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Holger Artus

23. Februar 2021
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Der Platz der Emma Lange für die Nazis und die Schulbehörde

Der Brief der Emma Lange an die Schulbehörde vom 2. April 1942 ist für mich ein Brief der Schande. Sie lieferte für die Nazis die Argumente, damit sie die Schülerinnen der Israelitischen Töchterschule nicht in die Schule Schanzenstraße im Fall deren Schließung aufnehmen müssen. Darüber und die Argumente muss man wütend sein. Aus anderer Perspektive ergibt sich aber die Einordnung des Vorgehens und der Absicht der Nazis zur Schließung der Israelitischen Töchterschule.

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22. Februar 2021
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Über das Zusammenspiel der Hamburger Schulverwaltung und der Gestapo zur Schließung der Israelitischen Töchterschule 1942

Noch steht es nicht, das Projekt, es finden noch Abstimmungen statt. Es soll in diesem Jahr an das Schreiben vom 2. April 1942 erinnert werden, dass die Schulleiterin der Volksschule Schanzenstraße an die Schulbehörde geschickt hatte. Darin lehnt sie eine Aufnahme der Schülerinnen der Israelitischen Töchterschule ab. Ein übles antisemitisches Schreiben, meine ich. Wenn man sich aber in den Vorgang einliest, wird einem sichtbar, dass wir hier die Schulbehörde sich mit der Gestapo abstimmt, damit es bloß nicht dazu kommt. Es bleibt ein Dokument der Schande, wenn man das Schreiben liest, aber das Zusammenspiel Gestapo und der damaligen Hamburger Schulbehörde, macht den staatlichen Antisemitismus und in meine Augen auf Terrorismus deutlich.

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21. Februar 2021
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Welches Hafenunternehmen hat eigentliche keine Zwangsarbeiter eingesetzt?

Für die jüngste Ausgabe von Mittn Mang, der Mitgliederzeitschrift der Linken in Hamburg-Mitte, habe ich einen kleinen Text zur Stolperschwellen-Verlegung im Kontorhausviertel geschrieben, vor allem mit dem Blick, dass die Fraktionsvorsitzende, Ina Morgenroth, eine große Spende dafür geleistet hat. Ich stehe den bekanntlich sehr skeptisch gegenüber, aber immer, wenn ich Ina etwas frage, ist sie schneller im Antworten als ich am fragen, will sagen, sie überzeugt mich in den angefragten Dingen mit einem starken Verhalten.

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16. Februar 2021
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30 italienische Militärinternierte in der Sternwoll-Spinnerei

Von September 1944 bis Mai 1945 wurden 30 italienische Militärinternierte in der Sternwoll-Spinnerei eingesetzt. Dies ergibt sich aus jetzt gefundenen Schreiben von Titel & Krüger ans Hamburger Gauarbeitsamts. Dieses hatte Ende August 1944 alle Unternehmen angeschrieben, um ihm die bei ihnen Beschäftigten italienischen Militärinternierten zum 1. September 1944 mitzuteilen.

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14. Februar 2021
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Eröffnung der virtuellen Kundgebung am 13. Februar 2021

Die Geschichte mit der Verlegung der Stolperschwelle vor der Burchardstraße im Hamburger Kontorhausviertel ist im wesentlichen erledigt. Jetzt kann man noch gespannt auf die Ausarbeitung des Historikers zur Geschichte der Bauer Media Group in der NS-Zeit. Nach den jüngsten Erklärungen gibt es hier einen ernsthaften Schritt. Es gibt einen Auftrag, das in einem ersten Schritt die Quellen erfassen werden. Dann soll wohl in einem zweiten Schritt es zu einer Bewertung kommen. Seit Januar 2020 gab es die Erklärung der Bauer Media Group, dass man die Ergebnisse öffentlich machen will.

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7. Februar 2021
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Abtauchen der Schulbehörde zur NS-Geschichte der Schule Schanzenstraße beschämend

Presse-Info sind mehr eine Erinnerung als das sie dazu führen, dass Medien sich melden. Sicher gibt es die Zufallsmeldung, aber im Prinzip ist es wenig effizient und füllt den Mail-Eingang in den Redaktionen. Dennoch ist es Teil der Bewerbung, die Zielgruppe ist die Nachbarschaft im Schanzenviertel. Eine umfangreiche Ansprache über die klassischen Medien auf so einen kleinen Kosmus ist heute über sie aber auch nicht mehr möglich. Dafür ist ihre Reichweite zu klein. Verteilen und Reden erreicht mehr.

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6. Februar 2021
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Tramm & Hinners, Pumpen 6 aus dem Kontorhausviertel: Waffen für die SA und SS

Im Hamburger Kontorhausviertel hat der Waffenhändler Tramm & Hinners nach eigenen Angaben seit 90 Jahren sein Unternehmenssitz, im Chile-Haus, Pumpen 6. Es heute „… Sport- und Jagdwaffen … ein weites Sortiment führender Hersteller von Bekleidung, Wiederladeartikeln, Munition, Messern, als auch diversem Zubehör an”, kann man auf der Web-Seite erfahren.

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31. Januar 2021
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Aufruf zur virtuellen Kundgebung Schanzenviertel am 12. Februar 2021

Ursprünglich war für den Besuch der Nationalen Vereinigung der italienischen Militärinternierten in Hamburg in der Woche vom 9. bis 13. Februar 2021 ein umfangreiches Programm geplant. Gespräche mit der Stadt Hamburg und der Politik, Begegnungen in der Nachbarschaft zu den Zwangsarbeitslager für italienische Militärinternierte, Besuch der KZ Gedenkstätte Neuengamme und der Israelitischen Töchterschule, Stadtteilrundgänge und mehrere Kundgebungen. Corona-bedingt sind nutr die beiden – jetzt virtuellen – Kundgebungen im Kontorhausviertel anlässlich der Stolperschwellen-Verlegung und im Schanzenviertel, jeweils zu den dortigen Lagern. Auch beim Aufruf zur Kundgebung im Schanzenviertel war ich Ko-Autor, hier der Wortlaut:

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26. Januar 2021
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Zwangsarbeitslager und Zwangsarbeiter im Schanzenviertel

Im Zusammenhang mit der Kundgebung am 12. Februar 2021 zum Zwangsarbeitslager in der damaligen Schule Schanzenstraße habe ich noch einmal die bisher vorliegende anderen Lager und Unternehmen, die Zwangsarbeiter ausbeuteten, aufgeführt. Dazu habe ich noch weitere Unternehmen gefunden, die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter beschäftigten.

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23. Januar 2021
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Aufruf zur virtuellen Kundgebung am 13. Februar 2021 zur Stolperstellen-Verlegung

Zirnvirtuellen Kundgebung zur Stolperschwellen-Verlegung in Kontorhausviertel gibt es einen Aufruf, der den Zweck noch einmal erklärt werden. Ich bin Ko-Autor. Der Aufruf steht auf der Web-Seite zum Zwangsarbeitslager im Heinrich-Bauer-Haus und ich werde einige Exemplare im Viertel verteilen.

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21. Januar 2021
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Erste Nutznießer der italienischen Zwangsarbeiter aus der Schule Schanzenstraße gefunden

Neben dem Zwangsarbeitslager in der Schützenpforte11 im Kontorhausviertel bin ich am rekonstruieren des Lagers in der damaligen Schule Schanzenstraße 105. Weit bin ich noch nicht gekommen, aber erste Unternehmen habe ich jetzt gefunden. Würde ich das Arbeitskommando des Stalag X B für dieses Lager finden, wären alle Unternehmen zu identifizieren und man könnte sich weiteres überlegen bzw. klären.

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21. Januar 2021
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Die Rückkehr nach Italien im Juli 1945

„Der Rathausmarkt, bis vor drei Tagen Adolf-Hitler-Platz genannt, war voller befreiter Zwangsarbeiter mit ihren Nationalfahnen. Da standen große Gruppen von Hölländern, Jugoslawen, Franzosen, Polen, Norwegern und die anderen, die alle sofort nach Hause wollten,“ schrieb Hellmut Kalbitzer über diesen Tag auf dem Hamburger Rathausmarkt.

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21. Januar 2021
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Über das Zwangsarbeitslager in der Schule Schanzenstraße 105

Seit dem 15. Oktober 1943 müssen etwas 400 italienische Militärinternierte in der damalingen Mädchenschule Schanzenstraße/Altonaer Straße eingewiesen worden sein. Die Schulleiterin, Emma Lange, schrieb am 1. November 1943 an die Schulverwaltung, dass vor 14 Tagen die „Italiner“ gekommen sein. Für sie wurden in den Schulräumen vom Erdgeschoss bis in den zweiten Stock Holzbaracken-Betten eingerichtet worden.

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20. Januar 2021
nach Holger Artus
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Über die Opfer unter den italienischen Militärinternierten

Im Vorfeld von zwei Kundgebungen am 12. und 13. Februar 2031 habe ich nach weiteren Opfern unter den italienischen Militärinternierten in den beide Zwangsarbeitslager in der Schützenpforte und Schanzenstraße recherchiert. Es ist mein Versuch, möglichst viele Details über die Insassen und deren Bedingungen zu erfahren. Vor ein paar Wochen saß ich vor einem weißen Blatt Papier.

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13. Januar 2021
nach Holger Artus
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Auch 534 Hamburger Unternehmen beteiligten sich an der Ausbeutung italienischer Militärinternierten

Nach fast 80 Jahren brachten 1.200 Seiten zu Tage, dass in der NS-Zeit 534 Hamburger Unternehmen über 13.500 kriegsgefangene italienische Soldaten „dienstverpflichtet“ in ihren Unternehmen einsetzen konnten und daran bereicherten. Sie mussten nur ihren „Bedarf“ beim Arbeitsamt anmelden.

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2. Januar 2021
nach Holger Artus
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Über die Schwierigkeiten der Schulbehörde bei den italienischen Militärinternierten

In Hamburgs Schulen waren seit 1943 tausende italienische Zwangsarbeiter untergebracht worden. Dazu wurden in dem Schulräumen Holzbarackenlager eingerichtet worden. Bereits vorher war in vielen Schulen die deutsche Wehrmacht eingezogen und NSDAP Gliederungen ihre Quartiere eröffnet. Auch fanden zwischenzeitlich verschiedentlich Gewerbeunternehmen hier einen neue Produktionsstätte.  Der Hamburger Schulbehörde fällt es schwer, dass Thema der „Zwangsarbeits-Schulen“ anzugehen, einen Überblick zu erstellen und zu prüfen, was es für Handlungsoptionen gibt.

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26. Dezember 2020
nach Holger Artus
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Eine Reise in die Vergangenheit eines Unternehmens

Im August 2019 begann für mich eine Reise, mit dessen Verlauf ich damals in dem Umfang und der Tiefe nicht gerechnet hatte. Im Hamburger Staatsarchiv entdeckte ich das Entnazifizierungsverfahren aus 1949 von Alfred Bauer, der seit 1935 Geschäftsführer der Heinrich Bauer OHG, der heutigen Bauer Media Group, war. Schon wiederholt erklärt, war es ein reiner Zufall und nicht das Ziel meiner Recherche.

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