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Holger Artus

11. September 2021
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Eine Besuchswoche zum Thema der IMIs geht zu Ende

Für mich geht die Woche mit dem Besuch der ANEI aus Italien in Hamburg heute zu Ende. Alles, was geplant und abgesprochen war, wurde von mir eingehalten und umgesetzt. In den letzten beiden Tage ging mir gewissermaßen ein wenig die Luft aus, was aber nichts mit dem Machbarkeit der Umsetzung zu tun hatte, sondern mit den Faktoren, die man eben nicht planen kann.

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4. September 2021
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Einiges über die Gründung des GHB, das „Arbeitsbild“ der Nazis und Zwangsarbeiter im GHB

Mit einer Kundgebung am 8. September 2021 im Hamburger Hafen, vor den Lagerhäuser F/G am Dessauer Ufer, soll an die dortige Unterbringung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter erinnert sowie den KZ-Häftlingen seit Juni 1944 im Lagerhaus G erinnert werden. Der Ort wurde auch gewählt, um das Thema der Zwangsarbeit auf die Unternehmen zu beleuchten. Sie hatten die Arbeitskräfte angefordert, haben sie kostenlos oder bezahlt, beschäftigt und nach 1945 fühlten sie sich für dieses Thema der Zwangsarbeit nicht mehr zuständig. Mit dem Fonds zur Entschädigung der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter änderte sich das leicht. Ein Ziel dieser Kundgebung und Bewerbung ist/war es, auf die Unternehmen zu sehen. Eines von ihnen ist der GHB, der sich seiner Verantwortung und Aufarbeitung stellt. Deren Aufsichtsratsvorsitzender wird am 8. September 2021 dort sprechen.

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2. September 2021
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Sowjetische Zwangsarbeiter in der Lippmannstraße, im Schanzenviertel

Zum Besuch der ANEI in Hamburg Anfang September 2021 soll(te) es nicht nur Besuche und Gespräche geben oder eine Kundgebung. Ich wollte auch die Nachbarschaft mit dem Thema in Beziehung bringen. Es sind zwar nur sehr kleinauflagige Nachbarschafts-Informationen, aber darum geht es, die Teilhabe der unmittelbare Nachbarschaft anlässlich des Besuch. Mit den Infos zur Glashüttenstraße, Bellealliancestraße, Weidenallee und jetzt der Lippmannstraße habe ich das umgesetzt.

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1. September 2021
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Italienische Militärinternierte in unserem Hinterhof

Es geht um eine Geschichte aus der NS-Zeit in unserem Wohnfeld, in der Weidenallee 10 bc und Weidenallee 37 in Hamburg-Eimsbüttel. Es geht um das Thema der NS-Zwangsarbeit. Anlass für mich ist ein Besuch aus Italien von einer Organisation, in der sich die ehemaligen italienischen Militärinternierten nach 1945 zusammengeschlossen hatten. Italienische Militärinternierte wurden in der NS-Zeit seit September 1943 als Zwangsarbeiter eingesetzt, auch tausende in Hamburg.

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29. August 2021
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Über die sowjetischen Zwangsarbeiterinnen in der Bellealliancestraße 58 und einen Raubkauf

Jetzt bin ich auch über einen Raubkauf jüdischen Eigentums in der NS-Zeit durch „Arier“ in der Belleallianestraße 54 bis 58 gestolpert. Bereits in den Nachbarhäusern in der Bellealliance Straße 60 und 62 wurden jüdische Menschen von den Nazi zum Verkauf ihres Eigentums gezwungen, wurden am 9. November 1938 während der Pogrome ins KZ gesperrt oder später ermordet. Der Raubkauf der Häuser in der Bellealliancestraße 54-56 und das nicht mehr bestehenden Hinterhaus in der Bellealliance steht im Zusammenhang mit dem Einsatz von sowjetischen Zwangsarbeiterinnen. Darüber habe ich am 30. August 2021 die heutigen Mieter*innen informiert.

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29. August 2021
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Über die sowjetische Zwangsarbeiterinnen in der Glashüttenstraße 79 und Zwangsarbeitern im Karolinenviertel

Am 9. September 2021 führe ich einen kleinen Rundgang durchs Karolinenviertel mit Orlanda Materassi und Silvia Pascales von der ANEI aus Italien durch. ANEI ist eine Organisation ehemaliger italienischer Militärinternierter, die nach Deutschland ab September 1943 verschleppt wurden und zur Zwangsarbeit eingesetzt wurde. Bei der Planung des Rundgangs zum ersten Ort bin ich auf so viele kleine Geschichte in einem Umfeld von vielleicht 300 Meter aus der NS-Zeit gestolpert, dass ich fast sprachlos bin. Noch 29. August 2021 bin ich über eine weitere gestolpert, zu der ich aber noch weiter recherchieren muss. Am 30. August 2021 habe ich erst einmal meine Nachbarschafts-Information in der Glashüttenstraße und der Flora Neumann-Straße verteilt. Die Nachbarschaft soll es wissen.

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4. August 2021
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Als Gerd Bucerius noch italienische Zwangsarbeiter in den Diago-Werken einsetzte

Zum Besuch von ANEI, einer Vereinigung der italienischen Militärinternierten von 6. bis 10. September 2021 in Hamburg, bin ich am abstimmen des Programms. Eine Geschichte werden die IMI an den Orten der Außenlager des KZ Neuengamme wie am Dessauer Ufer bzw Falkenbergsweg in Neugraben und ihre Zusammenarbeit mit den KZ-Insassinnen sein.

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17. Juli 2021
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Mein unerwarteter Kontakt mit Flora und Rudi Neumann aus dem Karolinenviertel

Beim planen eines Stadtteilrundgangs am 9. September 2021 durch einige Ecken im Karolinenviertel wollte ich mir einige Stichworte zu den dortigen Zwangsarbeitslager für italienische Militärinternierten in der NS-Zeit aufschreiben. Die Faktenlage war sehr dünn, so dass ich nicht dachte, viel zusammen zu bekommen.

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4. Juli 2021
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Plötzlich landete ich bei einer Recherche zur NS-Zwangsarbeit in meiner Nachbarschaft

Bei der Planung eines Stadtteilrundgangs durchs Karolinenviertel Anfang September 2021 zum Thema Zwangsarbeit habe ich noch nicht alles zusammen. Ich wollte eine Geschichte zur Zwangsarbeit im Wohngebiet recherchieren, gelandet bin ich am Ende bei in meiner Nachbarschaft, im Weidenviertel. Aus einer Geschichte wurden mehrere, über Räubkäufe und die Zwangsarbeit in der NS-Zeit.

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3. Juli 2021
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Über den Einsatz von IMIs auf Kaltehofe

Seit 2016 erinnert ein Mahnmal auf dem Industriedenkmal auf der Elbinsel Kaltehof an die rund 500 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in der NS-Zeit für die Hamburger Wasserwerke (HWW) arbeiten mussten. Bis zu 200 von ihnen waren KZ-Insassen aus dem Außenlager des KZ Neuengamme am Dessauer Ufer  und dem KZ Fuhlsbüttel. „Der Einsatz dänischer, französischer, italienischer, niederländischer, polnischer, russischer und ukrainischer Zwangsarbeiter konnte in der Studie der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg nachgewiesen werden.“

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24. Juni 2021
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Trauer um Bernd Köhler

Kurz vor seinem 73. Geburtstag ist mein Freund, Bernd Köhler aus Dresden, gestorben. Am 18. Juni 2021 war seine Beerdigung, an der wir teilgenommen haben. Es war schön, danach noch Geschichten über ihn zu hören und selber war zu erzählen. Er fehlt mir, klar. Es fehlt die Debatte um alle Themen, sei es der allgemeine Plausch, das Bewerten von Themen, das abklären vergangenen Aspekte unseres Wirkens und die Fragen an die Zukunft. Wir vertrauten uns. Seit 1992 kannten wir uns und waren schnell befreundet. In der Juli-Ausgabe 2021 habe ich einen kurze Notiz zu ihm schreiben können.

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22. Juni 2021
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Stolperstein für Elsa Zwickel, Bartelsstraße 18

Elsa Zwickel wurde am 7. März 1900 in Hamburg geboren und lebte mit ihrer Schwester Rosa, deren Mann Conrad und deren Sohn bis 1931 in der Rendsburger Straße. Seit 1931 musste sie von der Fürsorge leben, da psychische und körperliche Einschränkungen eine Beschäftigung wohl sehr schwer machten. Die Gewährleistung ihres eigenen Lebens wurde mehr und mehr zum Problem, geht aus den Notizen der Fürsorgestelle aus den Jahren 1931/1932 hervor. Im Oktober 1933 zog Elsa in die Bartelsstraße 18, I. Stock.

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14. Juni 2021
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Wie die Unternehmer staatliche Aufgaben übernehmen – das Lager in der Seehafenstraße 1-6

Die Harburger Oelwerke Brinkmann & Mergell setzen 1944 rund 430 Arbeiter an ihrem Produktionsstandort in der Seehafenstraße 1-6 ein. Davon waren nach den Übersichten der damaligen regionalen Wirtschaft 189 Ausländer. Bisher namentlich nachzuweisen sind 123 Personen aus diesem Lager. 59 von ihnen waren italienische Militärinternierte, 59 sowjetische Bürger und 6 Personen, deren staatliche Herkunft zurzeit nicht zu identifizieren sind.

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