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Holger Artus

29. November 2023
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Ein Gespräch für eine Broschüre

Jährlich erscheint die Broschüre „WeiterMachen für Erinnerung in der Gegenwart“ von Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm. Auf deren Fragen habe ich geantwortet. Einfach abgeschickt, damit ich das Thema erledigt habe. Ich war schon überrascht, dass sie sich überlegt hatten, mit mir für ihre Broschüre ein Gespräch zu führen. Es ist natürlich nett, aber skeptisch bleibe ich.

13. November 2023
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Rückblick 2023

Mein Rückblick auf 2023 und die vorangegangen Jahre entspricht dem Ansatz, auf dem Blog zu schreiben, was ich mir vorgenommen habe, wie sich die Umsetzung gestaltet hatte und ob es umgesetzt wurde, wie geplant. Meine Planungen für 2024 sind weitestgehend abgeschlossen. Sicher hängt die Umsetzung auch von den politischen Entwicklungen meines Umfeld ab und wie sich dass in der Zivilgesellschaft niederschlägt. Die Vorzeichen sind weiterhin kritisch, dass zerstörerische Kräfte der linken und sozialistischen Bewegung schweren Schaden anrichten wollen.

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3. November 2023
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Eine Info an unsere Nachbarn zum 9. November 1938

Liebe Nachbarn, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Hamburg die jüdischen Gotteshäuser, auch die Bornplatz-Synagoge im Grindelviertel. Jüdische Geschäfte wurden zerschlagen, fast 1.000 jüdische Männer von der Hamburger Polizei festgenommen und viele in KZs verschleppt. Das Zigarrengeschäft von Iwan Andrade in der Bellealliancestraße 66 wurde buchstäblich zerlegt. Er gehörte zu denen, die willkürlich in der Polizeistation in der Bundesstraße 96 inhaftiert und von dort in das KZ Sachsenhausen verschleppt und misshandelt wurden.

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29. Oktober 2023
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Der Mist mit der „These 41“

Mit dem Düsseldorfer Parteitag der DKP von 1971 wurde die „These 41“ Bestandteil der Programmatik der Partei und landete später auch im Programm. Um was ging es dabei? Die Ablehnung der Zusammenarbeit mit so genannten maoistischen oder trotzkistischen Organisationen und ihre „ideologische“ Bekämpfung. In Hamburg waren es vor allem der KB (Nord), KBW bzw. BWK, die KPD, die KPD/ML, die GIM oder die Arbeiterpolitik, im studierenden Bereich hießen sie SSG und SSB.

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27. Oktober 2023
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Vier Infos in der Nachbarschaft verteilt

Aus Anlass des 9. November 1938, den November-Pogromen gegen jüdische Menschen, wird Kurt Goldschmidt aus New York auf einer Kundgebung am 9. November 2023, 18 Uhr  vor der Ganztagsgrundschule Sternschanze zu hören sein. Er ist vor einigen Monaten 100 Jahre alt geworden und ist einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen und hat sehr viele Bezüge in unserer Nachbarschaft. Wo er aufgewaschsen ist, habe ich einen Info in die Briefkästen der heutigen Nachbarn gesteckt.

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24. Oktober 2023
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Schöne Aussicht 22 – Alfred Bauer nutzte Notlage der jüdischen Verfolgten aus

Ein weiterer Immobilien-Kauf von Alfred Bauer in der NS-Zeit, Schöne Aussicht 22, dürfte einen antisemitischen Hintergrund gehabt haben. Er hatte ab 1933 nur Immobilien von jüdischen Eigentümern/Beteiligungen gekauft und dabei die Notlage der Verfolgten in der NS-Zeit zu seinem Vorteil genutzt. Nach 1945 hatte er sich an der Verschleierung dieser Zusammenhänge beteiligt.

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20. Oktober 2023
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Den 9. November 1938 nicht vergessen! Einladung der Nachbarschaft 2023

Seit einigen Jahren rufen wir in Weidenviertel zu einer Kundgebung anlässlich der Novemberporgrome 1938 auf. Unsere Bewerbung ist mittlerweile „klassisch“. Unser Zielgruppe ist unsere Nachbarschaft, deren Beteiligung und nachvollziehbare Ansprache. Dazu nutzen wir auch die Stolpersteinverlegung wie zu Klara Pappe, Helene und Salomon Finkels und für die Familien Hermann und Schreiber. Wir verbreiten einen Aufruf und plakatieren im Viertel. Es folgt noch eine Presse-Info, um so die Medien in Kenntnis zu setzen. Über Kurt Goldschmidt als Redner wird es noch einige Beiträge geben.

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19. Oktober 2023
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Zwei Stolpersteine für Helene und Salomon Finkels vor der Weidenallee 4

Im Juli 2023 hatte ich eine Info verteilt, um Paten:innen für Helene und Salomon Finkels versuchen, zu gewinnen. Die Nachbarschaft hat sich den beiden und weiteren Steinen (in der Juliusstraße 35) angenommen. Heute habe ich eine Info in der Weidenallee verteilt, der die Nachbarn zur kommenden Verlegung am 26. Oktober 2023 einlädt. Hingewiesen habe ich dabei auch auf unsere Kundgebung am 9. November 2023 hingewiesen.

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19. Oktober 2023
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Am 25. Oktober 1938 wurden die Familien Hermann und Schreiber aus der Juliusstraße 35 verschleppt

Zur Bewerbung der Kundgebung am 9. November 2023 werden die Stolperstein-Verlegungen bei uns im Viertel in dem Sinne mitgenutzt, dass zum einen über die Menschen informiert wird, an den die Steine erinnern sollen, zum anderen wir auf die Kundgebung hinweisen. Es hat sich herausgebildet, dass wir am Nachmittag die Nachbarschaft einladen, sich mit uns an den verlegten Steinen zu treffen.

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17. Oktober 2023
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Ein Stolpersteins für Klara Pappe vor der Schäferkampsallee 22 am 25. Oktober 2023

Am Mittwoch, den 25. Oktober 2023 wird ein Stolperstein für Klara Pappe aus der Schäferkampsallee 22 um 10:30 Uhr verlegt. Die kleinen Messingsteine erinnern an die NS-Opfer von 1933 bis 1945. Sie finden Sie überall in unser Nachbarschaft, links und rechts vor den Häusern in der Schäferkampsallee, so vor der 18 oder 30 auf Ihrer Straßenseite, aber auch in jeder Straße in unser unmittelbaren Nachbarschaft.

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15. Oktober 2023
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Eine Erinnerung an die Zusammenarbeit jüdischer Zwangsarbeiter und italienischer Zwangsarbeiter bei Oskar Wille

In Vorbereitung eines Telefonats mit dem 100-jährigen Kurt Goldschmidt aus New York war ich über seine Geschichte gestolpert, dass jüdische Zwangsarbeiter u. italienische Militärinternierte ab 1943 bei Oskar Wille zusammenarbeiteten. Ein Zeitzeuge erzählt:

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21. September 2023
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Dritten Nazis als Schulleiter nach 1945 in der Schule Schanzenstraße gefunden

Nach 1945 war nicht alleine die Volksschule Schanzenstraße eine Sammelstelle für Nazi-Lehrer:innen in Hamburg. Dennoch erschreckt es, wenn man an der Schule vor Ort weitere von ihnen findet. Neben Emma Lange (1946–1957) und Ingrid Möller (1957 – 1982) sind jetzt weitere Namen von Schulleitern aus der Schule Schanzenstraße aufgetaucht, die vor 1945 in der NSDAP waren, verantwortliche Stellung hatten und nach 1945 unbehelligt als Schulleiter weiter arbeiten konnten. Das Besondere: Sie waren Schulleiter der Sprachheilschule Schanzenstraße, die in den Räumen der Volksschule Schanzenstraße eine Sonderschule verantworteten.

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7. September 2023
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Nicht immer ganz leicht

Die Erinnerung an den 8. September 1943, die in Italien zur Verschleppung der italienischen Soldaten und ihrem Status als „Militärinternierte“ führte, hatte 2023 in Hamburg wieder zu einigen Aktivitäten geführt. Leider stellen sich Zukunftsfragen.

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5. September 2023
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Zwangsarbeitslager für italienische Militärinternierte bei Püst & Gille in Rahlstedt (I)

Ein Zwangsarbeitslager der Gebrüder Püst & Gille in unmittelbarer Nähe des Rahlstedter Bahnhofs („Lager Bahnhof Rahlstedt“) bestand von 1943 bis 1945 der Ahrensburger Straße 12/16. Anfragen Angehöriger italienischer Militärinternierten auf der Suche nach Lebensstationen in Hamburg von September 1943 bis Mai 1945 ihren Großvätern haben neue Informationen zum Lager zu den gefangen gehaltenen Italienern zu Tage gebracht.

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4. September 2023
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Ein vergessenes IMI-Lager in der „Jahnhalle“ (HT 1816) am Hamburger ZOB

Es gibt immer wieder Anfragen von Angehörigen italienische Militärangehörigen, denen zum Zeitpunkt nicht geholfen werden kann, wie in diesem Fall. Ein zufälliger Fund brachte im Einzelfall Klärung wie auch strukturell eine neue Personengruppe unter den IMI ermittelt werden konnte, die nicht in AOK-Listen oder den Arbeitsamtschreiben von 1944 enthalten sind.

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3. September 2023
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Etwas über die verschwiegene NS-Zeit von AUG. PRIEN

Dies ist mach der Entnazifizierungsgeschichte von Alfred Bauer mein zweiter Text zu einem Hamburger Unternehmen, dass einerseits heute seine Rolle in der NS-Zeit maskiert oder nur das selber erzählt, was ihm wohl mehr gefällt, vermute ich. Kurt Grobecker hatte sehr wohl die Periode der NS-Zeit von Aug. Prien aufgeschrieben und das Unternehmen den Abschnitt auch publiziert, aber wesentliche Punkte wie die NSDAP-Mitgliedschaft einzelner Gesellschafter unterschlagen. Mein Blick entstand auf Basis der Entnazifizierungsunterlagen im Staatsarchiv. Eine weitere Erzählung zu einem Hamburger Unternehmen in der NS-Zeit ist in Planung.

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