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Holger Artus

15. Mai 2019
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Vergessen habe ich die 13 Jahre G+J in der MOPO nicht

Im November 1999 trennte sich G+J nach 13 Jahren von der MOPO. Als zum Feierabend informiert wurde, kam ich aus dem Kino und fuhr in die Griegstraße. Gerd Schulte-Hillen und Dr. Bernd Kundrun vom G+J-Vorstand informierten. Auf der Versammlung sagte ich u.a. „Endlich sind wir euch los!“ Als Betriebsratsvorsitzender war es mein erster Verkauf, als Arbeitnehmer hatte ich den Kauf 1986 durch G+J erlebt. Damals war das wie eine Befreiung vom dem Chaos von Eduard Greif.

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14. Mai 2019
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Erinnern an NS-Euthanasie-Opfer

Heute habe ich in der Fettstraße in Hamburg-Eimsbüttel eine Nachbarschaftsinfo-Infos an alle Haushalte verteilt. Die 200 Exemplare landeten in den Briefkästen. Dazu musste ich fast an jeder Hauseingangstür klingeln, da die Briefkästen nicht von außen zugänglich. Die Menschen waren sehr freundlich und aufgeschlossen. Am Text waren Nachbarn aus der Straße mitbeteiligt. Weiterlesen →

7. Mai 2019
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Abschluss in der Druckindustrie kann der letzte Mantel werden

Für die tarifgebundenen Arbeiter in der Druckindustrie gab es am 2. Mai 2019 ein Verhandlungsergebnis. Der Lohnabschluss läuft über 36 Monate und sieht eine Erhöhung in drei Etappen vor:  Ab dem 1. Mai 2019 2,4 Prozent, ab 1. Juni 2020 2,0 Prozent und ab 1. Juni 2021 noch einmal 2,0 Prozent. Im Rahmen der Laufzeit des Lohntarifvertrages wird über eine Veränderung des Manteltarifvertrages verhandelt. “Die Verhandlungen finden ergebnisoffen statt. Für den Fall, dass es zu keiner Verständigung über eine Neuregelung kommt, ist die Nachwirkung des MTV ab dem 1. Mai 2021 auf jeden Fall sichergestellt”, erklärte ver.di zum Verhandlungsergebnis.
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26. April 2019
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44 Jahren sind eine kleine Ewigkeit

Am 27. April 2019 ist mein Kollege, Jörg Stiller, gestorben. Er war 44 Jahre in der MOPO beschäftigt und war vor Jahren in den Vorruhestand gegangen. Mir fiel mein Betriebsrats-Info aus 2005 ein, dass wir damals zu seiner Verabschiedung verbreitet hatten. Im Wechsel seiner Tätigkeiten kommt auch der Transformationsprozess zum Ausdruck, den die Zeitungen erfasst hat.

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1. April 2019
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Zehn Jahre sind eine lange Zeit

Am 1. April 2009 wurde die DuMont Mediengruppe zusammen mit dem Heinen Verlag (35 Prozent) Eigentümer der Hamburger Morgenpost. 2019 prüft DuMont – jetzt alleiniger Gesellschafter – den Verkauf seines gesamten Zeitungsportfolios. Nach zehn Jahren deutet sich damit erneut eine Wende in der Eigentümerstruktur auch der MOPO an. Es dürften sehr kritische Monate werden. Aber unabhängig davon, verändert der Prozess der Transformation der Printmedien in eine mehr und mehr virtuelle Welt die Zukunft der Gattung der regionalen Boulevard Medien wie eben auch der MOPO. Eine Antwort auf diese Entwicklungen dürfte auf Seiten des Unternehmens geführt worden sein, aber auch in Arbeitnehmer/innen-Kreisen gibt es (hoffentlich) Debatten.

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20. März 2019
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Ein Streit um einen Namen auf Twitter

Bei der Verhandlung vor dem Hamburger Landgericht geht es um eine Klage des Studenten aus Kleve gegen die Hamburger pro familia-Vorsitzende Kersten Artus. Diese hat seinen Namen in einem Tweet auf Twitter genannt. Yannic Hendricks reichte eine Zivilklage ein, weil Artus sich weigerte, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, ihre Beiträge zu löschen und Hendricks’ Anwaltskosten zu zahlen. Seine Anwälte argumentieren, dass Artus seine Persönlichkeitsrechte verletzt habe und kein öffentliches Interesse am Namen bestünde.

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19. März 2019
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Als Interessenvertretungen um Mehrheiten kämpfen

In der Mediengruppe Magdeburg, im Kern die Volksstimme und das um sie geschaffene Geschäft, gibt es 2019, 21 Jahre nach dem Streik in der Druckerei der Magdeburger Volksstimme, keine betriebliche Interessenvertretung mehr. 31 Tage streikten die Beschäftigten der Volksstimme-Druckerei 1997. Der Kampf endete erfolgreich mit einem Haustarifvertrag, der den Flächentarifvertrag zum Gegenstand hatte.

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8. März 2019
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Verkaufserfahrungen in der Zeitungswirtschaft

Bis Sommer 2019 will die DuMont Mediengruppe klären, ob sie einen Teil ihres Geschäfts verkauft. Gehandelt wird der Zeitungsbereich, DuMont spricht von „Teilportfolio“, ohne explizit die Zeitungen oder alle Zeitungen zu nennen. Meine Kollegin Renate Gensch und ich wurden bezüglich unserer Erfahrungen beim Verkauf von Zeitungsunternehmen aus Sicht der Betroffenen Arbeitnehmer/innen interviewt.

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1. März 2019
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Was für eine Meldung!

Für die Medienbranche war es die Nachricht: Die DuMont Mediengruppe prüft den Verkauf ihres bisherigen Kerngeschäfts, ihre regionalen Abo-Zeitungen (Kölner Stadt Anzeiger, Mitteldeutsche Zeitung, Berliner Zeitung) und regionale Boulevard-Titel (Kölner Express, Berliner Kurier, Hamburger Morgenpost) sowie die dazugehörigen Druckereien (Köln, Halle, Berlin), Online-Auftritten (express.de, mopo.de u.a.m.) und Anzeigenblätter. Von den 614 Mio. € Umsatz kommen alleine 478 Mio. € aus den Regionalmedien an den Standorten in Köln, Halle, Berlin und Hamburg.

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22. Februar 2019
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Redakteurstarifrunden über ein Jahrzehnt

Tarifauseinandersetzung Zeitungsredaktionen 2003/2004

Nach 24. Streiktagen und 14. Verhandlungsrunden endete die wohl schwerste Tarifauseinandersetzung in den deutschen Zeitungsredaktionen 2003/2004. An den Streikaktionen beteiligten sich in Spitzenzeiten 2.200 Beschäftigte aus 70 Redaktionen. Und das Ergebnis? Ein Mobilisierungserfolg der Gewerkschaften, aber es war auch der erste Abschluss, der Verschlechterungen im Manteltarifvertrag mit sich brachte.

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21. Februar 2019
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mecom im deutschen Zeitungsmarkt (2006-2008)

Ein Hauch von Internationalisierung und Trends kam 2006 im deutschen Zeitungsmarkt an. Finanzinvestoren unter Führung des amerikanischen Fonds Veronis, Stevenson, Suhlet (VSS) kauften erst den Berliner Verlag von der Verlagsgruppe Holtzbrinck und später die Hamburger Morgenpost von Hans Barlach und Josef Depenbrock. Für VSS war es eine sehr kurze Etappe im deutschen Zeitungsmarkt. Der 15prozentige Minderheitengesellschafter an der Erwerbergruppe, die mecom plc, versuchte ab 2007 seine Wachstumstrategie im europäischen Markt alleine weiter umzusetzen.

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19. Februar 2019
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Posse um Verkauf des Berliner Verlages 2003/2005

Der gesamte Wachstumskurs in den 1980 und 1990er Jahren von Gruner+Jahr erhielt mit der Ablösung des Vorstandsvorsitzenden Gerd Schulte Hillen durch Bernd Kundrun (eine kurze Etappe) eine Neubewertung. Man trennte sich von den Zeitschriftenaktivitäten in den USA, die völlig überteuert eingekauft waren, auch andere Auslandsaktivitäten wurden beendet. Der Zeitungsmarkt wurde als zu verkaufendes Portfolio bewertet. Dagegen wollte man groß in den Wirtschaftspressemarkt eintreten und plante die FTD. Die Werbemarkt spielte tonnenweise die Erlöse in die Zeitschrift Capital. Die Erscheinungsweise wurde von monatlich auf alle 14 Tage verändert. Börse Online wurde erworben, auch hier schlug der Werbemarkt positiv zu Buche. Die Umsätze wollte man anfangen, insbesondere auch den Boom bei den neuen Internet-Unternehmen und deren Finanzierung über Aktien. Mit der Weltwirtschaftskrise platze die Blase und die Start-Ups verabschiedeten sich reihenweise aus dem Markt. Die werbetreibende Wirtschaft reagierte auf die Rezession und änderte ihr Schaltverhalten.

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8. Februar 2019
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Was passiert in der Funke Mediengruppe?

Mit den jetzt in den verschiedenen regionalen Medienhäuser der Funke Mediengruppe präsentierten Abbau-Programmen, die bereits im Vorfeld betriebenen personellen Maßnahmen, dem anhaltenden Zickzack-Kurs in der redaktionellen Digitalisierungsstrategie, wird sichtbar, dass es eine angespannte Lage im Zeitungsgeschäft der Funke Mediengruppe gibt. Zwar redet man vom „Zukunftsprogramm 2022„, aber das wird nichts daran ändern, dass mit den jetzigen Schritten die Probleme der Mediengruppe im Kern bestehen bleiben. Weiterlesen →

31. Januar 2019
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“Hau drauf” ist auch im Wahlkampf perspektivlos

In der Auseinandersetzung mit den anderen politischen Parteien, im Agieren im Parlament, konkret in der Bezirksversammlung Eimsbüttel, hat die LINKE den Platz der Opposition. D.h. erst einmal nicht mehr, als den Verantwortlichen auf die Finger zu schauen, zu hinterfragen und im Zweifel Kontra zu geben, um so das Thema zu treiben. Das ist etwas normales wie es die anderen politischen Parteien machen, kein besonderes Attribut der LINKEN.

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30. Januar 2019
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Wohnungsgesellschaften wie Vonovia investieren internationales Kapital auch in Hamburg

Die Wohnungsgesellschaft Vonovia SE ist mit ihrem Bestand von 333.381 Wohnungen (2016) eine der größten Immobilienunternehmens in Deutschland. In Hamburg umfasst der Wohnungsbestand 16.644 Wohnungen. Aktuell in die Debatte ist Vonovia durch den Kauf eines Teilgrundstücks des ehemaligen Sportplatzes in Stellingen gekommen. Das Abendblatt schrieb, dass hierfür 40 Mio. € bezahlt wurden, obwohl es Anbieter gab, die bessere konzeptionelle Vorstellungen über den künftigen Neubau von 177 Wohnungen hatten.  Weiterlesen →

28. Januar 2019
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„Fußball im Nationalsozialismus“ – Veranstaltung im Haus des Sports

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Fußball im Nationalsozialismus“ , die vom HSV, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und des Netzwerk Erinnerungsarbeit am 27. Januar 2019 im Haus des Sports organisiert wurde, präsentierten Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Hertz Schule das Ergebnis eines Schulprojekts „Klassenzimmer in Action„. Sie hatten sich drei Tage mit der Geschichte des HSV in der Nazi-Zeit beschäftigt. Ihr Thema: Wie können Fußballvereine dazu beitragen, dass sich so etwas wie der Faschismus in Deutschland nicht wiederholt. Weiterlesen →

26. Januar 2019
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Der § 219a gehört gestrichen

Gut 400 Frauen und Männer folgten am Sonnabend, den 26. Januar 2019, dem Aufruf des Hamburger Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung zu einem Aktionstag zur Streichung des § 219a aus dem Strafgesetzbuch. Er verbietet Ärztinnen und Ärzten, in der Öffentlichkeit über Ihren Leistung zu Schwangerschaftsabbrüchen zu informieren. 

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15. Januar 2019
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Die Auseinandersetzung um Filtrona Crissier – eine tolle Erfahrung 2004

Vor 15 Jahren war ich in Lusanne. Es war sausau-kalt. Ich hatte an einer Versammlung streikender Frauen vom Filtrona in Lusanne teilgenommen. Seit Anfang Januar war ich in Kontakt mit den deutschen Betriebsrat der Unternehmensgruppe und hatte – wie so oft – ein Flugblatt geschrieben, dass vor dem Werk in Reinbek verteilt wurde. Um den Konakt zu den amerikanischen und englischen Gewerkschaften/Vertretungen vor Ort hatte ich mich bemüht und zu zwei Werken über Teamster (Mexiko und Richmond) Beziehungen hergestellt. Weiterlesen →

14. Januar 2019
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Sollte man eine Strategie im Linken–Wahlkampf verfolgen?

Nach den Bezirksversammlungswahlen am 26. Mai 2019 wird die „Regierungskoalition“ von SPD und Grüne in Hamburg-Eimsbüttel fortbestehen. Die Verhältnisse von SPD und Grün könnten sich umkehren. Die CDU droht, beim vierten Platz in der Wähler/innen-Gunst weiter an Zustimmung zu verlieren. Für eine linke Opposition also alles klar? Dazu noch was für Eimsbüttel oder deren Stadtteile entwickeln? Bleibt man bei seiner heutigen „Linie“, eben auf das Ansehen in der Bundespolitik zu setzen? Die praktischen Erfahrungen mit der Linken in der Planung lassen einem zweifeln, ob sie so etwas wie eine Strategie verfolgen (werden).

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7. Januar 2019
nach Holger Artus
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Heute, vor zehn Jahre, informierte DuMont über den MOPO-Kauf

Am 6. Januar 2009 informierte die DuMont Mediengruppe, dass sie die deutschen Beteiligungen der mecom plc kaufen wird. Im Kern waren das die Zeitungstitel Berliner Zeitung, Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost. mecom hatte vorher bereits einen Teil seines norwegischen Portfolios verkauft, jetzt folgten die deutschen Beteiligungen. Schaut man sich das Ergebnis der MOPO zum 31.12.2018 mit 3,3 Mio. € Jahresüberschuss (Berliner Verlag plus 6,7 Mio.€) an, so wird sichtbar, dass es nicht um die Lage der deutschen Unternehmen ging, sondern um die Entschuldung von mecom als internationale Mediengruppe mit Zeitungen in den Niederlanden, Dänemark, Norwegen, Polen und Deutschland ging. Weiterlesen →