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Holger Artus

26. März 2022
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Eine mutige Schülerin aus der Schule Schanzenstraße – aber nicht für die Stadt Hamburg 

Amalie Bredemeyer war eine mutigen Schüler aus der Schule Schanzenstraße, die mit dem NS-Regime nicht einverstanden war. Sie war bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzten, um zu helfen, dass die NS-Diktatur endet. Die Stadt Hamburg hat ihr dafür nie die Anerkennung entgegen gebracht, sondern als Verräterin bezeichnet.

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23. März 2022
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Zur Behinderung der Erinnerung an die Deportation im Juli 1942 beim Montblanc-Haus

Der Eigentümer des Montblanc-Gebäudes im Schanzenviertel will nicht, dass wir uns im Durchgang Schanzenstraße/Bartelsstraße im Juni 2022 treffen. Es soll an Daniel Dublon erinnert werden, der sein Büro bis zum Machtantritt der Nazis 1933 in dem Gebäude hatte. Er und seine Familie wurden am 19. Juli 1942 über die Schule Schanzenstraße nach Theresienstadt deportiert. Dublon wohnte in der Schanzenstraße und war Viehhändler auf dem Schlachthof.

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21. März 2022
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Moritz Wolff, Eimsbütteler Straße 8

Gestern wurde ein Stolperstein für Moritz Wolff vor dem Haus in der Eimsbütteler Straße 8 verlegt. Diese Steine erinnern an die Opfer aus NS-Zeit, die Sie auch in den umliegenden Straßenzügen bei Ihnen vielfach auf dem Gehweg finden. In der Eimsbütteler Straße 24 finden Sie zwei dieser kleinen Messingsteine, die an Elsa und Max Bromberger erinnern. Vor der 53 finden sie einen für Louis Rothstein.

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17. März 2022
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Warum verbietet ein Immobilien-Unternehmen eine Erinnerung an ein NS-Opfer, dass einst sein Mieter war?

In einem Schreiben habe ich mich an die gewerblichen Mieter:innen in der Schanzenstraße 75/77 („Montblanc-Haus“) gewandt und um deren Unterstützung gebeten, da der Eigentümer eine kleine Versammlung im Juni 2022 im Durchgang Schanzenstraße/Bartelsstraße auf Höhe des Kino 3001 abgelehnt hat.

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15. März 2022
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Bertha von Halle und Edgar Witter, Magaretenstraße 74

Die Verteilung eines kleinen Infos zur kommenden Stolperstein-Verlegung am Sonnabend, den 19. März 2022 vor der Magaretenstraße 74 in den dortigen Straßenzügen um die Adresse, war heute eine sehr angenehme Sache. Ich hatte überall an den Haustüren sehr nette und aufgeschlossene Gespräche. Ach, war das nett! Mit einem Nachbarn zusammen habe ich dazu eingeladen, am Sonnabend um 18 Uhr Blumen an den beiden neuen Stolpersteinen für Bertha von Halle und ihren Sohn niederzulegen. Jetzt muss es nur noch mit dem Stolpersteinen klappen.

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10. März 2022
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Giovanni Guida war einer der italienische Militärinternierten, die bei Eckhardt & Co. AG arbeiten mussten

Das von Richard Eckhardt in Hamburg 1929 gegründete Unternehmen, Eckhardt & Co. AG, betrieb den Handel mit Bergwerks- und Hüttenerzeugnissen, also Schrotthandel und dessen Verarbeitung. Im Aufsichtsrat saßen die Herrn der deutschen Eisen- und Stahlindustrie, wie z.B. Peter Klöckner, damals Inhaber des Konzerns Klöckner Werke AG und der Humboldt Deutzmotorenwerke AG, aus denen in der NS-Zeit Klöckner Humboldt-Deutz AG (KHD) entstand.

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2. Februar 2022
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Hamburger Kfz-Betriebe setzen in der NS-Zeit auch italienische Militärinternierte ein

Bisher hatte ich mich immer gefragt, warum solche KFZ-Unternehmen wie Hugo Pfohe, (Opel)Lunau, (BMW (Franz Eble) u.a. auch italienische Militärinternierte als Zwangsarbeiter in der NS-Zeit ausbeuteten. Die Recherche zum Lager in der Opitzstraße hat es mir jetzt erzählt. Sie hatten Aufgaben im Rahmen der deutsche Wehrmacht zu erledigen.

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19. Januar 2022
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Karl-Heinz Roth – von den Nazis wegen „Unzucht“ 1938 zur Gefängnisstrafe verurteilt

Karl-Heinz Roth war ein entfernter Cousin von mir und ich habe erst vor kurzem erfahren, dass er mein Verwandter ist. Nach meiner Recherche wurde er 1938 wegen homosexueller „Handlungen“ zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er eine Beziehung mit Clemens Albrecht, einem Friseur in Harburg, hatte.

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17. Januar 2022
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Einladung an Nachbarn zur Erinnerung an die Deportation über die Bundesstraße 43 im Juli 1942

Am 15. Juli 1942 wurden über 100 jüdische Menschen aus der Bundesstraße 43 über die Schule Schanzenstraße nach Theresienstadt deportiert. Der Versuch soll unternommen werden, mit der Nachbarschaft und Beschäftigten an den 80. Jahrestag in 2022 zu erinnern. Per Papier und Mail wurde dazu eingeladen.

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3. Januar 2022
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Ob nun Zivilarbeiter oder Militärinternierte, die „Italiener“ liefern schlechte Leistung ab

Die Leistung von “freien italienischen Arbeiter wird zu genau negativen Feststellungen wie bei den italienischen Militärinternierten führen.” Vor allem der Verlust der militärischen Kontrolle würde sich negativ auf ihre Arbeitsproduktivität auswirken, schrieb die Unternehmensleitung der Sternwoll-Spinnerei am 14. Dezember 1943 an die Hamburger Gauwirtschaftskammer.

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3. Januar 2022
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Zwangsarbeit jüdischer Menschen bis zu den Deportationen in Hamburg in so genannten „Judenkolonnen“

Zu den weniger beleuchteten Themen der Zwangsarbeit in der NS-Zeit in Hamburg gehört die Beschäftigung jüdischer Menschen in den Unternehmen und den daran beteiligten staatlichen Einrichtungen. Man kann vermutlich verschiedene Perioden und Zwecken der Zwangsarbeit jüdischer Menschen unterscheiden.

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18. Dezember 2021
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Ein neues Erinnerungsprojekt 2022 zum 80. Jahrestag der Deportation aus dem Schanzenviertel beginnt – mit Herausforderungen

Anlässlich des 80. Jahrestag der Deportation von über 1.700 jüdische Menschen am 15. und 19. Juli 1942 über die damalige Volksschule Schanzenstraße soll es auch 2022 wieder eine Aktivität bei uns in den Stadtteilen um den Sternschanzen-Bahnhof geben.

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