniziert, die einen sehr billigen Ansatz verfolgen.

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