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Holger Artus

10. Juli 2019
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Kennen Sie Georg Bauer aus der Weidenallee 10?

Georg Bauer war seit 1939 Ausbildungsleiter für jüdische Jugendliche der Weidenallee 10 b. Er wurde am 19. Juli 1942 über die Schule Schanzenstraße nach Theresienstadt deportiert. Georg Bauer wurde am 4.10.1944 in Auschwitz ermordet. In einer Nachbarschafts-Info wurden die Anwohner/innen um die Weidenallee 8 – 10 a/b über ihn und die jüdische Ausbildungseinrichtung in der Weidenallee 10 b/c informiert.

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8. Juli 2019
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Verfolgung jüdischer Anwohner/innen aus der Nachbarschaft in Erinnerung rufen

Die Verfolgung, später Deportation und Ermordung von jüdischen Menschen am Beispiel der eigenen Wohnstraße habe ich zum Thema einer Nachbarschafts-Info gemacht und bei uns im Wohngebiet verteilt. Auf der einen Seite ist diese Aktivität zweckgebunden, um einen Zugang zu einer Kundgebung am 15. Juli 2019 in der Nachbarschaft zu finden. Auf der anderen Seite möchte ich es aufschreiben, da ich bei jeder Recherche immer wieder beschämt bin, wie wenig man sich mit seiner Geschichte beschäftigt, die anderen viel Leid zugefügt hat. Hier die Info:

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27. Juni 2019
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Printmedien verändern sich, müssen es

Am 27. Juni 2019 erscheint plan7 zum letzten Mal. Am 16. November 2019 hätte die Donnerstagsbeilage der MOPO ihr 20-jähriges Jubiläum. Heute bringt plan7 wöchentlich Kritiken zu neuen Filmen und bietet einen Überblick über alle Filme in allen Hamburger Kinos (Kinoplaner). Der umfangreiche Terminkalender zeigt, was alles in Hamburg geboten wird. Konzert- und Bühnentipps mit Hintergrund-Infos gibt es auf Extra-Seiten, Veranstaltungen für Kinder haben eine Seite, auf der letzten Seite gibt es Buch- und DVD-Kritiken und alle Literaturtermine.

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24. Juni 2019
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Aufruf zur Kundgebung am 15. Juli 2019

Am 15. und 19. Juli 1942 wurden 1.692 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus unserem Viertel ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Die Menschen mussten sich auf dem Hof der Schule Schanzenstraße einfinden. Aus Hamburg und Norddeutschland wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt über 6000 Jüdinnen und Juden in 17 Zügen in verschiedene Ghettos oder direkt in die Vernichtungslager der Nazis transportiert.

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24. Juni 2019
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Umbrüche in den Medien und Herausforderungen für Gewerkschaften

Die gedruckten Medien befinden sich im Umbruch. Vor 20 Jahren wurden noch 25,0 Mio. € Zeitungen sowie 6,5 Mio. Wochen- oder Sonntagszeitungen in Deutschland pro Tag/Woche verkauft. Die Auflage der Publikumszeitschriften umfasste 125,17 Mio., die der Fachzeitschriften 16,98 Mio. verkaufte Exemplare. Heute sind es noch 14,7 Mio. Tageszeitungen und 3,6 Mio. Wochen- bzw. Sonntagszeitungen. 83,2 Mio. Publikumszeitschriften wurden Anfang 2019 verkauft. Weiterlesen →

8. Juni 2019
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Konsolidierung in der Druckindustrie

2018 gab es in Deutschland 1.294 Unternehmen der Druckindustrie, die einen Umsatz von 14,366 Mrd. € Umsatz realisierten und 95.225 Arbeiter und Angestellte beschäftigten. Zieht man die Dienstleistungsunternehmen (Druckvorstufe, Weiterverarbeitung) und die kleineren Druckereien ab, sind der Kern in der industriellen Fertigung rund 400 Unternehmen. Sie realisieren einen Umsatz von 6,951 Mrd. €. In diesen Industriebetrieben sind rund 36.000 Arbeiter beschäftigt. Weiterlesen →

6. Juni 2019
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“Nicht vergessen” heißt auch, Stellung beziehen

Entsetzen packte mich, als ich erfuhr, dass in meiner unmittelbaren Nachbarschaft eine Sammelstelle für die Deportationen von hunderte jüdischen Frauen, Männer und Kinder war, in der damaligen Volksschule Schanzenstraße 105. Meine Kinder habe ich dort zur Schule angemeldet, aber nicht die Erinnerungstafel am Schulgebäude wahrgenommen. Weiterlesen →

3. Juni 2019
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Wahlergebnis sollte auch bei der LINKEN zu Veränderungen führen

Die Wahlen zu den Bezirkswahlen 2019 in Hamburg endeten mit erheblichen Einschnitten für die Hamburger SPD. Mit 24,0 Prozent im Durchschnitt der sieben Bezirke wurde die SPD nur zweitstärkste Partei. 2014 stimmten noch 35,2 Prozent für sie. Die Grünen wurden mit 31,3 in Hamburg erstmals stärkste Partei (2014 18,2 Prozent). Weiterlesen →

25. Mai 2019
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Erinnern heißt auch, sich zu beugen

Am 31. Mai 2019 will ich um 15 Uhr die Stolpersteine von Meyer Jelinewski, Dr. Rudolf Borgzinner, Eva Emma Mathiason, Magaretha Magnus, Heinrich Harth, Martha Dessen vor der Schäferkampsallee 29 reinigen. An die Geschichte des Hauses erinnern diese sechs Stolpersteine. Das es sich um ein sogenanntes Judenhaus bis 1942 handelte, hier ein kleines Krankenhaus der heutigen Jüdischen Gemeinde Hamburg ab 1942 bis 1958 war, erinnert äußerlich heute nichts mehr.  Weiterlesen →

24. Mai 2019
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Fast der älteste Teilnehmer

25.000 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer demonstrierten heute durch die Hamburger Innenstadt. Die Abschlusskundgebung fand auf dem Hamburger Rathausmarkt statt. Es war bisher die größte Kundgebung in Hamburg seit Beginn der Kampagne “fryday for future”.


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18. Mai 2019
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Nur noch tapfer durchhalten

Bis zum 26. Mai 2019, dem Tag der Bezirkswahlen in Hamburg (Eimsbüttel), muss ich noch tapfer den Kandidaten-Status für die Linken in Eimsbüttel durchhalten. Wohl ist mir dabei nicht, aber keiner hat mich zur Kandidatur gedrängt. Hätte ich gewusst, auf was für einen politischen Wirrsinn ich stoße, nie wäre die Idee entstanden, zu kandidieren oder die Linke in Eimsbüttel zu unterstützen. Ganz unkommentiert will ich es aber nicht lassen und auch nicht erst nach dem 26. Mai 2019. Das ich vorher meine Meinung gesagt hatte, versteht sich. Weiterlesen →

15. Mai 2019
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Vergessen habe ich die 13 Jahre G+J in der MOPO nicht

Im November 1999 trennte sich G+J nach 13 Jahren von der MOPO. Als zum Feierabend informiert wurde, kam ich aus dem Kino und fuhr in die Griegstraße. Gerd Schulte-Hillen und Dr. Bernd Kundrun vom G+J-Vorstand informierten. Auf der Versammlung sagte ich u.a. „Endlich sind wir euch los!“ Als Betriebsratsvorsitzender war es mein erster Verkauf, als Arbeitnehmer hatte ich den Kauf 1986 durch G+J erlebt. Damals war das wie eine Befreiung vom dem Chaos von Eduard Greif.

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14. Mai 2019
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Erinnern an NS-Euthanasie-Opfer

Heute habe ich in der Fettstraße in Hamburg-Eimsbüttel eine Nachbarschaftsinfo-Infos an alle Haushalte verteilt. Die 200 Exemplare landeten in den Briefkästen. Dazu musste ich fast an jeder Hauseingangstür klingeln, da die Briefkästen nicht von außen zugänglich. Die Menschen waren sehr freundlich und aufgeschlossen. Am Text waren Nachbarn aus der Straße mitbeteiligt. Weiterlesen →

7. Mai 2019
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Abschluss in der Druckindustrie kann der letzte Mantel werden

Für die tarifgebundenen Arbeiter in der Druckindustrie gab es am 2. Mai 2019 ein Verhandlungsergebnis. Der Lohnabschluss läuft über 36 Monate und sieht eine Erhöhung in drei Etappen vor:  Ab dem 1. Mai 2019 2,4 Prozent, ab 1. Juni 2020 2,0 Prozent und ab 1. Juni 2021 noch einmal 2,0 Prozent. Im Rahmen der Laufzeit des Lohntarifvertrages wird über eine Veränderung des Manteltarifvertrages verhandelt. “Die Verhandlungen finden ergebnisoffen statt. Für den Fall, dass es zu keiner Verständigung über eine Neuregelung kommt, ist die Nachwirkung des MTV ab dem 1. Mai 2021 auf jeden Fall sichergestellt”, erklärte ver.di zum Verhandlungsergebnis.
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26. April 2019
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44 Jahren sind eine kleine Ewigkeit

Am 27. April 2019 ist mein Kollege, Jörg Stiller, gestorben. Er war 44 Jahre in der MOPO beschäftigt und war vor Jahren in den Vorruhestand gegangen. Mir fiel mein Betriebsrats-Info aus 2005 ein, dass wir damals zu seiner Verabschiedung verbreitet hatten. Im Wechsel seiner Tätigkeiten kommt auch der Transformationsprozess zum Ausdruck, den die Zeitungen erfasst hat.

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1. April 2019
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Zehn Jahre sind eine lange Zeit

Am 1. April 2009 wurde die DuMont Mediengruppe zusammen mit dem Heinen Verlag (35 Prozent) Eigentümer der Hamburger Morgenpost. 2019 prüft DuMont – jetzt alleiniger Gesellschafter – den Verkauf seines gesamten Zeitungsportfolios. Nach zehn Jahren deutet sich damit erneut eine Wende in der Eigentümerstruktur auch der MOPO an. Es dürften sehr kritische Monate werden. Aber unabhängig davon, verändert der Prozess der Transformation der Printmedien in eine mehr und mehr virtuelle Welt die Zukunft der Gattung der regionalen Boulevard Medien wie eben auch der MOPO. Eine Antwort auf diese Entwicklungen dürfte auf Seiten des Unternehmens geführt worden sein, aber auch in Arbeitnehmer/innen-Kreisen gibt es (hoffentlich) Debatten.

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20. März 2019
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Ein Streit um einen Namen auf Twitter

Bei der Verhandlung vor dem Hamburger Landgericht geht es um eine Klage des Studenten aus Kleve gegen die Hamburger pro familia-Vorsitzende Kersten Artus. Diese hat seinen Namen in einem Tweet auf Twitter genannt. Yannic Hendricks reichte eine Zivilklage ein, weil Artus sich weigerte, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, ihre Beiträge zu löschen und Hendricks’ Anwaltskosten zu zahlen. Seine Anwälte argumentieren, dass Artus seine Persönlichkeitsrechte verletzt habe und kein öffentliches Interesse am Namen bestünde.

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19. März 2019
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Als Interessenvertretungen um Mehrheiten kämpfen

In der Mediengruppe Magdeburg, im Kern die Volksstimme und das um sie geschaffene Geschäft, gibt es 2019, 21 Jahre nach dem Streik in der Druckerei der Magdeburger Volksstimme, keine betriebliche Interessenvertretung mehr. 31 Tage streikten die Beschäftigten der Volksstimme-Druckerei 1997. Der Kampf endete erfolgreich mit einem Haustarifvertrag, der den Flächentarifvertrag zum Gegenstand hatte.

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8. März 2019
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Verkaufserfahrungen in der Zeitungswirtschaft

Bis Sommer 2019 will die DuMont Mediengruppe klären, ob sie einen Teil ihres Geschäfts verkauft. Gehandelt wird der Zeitungsbereich, DuMont spricht von „Teilportfolio“, ohne explizit die Zeitungen oder alle Zeitungen zu nennen. Meine Kollegin Renate Gensch und ich wurden bezüglich unserer Erfahrungen beim Verkauf von Zeitungsunternehmen aus Sicht der Betroffenen Arbeitnehmer/innen interviewt.

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1. März 2019
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Was für eine Meldung!

Für die Medienbranche war es die Nachricht: Die DuMont Mediengruppe prüft den Verkauf ihres bisherigen Kerngeschäfts, ihre regionalen Abo-Zeitungen (Kölner Stadt Anzeiger, Mitteldeutsche Zeitung, Berliner Zeitung) und regionale Boulevard-Titel (Kölner Express, Berliner Kurier, Hamburger Morgenpost) sowie die dazugehörigen Druckereien (Köln, Halle, Berlin), Online-Auftritten (express.de, mopo.de u.a.m.) und Anzeigenblätter. Von den 614 Mio. € Umsatz kommen alleine 478 Mio. € aus den Regionalmedien an den Standorten in Köln, Halle, Berlin und Hamburg.

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