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Holger Artus

8. Mai 2021
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Eine KZ-Gedenkstätte an vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße in Wedel

Nach der Beendigung der Arbeitskommandos der jüdischen Frauen aus dem KZ Außenlager im Lagerhaus G am Dessauer Ufer wurden sie auf drei Außenlager verteilt, auf die Lager in Fischbek, Sasel und Wedel. Letzteres entstand aus einem Zwangsarbeitslager an der Rissener Straße in Wedel. Ab dem 13. September 1944 waren hier rund 500 tscheslowakische und ungarische Jüdinnen im KZ in Wedel festgesetzt.

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3. Mai 2021
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Blumen vor der Sternwoll-Spinnerei am Tag der Befreiung, am 3. Mai 1945, abgelegt

Vor der Wandskulptur zur Erinnerung an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion und den italienischen Militärinternierten habe ich heute, an deren 76. Jahrestag der Befreiung Blumen abgelegt. Seit 2013 gibt es dieses Wandskulptur und Erinmerungstafel. Auf der Web-Seite www.Sternwollspinnerei.de wird über das Zwangsarbeitslager und ihre Insassen informiert. Jedes Jahr kommen seit dem Neue Geschichten dazu, wenigstens ist es mein Bestreben.

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2. Mai 2021
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LKWs rasen an der Gedenktafel des KZ-Frauenlagers Tiefstack vorbei

Die Gedenktafel an das Frauenlager des KZ Außenlager Tiefstack an der Andreas-Meyer-Straße 11 liegt an einer vielbefahrenen Straße, mitten im Speditions- und Industriegebiet von Billbrook. Da die Andreas-Meyer-Straße zum Ring 2 gehört, ist sie auch noch ein Autobahnzubringer. LKW brettern in der Woche daran vorbei. Eine Bushaltestelle befindet sich in seiner unmittelbaren Lage.

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28. April 2021
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Am Falkenbergsweg in Fischbek

Als Kind bin ich mit meinem Vater Ende der 1950 Jahre gerne in der Fischbeker Heide gewesen, war es doch eine Weltreise für mich – von Hamburg-Hamm nach Hamburg-Fischbek. Später war ich in den Schulferien immer auf der Fischbeker Glatze, wir nannten sie Chrutschows-Glatze. Das hier in dieser idyllischen Ecke in der Nähe ein Außenlager des KZ-Neuengamme war, war mir nicht bewusst. Heute bin ich endlich in den Falkenbergsweg mit dem Fahrrad hingefahren.

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25. April 2021
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Notizen zum Dessauer Ufer, Lagerhaus G

Die Lagerhäuser am Dessauer Ufer beschäftigen mich jetzt schon eine Weile, nachdem ich in den Hausmeldekarteien 2020 die Namen von etwa 1.700 Namen italienischer Miltärinternierte aus dem Lagerhaus F gefunden hatte. Wenig später fand ich für das Lagerhaus H die Namen von rund 800 sowjetischen Zwangsarbeiter.

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24. April 2021
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NS-Spuren im Kontorhausviertel auf einer Map zusammengefasst

Die Spuren der NS-Zeit im Kontorhausviertel sind umfassend, schaut man sich die Map über rechte Spuren in der Hamburger Altstadt. Erst gestern habe ich einen weiteren Raubkauf im Sprinkenhof gefunden, den ich aber noch einmal recherchieren muss. Eine weitere Geschichte wartet noch auf ihre Veröffentlichung.

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20. April 2021
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Nach über 75 Jahren wollen Unternehmen nichts zu ihrer NS-Geschichte sagen

Es ist schon erstaunlich, dass die Unternehmen, die bis Mai 1945 italienische Militärinternierten in ihrer Produktion einsetzen, auch nach 75 Jahren schweigen. Dabei fällt auf, dass sie auch zu den Unternehmen gehören, die bereits im Jahr 2000 nicht in den Entschädigungsfonds der deutschen Wirtschaft und der Bundesregierung, einzahlten. Sie wollen sich drücken, sie wollen nicht genannt werden, was auch immer die Gründe sein mögen. Und es fällt noch etwas auf: Sie beuteten nicht nur italienische Militärinternierte aus, vorher und in der gleichen Zeit, waren Zwangsarbeiter aus anderen Ländern bei ihnen eingesetzt, aus der Sowjetunion, aus Polen, Frankreich und anderen Ländern.

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5. April 2021
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Warum nach 79 Jahren das Schreiben von Emma Lange aus 1942 zum Thema machen?

Vor 79 Jahren schrieb Emma Lange im Auftrag einen Brief an die Hamburger Schulverwaltung. Er ist seit längerem bekannt, wie auch die Empfänger. Das sie die Unterzeichnerin war, wurde bisher nicht gehandelt, insofern war es neu. Es gibt die biographischen Notizen von Hans-Peter De Lorent aus 2017, der in dem Buch „Täterprofile“ NS-Stationen von Emma Lange aufgeschrieben hatte. Dieses Schreiben lag nicht vermutlich nicht vor, sonst wäre er auch zu einer anderen Bewertung der Person gekommen. Emma Lange war vor 1933 bereits Schulleiterin und wurde von den Nazis in dieser Funktion abgesetzt, bleibt aber an der Schule in verantwortlicher Funktion. 

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31. März 2021
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Einladung der Nachbarn aus unserer Straße zum Live-Stream am am 8. April 2021

Zum Live-Stream am 8. April 2021 über den Brief der Schulleiterin der Schule Schanzenstraße, Emma Lange, vom April 1942, haben wir auch wieder eine Info in die Briefkästen unserer Nachbarschaft gesteckt. Lange hatte die Aufnahmen der Schülerinnen und Schüler der Israelitischen Töchterschule 1942 abgelehnt. Ein übler antisemitischer Brief, der Folgen für die jüdischen Kinder hatte. Zum Mai 1942 wurde ihre Schule in der Karolinenstraße 35 geschlossen. Am 15. und 19. Juli 1942 wurden auch Schülerinnen und Schüler aus der Israelitischen Töchterschule über die Schule Schanzensrtraße nach Theresienstadt deportiert.

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28. März 2021
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Stationen eines virtuellen Stadtteilrundgangs zur Orten der Zwangsarbeit im Schanzenviertel

Am 30. März 2021 bin ich an einem virtuellen Stadtteilrundgang zur Orten der Zwangsarbeit im Schanzenviertel beteiligt. Bezogen auf die Orte gibt es nichts neues, bezogen auf die Unternehmen, die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter von 1941 bis 1945 gesetzt haben, schon. Hier einige Bilder aus dem virtuellen Rundgang.

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24. März 2021
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Einladung der Nachbarschaft im Karolinenviertel

Mit einer Nachbarschaftsinfo, die ich heute in der Flora-Neumann-Straße im Hamburger Karolinenviertel verteilt habe, verfolge ich meinen kleinteiligen Ansatz weiter, mit der Nachbarschaft über die NS-Geschichte irgendwie in einen Dialog zu kommen. Es geht vor allem um die Werbung für unsere virtuellen Kundgebung am Donnerstag, den 8. April 2021.

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24. März 2021
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Nachbarn über Stolperstein putzen informiert

Am 27. März 2021 will ich Stolpersteine im Grindelviertel putzen. Sie liegen vor dem letzten Standort einer jüdischen Schule in Hamburg, die zum 30. Juni 1942 am Papendamm 3 geschlossen wurde. Da wir bei uns im Schanzenviertel am 8. April 2021 an die Schließung der Israelitischen Töchterschule erinnern und dabei die üble Rolle der Schulleiterin der Schule Schanzenstraße/Altonaer Straße beleuchten, will ich an verschiedenen Orten der ermordeten jüdischen Schülerinnen und Schüler die Nachbarschaft dafür werben oder darauf hinweisen.

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15. März 2021
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Italienische Militärinternierte wenig im Blick der Öffentlichkeit

Für eine Web-Veröffentlichung des studentischen online-Magazin hamburgische-geschichten.de hatten mich netterweise Kim Scheffler und Natalia Wollny angesprochen. Inhaltlich geht es um die italienischen Militärinternierten als eine weniger im Blick befindliche Zwangsarbeitsgruppe in der NS-Zeit in Hamburg. Herausgekommen ist ein Interview, dass man auf der Web-Seite lesen kann. Habe (zu) viel gesabbelt, so dass es schon eine Herausforderungen für sie war, dass wesentliche vom gelaber zu trennen. Vielen Dank, dass ihr am mich gedacht und euch die Mühe gemacht habt.

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23. Februar 2021
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Der Platz der Emma Lange für die Nazis und die Schulbehörde

Der Brief der Emma Lange an die Schulbehörde vom 2. April 1942 ist für mich ein Brief der Schande. Sie lieferte für die Nazis die Argumente, damit sie die Schülerinnen der Israelitischen Töchterschule nicht in die Schule Schanzenstraße im Fall deren Schließung aufnehmen müssen. Darüber und die Argumente muss man wütend sein. Aus anderer Perspektive ergibt sich aber die Einordnung des Vorgehens und der Absicht der Nazis zur Schließung der Israelitischen Töchterschule.

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22. Februar 2021
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Über das Zusammenspiel der Hamburger Schulverwaltung und der Gestapo zur Schließung der Israelitischen Töchterschule 1942

Noch steht es nicht, das Projekt, es finden noch Abstimmungen statt. Es soll in diesem Jahr an das Schreiben vom 2. April 1942 erinnert werden, dass die Schulleiterin der Volksschule Schanzenstraße an die Schulbehörde geschickt hatte. Darin lehnt sie eine Aufnahme der Schülerinnen der Israelitischen Töchterschule ab. Ein übles antisemitisches Schreiben, meine ich. Wenn man sich aber in den Vorgang einliest, wird einem sichtbar, dass wir hier die Schulbehörde sich mit der Gestapo abstimmt, damit es bloß nicht dazu kommt. Es bleibt ein Dokument der Schande, wenn man das Schreiben liest, aber das Zusammenspiel Gestapo und der damaligen Hamburger Schulbehörde, macht den staatlichen Antisemitismus und in meine Augen auf Terrorismus deutlich.

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21. Februar 2021
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Welches Hafenunternehmen hat eigentliche keine Zwangsarbeiter eingesetzt?

Für die jüngste Ausgabe von Mittn Mang, der Mitgliederzeitschrift der Linken in Hamburg-Mitte, habe ich einen kleinen Text zur Stolperschwellen-Verlegung im Kontorhausviertel geschrieben, vor allem mit dem Blick, dass die Fraktionsvorsitzende, Ina Morgenroth, eine große Spende dafür geleistet hat. Ich stehe den bekanntlich sehr skeptisch gegenüber, aber immer, wenn ich Ina etwas frage, ist sie schneller im Antworten als ich am fragen, will sagen, sie überzeugt mich in den angefragten Dingen mit einem starken Verhalten.

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