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Holger Artus

28. Oktober 2020
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DuMont stand 2011 vor dem Bankrott

Die Aufsichtsratsvorsitzende der DuMont Mediengruppe, Isabella Neven DuMont, erklärte in einem Interview mit kress.de (27.10.2020), dass DuMont 2011 Jahren vor dem Bankrott stand und keine Zukunftsperspektive mehr hatte: „Wir standen kurz vor dem Bankrott und hatten keine Zukunftsperspektive.“ Vorher sagte sie im Interview: „Als ich vor fast zehn Jahren in die DuMont-Führung eingestiegen bin, war die Ausgangslage alarmierend: Von außen betrachtet war das Image zwar gut, das Unternehmen aber substanziell krank und geschwächt.“

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27. Oktober 2020
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Zum Stolperstein von Alfred Ehrmann

Zur Bekanntmachung der Kundgebung am 9. November 2020 vor der Weidenallee 10b in Erinnerung an die November-Pogrome 1938 verteilen wir wieder gezielt um die Adressen von Stolpersteinen unsere Infos. Hier geht es um Alfred Erdmann, dessen Biographie in Stichworten noch nicht aufgeschrieben war. Wie immer, wenn ich in die Briefkästen stecke, muss ich klingeln und erfahre dabei seht sympathische Reaktionen von Mieter/innen. Auch heute morgen. Hier das Info

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26. Oktober 2020
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Über die jüdische Werkschule in der Weidenallee 10b

Im September 2018 verteilte ich im Weidenviertel in den Häusern um die Weidenallee jeweils eine Info, um sie zur Reinigung der Stolpersteine aufzurufen, zusammen mit mir. Auf der Rückseite habe ich kurze Biographien zu den Personen erzählt, an den die Stolpersteine erinnern. Die Resonanz der Nachbarschaft hatte mich überrascht.

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22. Oktober 2020
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Eine beginnende Sammlung

In der Planung zur Kundgebung am 9. November 2020 im Weidenviertel ging es ursprünglich nur um einen Stadtteilrundgang. Das war ein Ergebnis der letzten Kundgebung am 9. November 2019 in einer Besprechung im Januar 2020. Bei der weiteren Debatte kam die Idee eine Kundgebung am 9. November 2020 vor der Weidenallee 10b, da hier eine jüdische Werkschule war, so eine Runde im Mai 2020.

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20. Oktober 2020
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November-Pogrome von 1938 nicht vergessen – Aufruf zur Kundgebung

Am 9./10. November 1938 zerstörten SS-Truppen in Hamburg hunderte jüdische Geschäfte und Einrichtungen. Die Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die später in den Holocaust mündete. Am Abend des 9. November 1938 sprach Josef Göbbels von einer “Jüdischen Weltverschwörung“ und  lobte die angeblich „spontanen“ judenfeindlichen Aktionen im ganzen Reich. 

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12. Oktober 2020
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Stolpersteine für die Familie Wagner vor der Schäferkampsallee 11

Am 3. Februar 2020 schrieb ich eine Nachbarschafts-Info über die Familie Wagner, die bis 1939 in der Schäferkampsallee 11 lebten, bevor sie in die Niederlanden flohen. Die Absicht war, zu informieren und im Vorfeld der angedachten Aktivitäten zum 8. Mai 2020 auch Nachbarn zu gewinnen, sich praktisch zu verhalten. Dabei ergab sich, dass Nachbarn sich bei den Hamburger Stolpersteinen melden und die Finanzierung übernahmen. Jetzt, acht Monate nach der Verteilung wird der Stolperstein am 16. Oktober 2020 vor der Schäferkampsallee 11 für die Familie Wagner verlegt.

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12. Oktober 2020
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Stolpersteine für Familie Frenkel in Bartelsstraße 7-11

Im Juni 2020 hatte ich Sie zusammen mit Marc Meyer über Charlotte, Etti, Vera und Pinkus Frenkel informiert. Die Absicht war, Menschen für die Finanzierung zu gewinnen. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass es Nachbarn gab, die als Pate/in dies übernommen hatte. Was blieb, war eine Info über die Familie Wagner an die Mieter/innen in der Bartelsstraße.

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8. Oktober 2020
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„Artus …“ brüllte Frau Knobbe und knallte ihre Hand mit voller Wucht auf mein Ohr

„Artussss …!“ brüllte sie und knallte mir eine, wenn ich mich im Unterricht nach Auffassung meiner Klassenlehrerin nicht brav verhielt. Es flog auch wiederholt der Schlüsselbund. Beliebt war natürlich das an den Ohren ziehen oder an den Haaren an der Schläfen bei uns Jungs. Das tat besonders weh. Üblich war das Holzlineal auf die Finger.

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4. Oktober 2020
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Vor der Weidenallee 10 b an Reichs-Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnern

Es ist alles ein Zufall, dass ich über einen Post auf meinen Blog Kenneth Hale und seinen Sohn Kevin kennenlernte. Er schrieb zu einem Blog-Beitrag über Jacob Blanari am 14. Juni 2020, dass er sich gut an ihn erinnere. Er war 1938/1939 in der jüdischen Werkschule in der Weidenallee 10 b Tischlerlehrling. Der Kontakt nahm seinen Lauf und es kam zu einer Veröffentlichung in der MOPO am 12. September 2020.

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23. September 2020
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Nazis auch nach 1945 in der Schule Schanzenstraße in Verantwortung

Die Frage einer ehemaligen Schülerin der Volksschule Schanzenstraße vor ein paar Wochen lässt mich nicht in Ruhe. Warum, so ihr Frage, haben sie als Schüler/innen, die 1946 eingeschult wurden, von all dem, ob die Deportation der jüdischen Menschen im Juli 1942 oder der Zwangsarbeitslager bis 1945 nichts erfahren?

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15. September 2020
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71 Jahre MOPO

Am 16. September 1949 erschien die erste Ausgabe der MOPO. Aus 6.000 an diesem Tag wurden bis Ende 1949 23.000 täglich verkaufte Exemplare. 1967 wurden pro Quartal 367.0000 im Durchschnitt verkauft. Es dürfte in diesem Zeitraum Tage mit über 400.000 verkauften Exemplaren gegeben haben. Seit dem, ohne dieses Jahr als „Wende-Jahr“ bezeichnen zu wollen, ging es danach nur noch abwärts mit der MOPO-Auflage. Aktuell, per 30.06.2020 hatte die Print-MOPO 37.029 verkaufte Exemplare, davon 24.528 im Einzelverkauf. Diese Zahlen fielen in den Corona Lock-Down und sind aber wenig aussagekräftig.

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5. September 2020
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700 italienische Namen

Mit der Einsichtnahme in die Hausmeldekartei für die Schützenpforte 11 war der Nachweis gegeben, dass hier ein Zwangsarbeitslager für italienische Militärinternierte von 1943 bis 1945 existierte. Die Angaben auf der Hauskartei brachte weitere Informationen zum Lager, dass es bewacht war, was aus den italienische Solldaten wurden, aber auch bisher unbekannte Zwangsarbeitslager in Hamburg.

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30. August 2020
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NS-Zwangsarbeitslager in der Marschländer Straße 11

Am 8. September 2020 findet im Hamburger Kontorhausviertel eine Kundgebung zur Erinnerung an die italienischen Militärinternierten und deren Opfer vor der Burchardstraße 11 statt. In Vorbereitung habe ich mir überlegt, wie neben der allgemeinen Werbung auch vor Ort in der Altstadt darauf hinweise. Aus Erfahrung weiß ich, dass man mit einem Flugblatt eher wenig Leute erreicht, aber informiert.

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9. August 2020
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Über Erminio Fusa, Emilio Bova und Antonio Bova – drei italienische Opfer aus dem Zwangsarbeitslager im Heinrich-Bauer-Haus

Damit hatte ich nicht gerechnet, dass mich das Thema der italienischen Militärinternierten so festhält. Aus einer kleinen, geplanten und überschaubaren Aktivität, auf einen konkreten Punkt bezogen, ist ein inhaltliches Thema geworden. Noch habe ich nichts von der Familie Fusa aus Trobbelvicono gehört, aber da ich weitere Opfer aus dem Zwangsarbeiterlager, habe ich das aufgeschrieben, was ich bisher gefunden habe. Natürlich geht es auch um die Bewerbung der Kundgebung am 8. September 2020 um 17 Uhr vor der Burchardstraße 13 im Hamburger Kontorhaudviertel.

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9. Juli 2020
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Und noch was zur Kundgebung am 15. Juli 2020 …

Es ist zwar mehr Übung als Teil der kommenden Kundgebung vor dem Bahnhof Sternschanze zur Erinnerung an die Massendeportationen im Juli 1942 über die Schule, aber es gehört dazu, die Information der Medien. Letztes Jahr hatte der NDR 90,3 die Kundgebung aufgegriffen, um das Umfeld der Erinnerungstafel aufzuspießen. Diesmal gibt es so etwas nicht. Die Bewerbung ist diesmal zurückhaltend. Heute und Morgen verteilen wir noch den Aufruf im Stadtteil.

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8. Juli 2020
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Noch eine Nachbarschafts-Info zu Ida Silberberg, Vereinsstraße 54

Vor der Vereinsstraße 54 wurde kürzlich ein Stolperstein für Ida Silberberg verlegt. Heute habe ich zu ihr einen Nachbarschaftsinfo an die Mieter/innen verteilt. Es geht mir natürlich auch um die Bewerbung der Kundgebung, aber wenn man vor den Dokumenten sitzt und weiter recherchiert, belastet einen das Thema, dass diese Leben zerstört wurde. Keine Geschichte ist gleich, die Tragik schmerzt bei jeder gleichermaßen. Ich habe Zweifel bei einzelnen Angaben, so dass ich gezögert hatte, nicht was die Person betrifft. Am Ende wäre ich enttäuscht, ihre aufgeschriebene Geschichte nicht verteilt zu haben.

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5. Juli 2020
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Gewerkschaftsausschlüsse in der MOPO – Unternehmen, Gewerkschaftsführung und SPD in einem Boot

Das gerade in der Druckerei der Hamburger Morgenpost Mitte der 1970er Jahre linke Betriebsräte und Vertrauensleute aus der Gewerkschaft ausgeschlossen oder verdrängt wurden, ist ein sehr bitteres und nicht zu vergessenes Kapitel der MOPO-Geschichte. Im Zusammenspiel von Unternehmensleitung und Chefredaktion der MOPO mit dem Senat sowie von SPD und Gewerkschaftsführung wurden aktive und engagierte Gewerkschafter aus der Redaktion vertrieben. In der IG Druck und Papier, einer Vorgängergewerkschaft der heutigen ver.di, wurden Gewerkschaftsmitglieder wegen ihrer Haltung politisch diffamiert – bis zum Gewerkschaftsausschluss.

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