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Holger Artus

9. Juli 2020
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Und noch was zur Kundgebung am 15. Juli 2020 …

Es ist zwar mehr Übung als Teil der kommenden Kundgebung vor dem Bahnhof Sternschanze zur Erinnerung an die Massendeportationen im Juli 1942 über die Schule, aber es gehört dazu, die Information der Medien. Letztes Jahr hatte der NDR 90,3 die Kundgebung aufgegriffen, um das Umfeld der Erinnerungstafel aufzuspießen. Diesmal gibt es so etwas nicht. Die Bewerbung ist diesmal zurückhaltend. Heute und Morgen verteilen wir noch den Aufruf im Stadtteil.

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8. Juli 2020
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Noch eine Nachbarschafts-Info zu Ida Silberberg, Vereinsstraße 54

Vor der Vereinsstraße 54 wurde kürzlich ein Stolperstein für Ida Silberberg verlegt. Heute habe ich zu ihr einen Nachbarschaftsinfo an die Mieter/innen verteilt. Es geht mir natürlich auch um die Bewerbung der Kundgebung, aber wenn man vor den Dokumenten sitzt und weiter recherchiert, belastet einen das Thema, dass diese Leben zerstört wurde. Keine Geschichte ist gleich, die Tragik schmerzt bei jeder gleichermaßen. Ich habe Zweifel bei einzelnen Angaben, so dass ich gezögert hatte, nicht was die Person betrifft. Am Ende wäre ich enttäuscht, ihre aufgeschriebene Geschichte nicht verteilt zu haben.

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5. Juli 2020
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Gewerkschaftsausschlüsse in der MOPO – Unternehmen, Gewerkschaftsführung und SPD in einem Boot

Das gerade in der Druckerei der Hamburger Morgenpost Mitte der 1970er Jahre linke Betriebsräte und Vertrauensleute aus der Gewerkschaft ausgeschlossen oder verdrängt wurden, ist ein sehr bitteres und nicht zu vergessenes Kapitel der MOPO-Geschichte. Im Zusammenspiel von Unternehmensleitung und Chefredaktion der MOPO mit dem Senat sowie von SPD und Gewerkschaftsführung wurden aktive und engagierte Gewerkschafter aus der Redaktion vertrieben. In der IG Druck und Papier, einer Vorgängergewerkschaft der heutigen ver.di, wurden Gewerkschaftsmitglieder wegen ihrer Haltung politisch diffamiert – bis zum Gewerkschaftsausschluss.

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2. Juli 2020
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Wer war Clara Nachum?

Im vergangenen Jahr hatte ich eine Nachbarschaftshilfe-Info verteilt, um für unsere Kundgebung am 15. Juli 2019 zu werben. Anlass für die Info war ein Stolperstein für Clara Nachum, der am 19. April 2019 verlegt wurde. Ihr Name wurde ich mir erst bewusst, als meine Tochter mir einen Stolperstein für Clara Nachum schenkte. Meine Versuche, mit Mieterinnen in Kontakt zu kommen, wurden abgeblockt.

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28. Juni 2020
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Über Regina Behr, Agathenstraße 3

Auch, um anders für eine Kundgebung am 15. Juli 2020 für eine Erinnerungskundgebung am Bahnhof Sternschanze zu werben, habe ich in der Nachbarschaft mehrere Infos verteilt, die sich mit ihrem Haus oder ihrer Straße beschäftigen. Dazu gehört auch die eigene Wohnstraße. Ich mache mir keine Illusionen, wie viele kommen, aber es bleibt ja dennoch die Frage nach dem, was bleibt, also man sich erinnert.

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23. Juni 2020
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Über jüdische Mieter in der Hoheluftchaussee 91 und 93

Mitte Januar 2020 hatte ich Sie über die Geschichte Ihres Mietshauses in der NS-Zeit informiert.  Im Januar 2020 hatte u.a. der SPIEGEL über die Häuser im Eppendorfer Weg 225/ Hoheluftchaussee 93 und Hoheluftchaussee 93 geschrieben. Die jüdischen Eigentümer mussten damals an den „Arier“, den Eigentümer des Heinrich Bauer Verlages, heute Bauer Media Group (TV Movie, InTouch u.a.) verkaufen.

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15. Juni 2020
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Noch fehlt in der Burchardstraße 12 ein Stolperstein

Für eine geplante Aktivität am 15. Juli 2020 vor dem Bahnhof Sternschanze/Ganztagsgrundschule Sternschanze war ich alle Deportationsliste 1941 – 1945 in Hamburg durchgegangen. Gerne will ich alle Namen der Deportierten aus unserem Wohngebiet, dem „Weidenviertel“, an diesem Tag auflisten. Hierbei fand ich die Namen von Marta und Ewald Markowitz in der Burchardstraße 12.

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9. Juni 2020
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Über die Entstehung von mopo.de und der Rolle einer Interessenvertretung im Prozess der digitalen Transformation

Schon länger lag diese Info als Datei vor (2015), aber immer gedacht für eine Zusammenfassung in einem Betriebsrats-Info: Eine Darstellung der Geschichte des Internet-Auftritts der MOPO aus Sicht der Interessenvertretung. Meine heutige soziale Identität mit der Interessenlage der Beschäftigten ist bei mir natürlich gegeben, aber mit der Beschäftigung ist es vorbei ;-). Wenn ich heute das Geschehen der MOPO verfolge, so in einer anderen Rolle. Auf keinen Fall als Interessenvertreter. Ich bemühe mich um eine gute Draufsicht auf das heutige Geschehen, aber muss mit Respekt vor den jetzt Verantwortlichen stattfinden und eine Einmischung von außen ist nicht angesagt.

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4. Juni 2020
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NS-Zwangsarbeit nicht zu den Akten legen

Sehr angefasst hatte mich das Zwangsarbeitslager in der Sternwoll-Spinnerei in der Griegstraße, dem ehemalige Standort der MOPO. Ich hatte hier Jahrzehnte gearbeitet und musste beschämend 2009 davon erfahren. Seit 2013 erinnert eine Wandskulptur und ein Info -Tafel an das Lager und die Menschen, die hier eingesperrt waren. Im Staatsarchiv habe ich jetzt drei Massenlager für Zwangsarbeiter im Hamburger Kontorhausviertel gefunden. Ein Lager war bekannt (Schützenpforte 11), das andere beschrieben (Burchardstraße 11), aber nicht in dem Ausmaß bekannt, das dritte war m.W. bisher nicht bekannt (Marschländerstraße).

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3. Juni 2020
nach Holger Artus
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Ein kleiner Blog zur Erinnerung an Paul Dessauer

Die letzten Tage habe ich einen kleinen Blog produziert, der sich mit Paul Dessauer beschäftigt. Über seine Geschichte war ich im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Spiegel und ZAPP Mitte Januar 2020 gefallen. Die Bauer Media Group hatte eine braune Vergangenheit in der NS-Zeit, über die sie bisher nicht informiert hatte.

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