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Holger Artus

12. Juni 2026
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Nachbarschaftliche Begegnungen, keine großen Reden

Ein besonderes Erlebnis des Besuchs der Familie Oettinger aus Israel und den USA eine Woche in Hamburg sollten die nachbarschaftlichen Begegnungen an den Orten sein, an denen ihre Familien vor der Flucht vor dem NS-Terror in Hamburg lebten oder arbeiteten. Es waren sehr berührende Treffen in der Andreasstraße, der Hochallee, dem Harald-Stender-Platz und der Budapester Straße. Nie hätte ich mit dieser Herzlichkeit gerechnet.

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5. Juni 2026
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Kurt Goldschmidt im Alter von 103 Jahren gestorben

Am 28. Mai 2026 ist Kurt Goldschmidt in New York gestorben. Am 30. März 2026 hatte er seinen 103. Geburtstag gefeiert. Seit 1949 lebte er dort. Der 2. Mai 2026 wurde aus Anlass seines Geburtstags vom Westchester County Board of Legislators zum „Kurt Goldschmidt Day“ erklärt. Westchester County ist ein Bezirk des Bundesstaates New York und grenzt südlich an New York City.

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28. Mai 2026
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Betr: Andreasstraße 27 – Hans, Anita und Martin Oettinger

Aus aktuellem Anlass habe ich in der Andreasstraße 27 eine Nachbarschafts-Info zu Anita, Hans und Martin Oettinger verteilt. Hans Oettinger kam im KZ Bergen-Belsen 1945 ums Leben. Anita und Martin erlebte im April 1945 ihre Befreiung. Die Absicht war, mit den Bewohner:innen in Kontakt zu kommen, die Familie hier ihre erste gemeinsame Wohnung hatte. Die Angehörigen sind demnächst in Hamburg zu Besuch und die Nachbarn sollten in Szene gesetzt werden, wer da dann vor dem Haus steht. Die sehr herzlichen Reaktionen und Telefonate haben mich sehr überrascht. Wir werden nicht nur davor stehen. 

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26. Mai 2026
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50 Jahre in ver.di (hbv, IG Druck und Papier, IG Medien)

Jetzt habe ich auch eine Anstecknadel von ver.di mit der „50“ bekommen. Sie kommt zu der „40“ in den Schreibtisch. Mir ist das nicht wichtig, aber für mein Leben spielt es natürlich eine große Rolle, gewerkschaftlich organisiert zu sein und Teil der Kämpfe von Gegenwehr und Gegenmacht gewesen zu sein.

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15. Mai 2026
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Gespräche vor der Sentastraße 48 über Justus Friedrichs und einen Stolperstein

Auch wenn ich den 14. Mai 2026 als Feiertag nicht auf dem Zettel hatte, war ich gestern vor der Sentastraße 48 bei einem Gespräch über einen Stolperstein für Justus Friedrichs nicht alleine. In der Vorwoche hatte ich 200 Exemplare eines Flugblatts in die Briefkästen der Sentastraße verteilt und der Nachbarschaft das Angebot gemacht, am 14. Mai 2026 mit mir zu sprechen, falls es Bedenken geben sollte.

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8. Mai 2026
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Über den Hamburger Wehrmachts-Deserteur, Justus Friedrichs, aus der Sentastraße 48

Justus Friedrichs war Wehrmachts-Deserteur und wurde am 23. September 1944 wegen „Fahnenflucht“ am Monte del Grappa – in der Nähe von Padua/Italien – erschossen. Heute habe ich 200 Exemplare in der Barmbeker Sentastraße, zwischen Osterbekstraße und Brucknerstraße, in die dortigen Briefkästen gesteckt.

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19. April 2026
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Sprachheilschule Altonaer Straße – Wie NS-Täter jahrzehntelang ihre Geschichte erzählen konnten

Bei der Planung der Erinnerungskundgebung zu den Deportationen vom Juli 1942 über die Schule Schanzenstraße am 15. Juli 2026 stieß ich auf einen ehemaligen Schüler, Claus Borchardt, der dort zur Schule ging. Er wurde am 19. Juli 1942 über denselben Ort gemeinsam mit seinen Eltern nach Theresienstadt/Terezín deportiert.

7. März 2026
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Deportation von Sinti und Roma aus der Hamburger Hochstraße 28 am 11. März 1943 ins KZ Auschwitz

Am 11. März 1943 wurden 357 Menschen aus Hamburg in das KZ Auschwitz deportiert. Unter ihnen befand sich auch die Familie von Frieda K. und Franz M.* aus der Hamburger Hochstraße 28. Sie und ihre drei Kinder Heinrich (geb. 1940), Käthe (1941) und Irmgard (1942) wurden an diesem Tag verschleppt. Die Familie gehörte zur Minderheit der Roma.

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26. Januar 2026
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MOPO wurde 2006 an VSS/Mecom verkauft

Vor 20 Jahren, im Januar 2006, kaufte der Finanzinvestor VSS die Hamburger Morgenpost. Es war der fünfte Unternehmensverkauf seit ihrer Gründung 1949. Die MOPO-Eigentümer Hans Barlach und Josef Depenbrock erhielten 24,5 Mio. Euro. Ich hatte mir vorgenommen, aus Anlass des 20. Jahrestags dazu einen Text auf meinem Blog zu veröffentlichen.

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26. Januar 2026
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Stichworte zur Rede auf der Betriebsversammlung am 30. Janaur 2006

Nach der Ankündigung vom 27. Januar 2006, dass der amerikanische Finanzinvestor VSS mehrheitlich die MOPO kaufte, fand am 31. Januar 2006 eine (planmäßige) Betriebsversammlung statt. Wir waren nicht unvorbereitet und verfügten über einen Fahrplan. Hans Barlach, der 90 prozentige Gesellschafter der MOPO war damals der eigentliche Gewinner, er erzielte einen Verkaufserlös von über 20 Mio. €. VSS und der andere Erwerber, Mecom, stiegen schnell wieder aus. 2009 kaufte die DuMont Mediengruppe die MOPO. Hier mein damaliges Redeskript zur Betriebsversammlung am 31. Januar 2006:

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15. Dezember 2025
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Rückblick 2025

Seit einigen Jahren blicke ich auf meine Aktivitäten im ablaufenden Kalenderjahr zurück. Es geht mir darum, gewissermaßen Rechenschaft abzulegen. Am Ende mache ich das natürlich für mich selber. Aber es entspricht meiner bisherigen Praxis und Haltung in meiner beruflichen Arbeit.

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2. Dezember 2025
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Rosalie Hansen, Clara und Gerda Philip, Felix von Halle aus dem Schulterblatt 84 – deportiert am 6. Dezember 1941

Die Informationen zu Gerda Stern, Berthold Kohn, Esther und Mathel Rosenbaum, Rosalie Hansen, Bianka und Lucie Leser sowie Alice, Erna und Else Gottschalk habe ich im Zusammenhang mit einer Kundgebung zur Erinnerung an die Deportation am 6. Dezember 1941 von Hamburg nach Riga zusammengestellt.

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2. Dezember 2025
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Berthold Kohn, der Tischler im Jüdischen Gemeinschaftshauses – deportiert am 6. Dezember 1941

Die Informationen zu Gerda Stern, Berthold Kohn, Esther und Mathel Rosenbaum, Rosalie Hansen, Bianka und Lucie Leser sowie Alice, Erna und Else Gottschalk habe ich im Zusammenhang mit einer Kundgebung zur Erinnerung an die Deportation am 6. Dezember 1941 von Hamburg nach Riga zusammengestellt.

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2. Dezember 2025
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Altonaer Straße 69/Else, Alice und Erna Gottschalk – deportiert am 6. Dezember 1941

Die Informationen zu Gerda Stern, Berthold Kohn, Esther und Mathel Rosenbaum, Rosalie Hansen, Bianka und Lucie Leser sowie Alice, Erna und Else Gottschalk habe ich im Zusammenhang mit einer Kundgebung zur Erinnerung an die Deportation am 6. Dezember 1941 von Hamburg nach Riga zusammengestellt.

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