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Holger Artus

Bewegung – aber noch vom Ziel entfernt

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Die Geschäftsleitung hat im heutigen Gespräch mit dem Betriebsrat ihre Personal- und Stellenplanung für 2007 für Verlag und Redaktion vorgestellt. Am 14. 12. 2006 ist Aufsichtsratssitzung, wo über den Gesamtetat 2007 entschieden werden soll. Auf Seiten der Geschäftsleitung gibt es Bewegung. Die Anzahl der Volontäre wird im Unterschied zu der bisher bekannten Planung erhöht. Es soll in 2007 fünf Volo-Stellen geben. Es ist aber beim alten Ansatz der GL geblieben: Die Zeitverträge stehen im gesamten Etat für 2007 – allerdings ist nicht klar, was in 2008 mit ihnen passiert. Der geforderten Entfristung aller Zeitverträge stimmt die Geschäftsleitung nicht zu. In der Personalplanung für den Verlag wird auf Kontinuität gesetzt.

Mit der Einführung eines Redaktionssystems wird geprüft, ob die Leistungen der Kolleginnen und Kollegen in der Belichtungssteuerung, dem Archiv und der Korrektur erhalten bleiben müssen. Aus Sicht der Geschäftsleitung muss man davon ausgehen, dass es hier zum Stellenabbau kommt.

Die Geschäftsleitung möchte der Redaktion das Readerscan-Projekt vorstellen. Ob es in 2007 eingeführt wird, darüber will man zusammen mit der Redaktion entscheiden.

Am 12. Dezember wird es ein weiteres Gespräch mit dem Betriebsrat geben. Die Bewegung bei den Volo-Stellen ist ein positives Zeichen. Die Debatte um die „Etatisierung“ der Zeitverträge bis zum 31.12. 2007, statt eine Praxis der Entfristung vorzunehmen, ist absolut unbefriedigend. Die Tatsache, dass man nicht über Alternativen bei den Kolleginnen und Kollegen im Archiv und der Belichtungssteuerung nachdenkt, ist nicht nachvollziehbar. Wir haben betont, dass die Korrektur erhalten bleiben muss. Hier geht es weniger um eine technische Entscheidung, sondern um eine politische. Ausgesprochen haben wir uns für die Wiedereinführung einer Fotoredaktion.

U.E. ist es notwendig, nicht nur über die Personalplanung 2007, sondern auch über die mittelfristige Planung 2008/2009 zu sprechen. Unsere Argumente sind ebenfalls bekannt. Wir sind der Auffassung, dass es notwendig ist, dass Betriebsrat und Geschäftsleitung darüber sprechen, was künftig getan werden kann, um den Abbau von Arbeitsplätzen in den redaktionsnahen Bereichen zu verhindern.

Am 13. Dezember 2006 findet die Fortsetzung der Betriebsversammlung statt. Mit dem weiteren Gespräch am 12. Dezember 2006 muss die Geschäftsleitung für sich prüfen, ob es weitere Bewegung im Stellenetat gibt oder man ernsthaft mit dem gegenwärtigen Stand in die erneute Diskussion zu treten will.

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