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Holger Artus

29. Juli 2015
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Seit 30 Jahren ist die MOPO in der Griegstraße zu Hause

Die MOPO plante 2015 ihren ersten Umzug, was wir nicht im Haus öffentlich kommuniziert haben, da es nur eine Such-Aktion nach anderen Immobilien war. Wir erinnerten mit einer BR-Info an die „Geschichte“ des Einzugs aus einer MOPO-Krise unter Eduard Greif (1980-1986). Später haben wir die Umzugsüberlegungen öffentlich gemacht. Sie wurden fürs erste vergessen. Mit dem Berliner Umzug, also mit dem Umzug 50 Prozent der Belegschaft abbauen, konnte er beim Vorstand wieder etabliert werden.

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27. Juni 2015
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Wir müssen uns im Umbruch auch neu formieren

Für ver.di habe ich an einer Betriebsversammlung diese Woche in Berlin teilgenommen. Mein Part war ein nebensächlicher. Ich sollte am Beispiel verdeutlichen, dass Gegenwehr einen Sinn ergeben kann. Während der Bahnfahrt von Hamburg nach Berlin hatte ich meine Stichworte aufgeschrieben, aber während des Verlaufs der Versammlung mich entschieden, eine andere Rede zu halten.  Ich erinnerte mich der Auseinandersetzung um den Stellenabbau im tip Berlin 2008. Weiterlesen →

3. Juni 2015
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Damals, 1986

Erinnern kann ich mich noch: 1986 kaufte Gruner+Jahr die MOPO und wir waren froh, dass das Chaos ein Ende fand. Es gab keine Konstante mehr im Arbeitsablauf. Jeden Tag sah ich, wie die Schulden bei der BfG anstiegen. Für meine Vorstellung war der zweistellige Millionen-Betrag gewaltig. Noch größer waren meine Augen, als nach der Übernahme das Konto von einem auf den anderen Tag ausgeglichen wurde. Bis dahin hatte ich einen solchen Betrag noch nicht als Einzelposten gebucht. G+J grämte sich später, die MOPO billig gekauft zu haben. Den Betrag zur Entschuldung haben sie dabei nicht kommuniziert.  Weiterlesen →

28. Mai 2015
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„Perspektive Wachstum” und die Bedeutung für die MOPO

2014 sollte der Weg der Sanierung der DuMont Mediengruppe beschritten werden und der Prozess der Content-Transformation neu aufgesetzt werden. Das Projekt der „Schwarzen Null“ unter Vorstandsmitglied Franz Sommerfeld war ohne Zukunft. Robert von Heusinger sollte wieder Innovationen und Zusammenarbeit in den Redaktionen begründen. Doch er war schnell verschwunden, da der Kern der „Perspektive Wachstum“ eben nicht die digitale Transformation der Inhalte war, sondern ein Sanierungskonzept bei den Personalkosten und der Entschuldung gegenüber den Geldgebern. Heusinger verschwand und es wurde ein reiner Manager-Vorstand geschaffen.

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27. April 2015
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Nicht mehr in vier Jahren

Am 24./25. April 2015 fand in Berlin die ver.di Bundesfachbereichskonferenz Medien statt. Früher war das so etwas wie der Gewerkschaftstag der IG Druck und Papier bzw. IG Medien. In ver.di sind wir ein Fachbereich. 100 Delegierte aus allen Bundesländern bzw. Landesbezirken wurden gewählt, 90 kamen nach Berlin. Da sich ver.di neben dem Regionalprinzip auch nach den Berufsgruppen organisiert, in ver.di Fachgruppen, war auch von diesen (Bundes)Fachgruppen Delegierte vertreten. Weiterlesen →

7. April 2015
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Der Sell-Erlass

Auf dem Hamburger Ostermarsch 2015 wurde ich durch einen damaligen Mitschüler daran erinnert: Unsere Aktionen gegen den Sell-Erlass, in den 1970er Jahren Oberschulrat für, ich weiß nicht mehr, für was. Fast alle Hamburger Fachoberschulen, ich glaube bis auf die für Wirtschaft, konnten für einen Schulstreiktag 1974 gewonnen werden. Rund 1200 Schülerinnen und Schüler waren im Audi-Max, um sich gegen den Sell-Erlass zu wehren.
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3. April 2015
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Über Schwierigkeiten und Planungen

Ich bin Anhänger einer „Raum-Theorie“, meint ein Konflikt findet in einem bestimmten Raum statt, der sich aber wieder in einem anderem größeren Raum befindet, in dem sich andere Räume befinden. In diesem kann es ebenfalls weitere geben. Zu den Überlegungen, wie man in einem Konflikt vorgeht, hängt entscheiden ab, dass man den Ausgangspunkt/-raum findet.

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31. März 2015
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Rolf

Am 31. März 2015 wird Rolf Becker 80. Gefallen wird es ihm sicher nicht, das man das Besondere an ihm betont und seiner Person Respekt zollt. Natürlich geht es um seine Person, aber am Ende geht es um die Sache, für die er steht. Erst kürzlich hatte er auf einer Streikversammlung bei uns gesprochen. Am Abend vorher war er nach seiner Darstellung auf einer Versammlung von Arbeiter des Daimler Werks in Bremen gewesen. Große Gruppen hatten Abmahnungen bekommen, bei uns ging es um einen Streik für einen Sozialtarifvertrag. Wo von sprach er? Natürlich die solidarischen Grüße, von den Abmahnungen in Bremen und das man in Arbeitskämpfen sich zusammenschließen muss, den Austausch praktizieren muss gegen Arbeitgeberwillkür und – macht. Weiterlesen →

26. März 2015
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Delegierter

Am 25./26. April 2015 findet die ver.di Bundesfachbereichskonferenz Medien, Kunst und Industrie in Berlin statt. Früher war das der Gewerkschaftstag der IG Druck und Papier bzw. IG Medien. Ich bin Delegierter und ahne, dass es um nichts geht. Die Tage werde ich mit Papier erschlagen, über die vergangene Arbeit, die Formalien so einer Konferenz, die Erledigungsvermerke zur letzten Konferenz, Anträge u.a.m. Diese Konferenzen sind (fast) völlig sinnlos, haben keinen Zweck außer den beliebigen Wahlen und der Selbstdarstellung.
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19. März 2015
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Der Streik in der Sächsischen Zeitung 1999 und eine erste betriebliche Web-Seite

Vor über 15 Jahren endete der Streik in der Sächsischen Zeitung mit einem Kompromiss, die volle Tarifbindung der ausgegliederten Geschäftsstellen und Lokalredaktion in eigenen GmbHs konnte nicht erreicht werden, die Lokalredaktionen wurden in eigenständige GmbHs überführt. Aber der Streik war eine Gegenaktion der Arbeitnehmer/innen über drei Wochen gegeben Ausgliederung und die Zerstörung der Identität der Beschäftigten der SZ, gegen das ökonomischen Konzept der Geschäftsleitung.  Der Streik wurde durch eine Web-Seite begleitet. Es dürfte die erste betriebliche Streik-Seite im Web gewesen sein oder eine der ersten. Weiterlesen →

9. März 2015
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Beginn und Ende

Die Zeitungslandschaft befindet sich im Umbruch. Bei genauerer Betrachtung haben die Verlage neben dem Umsatzproblem auch die Herausforderung, ihre strukturellen Kosten aus der alten Periode des Wachstums zu reorganisieren, wenn man sich die Bilanzen der großen Zeitungsgruppen ansieht. Üblich haben alle große Gruppen ihre Personalkosten durchgeflöht und sind am Abbau von Beschäftigten oder haben es getan. Ideologisch kommt ihre Arbeitnehmer/innen-feindliche Haltung hinzu, sich der Tarifbindung z.B. durch Ausgliederungen zu entledigen. Gegen die Folgen der Konsolidierung wird dieser Kurs aber nichts bringen. Der Markt wird die fressen, die nicht mit der Zeit gehen. Weiterlesen →

19. Februar 2015
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Kündigungen kommen Ende Februar 2015

Am 19. Februar 2015 wurden betriebsbedingte Kündigungen bzw. Ãnderungskündigungen ausgesprochen. In einer Veröffentlichung kommentiert der Betriebsrat diese Situation: Mit diesen Anhörungen konterkariert die Geschäftsleitung die laufenden Verhandlungen. Statt eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen, die natürlich auch eine Herausforderung für die Geschäftsleitung darstellt, wählt man jetzt Kündigungen und verlässt jeden Weg einer sozialverträglichen Lösung. Weiterlesen →

15. Dezember 2014
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Keine Kündigungen im Dezember, aber kein Verzicht

Unter Mecom (2006-2009) hatte sich in der BR-Arbeit herausgebildet, dass mit der Unternehmensplanung für das kommenden Geschäftsjahr auch die eigene Aufstellung zu klären ist. Verkürzt war die Frage, setzt das Unternehmen auf Kontinuität oder kommt es zu einem Strategie-Wechsel. In der ersten Zeit war unsere Antwort: Wir wissen, was sie planen und agieren im zeitlichen Zusammenhang mit Maßnahmen.

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28. November 2014
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Keine schönen Weihnachtstage?

Unter Mecom (2006-2009) hatte sich in der BR-Arbeit herausgebildet, dass mit der Unternehmensplanung für das kommenden Geschäftsjahr auch die eigene Aufstellung zu klären ist. Verkürzt war die Frage, setzt das Unternehmen auf Kontinuität oder kommt es zu einem Strategie-Wechsel. In der ersten Zeit war unsere Antwort: Wir wissen, was sie planen und agieren im zeitlichen Zusammenhang mit Maßnahmen. Unter DuMont (2009-2019) hatten wir gelernt, dass wir mit dem Wissen um die Inhalte der Etatplanung den Schritt nach vorne machen und in die Öffentlichkeit gehen.

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31. Oktober 2014
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158 Fragen

Unter Mecom (2006-2009) hatte sich in der BR-Arbeit herausgebildet, dass mit der Unternehmensplanung für das kommenden Geschäftsjahr auch die eigene Aufstellung zu klären ist. Verkürzt war die Frage, setzt das Unternehmen auf Kontinuität oder kommt es zu einem Strategie-Wechsel. In der ersten Zeit war unsere Antwort: Wir wissen, was sie planen und agieren im zeitlichen Zusammenhang mit Maßnahmen.

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4. Oktober 2014
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Ausgliederung und Zentralisierung ist nicht das Ziel

Das vorgestellte Restrukturierungs- und Stellenabbauprogramm in der Mediengruppe M. DuMont Schauberg zielt darauf, eine grundlegende Neuaufstellung in der Gesamtstrategie zu erreichen. Es geht nicht darum, dass man Ausgliederungen umsetzt oder zentrale Standards anbietet. Es wird um die weitere Hebung von Synergien gehen. Die neuen Gesellschaften sind nur der Ausgangspunkt, nicht das Ziel der Neuorganisation. Weiterlesen →

3. Oktober 2014
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„Perspektive Wachstum“ – Kostenabbau statt Wachstum

Hinter der Darstellung der Mediengruppe M. DuMont Schauberg vom 26. September „Perspektive Wachstum“ steht m. E. nichts anderes als ein konzernweites Sparprogramm, das unter der optimistischen Bezeichnung „Ergebnisverbesserungsprogramm“ aktuell umgesetzt werden soll. Meiner Meinung nach wird es an allen Standorten zentrale Vorgaben geben, wie viel eingespart werden soll. Es geht um Stellenabbau und Kostenreduzierung in der gesamten Gruppe! Die am Freitag dargestellten 20 Mio. € Investitionen beziehen sich vermutlich auch auf die Abwicklungskosten für die von Kündigung bedrohten Arbeitnehmer. Geschätzt wird der Sparbetrag in Höhe zwischen 8 bis 10 Mio.€ Weiterlesen →

9. August 2014
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Digitale Business Transformation

Die Zeitungswirtschaft befindet sich seit längerem in einer Konsolidierungsphase. Es wird zu Veränderungen in der bisher bekannten Zeitungslandschaft einschließlich der Zeitungsdruckereien kommen. Die Umsatzeinbußen im traditionellen Geschäftsfelder oder Druck treibt die Verlage, sich selber, aber natürlich auch die Geschäftsfelder neu zu positionieren bzw. sogar neu zu erfinden. Vor den Verlagen steht die Herausforderung ihrer digital Business Transformation. Dieser Prozess wird auch die Arbeitsbeziehungen erfassen und damit Folgen für die gewerkschaftliche Arbeiterbewegung haben. Heute ist sie auf weder auf die Restrukturierungsprozesse im traditionellen Geschäft eingestellt und man darf vermuten, dass es im Prozess der digitalen Transformation noch weniger der Fall dürfte . Weiterlesen →

16. Juli 2014
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Herausforderungen im Zeitungsmarkt für Gewerkschaftsbewegung

Die Tageszeitungen in der Bundesrepublik befinden sich unter ökonomischen Gesichtspunkten in einer Umbruchphase. Jüngste Erscheinungsformen waren die Insolvenz der Frankfurter Rundschau oder der Abendzeitung München, die Einstellung der FTD oder der Abendzeitung Nürnberg. Die Unternehmen legen Lokalredaktionen zusammen, bilden zentrale Redaktionsgemeinschaften für die überregionale Berichterstattung oder bereinigen wie die Axel Springer SE ihr Portfolio. Regionale Zeitungsgruppen wie Presse Druck und Verlag in Augsburg (Augsburger Allgemeine) oder die Rheinische Post Mediengruppe werden zu größeren oder großen Verlagsgruppen. Weiterlesen →