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Holger Artus

8. Juni 2019
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Konsolidierung in der Druckindustrie

2018 gab es in Deutschland 1.294 Unternehmen der Druckindustrie, die einen Umsatz von 14,366 Mrd. € Umsatz realisierten und 95.225 Arbeiter und Angestellte beschäftigten. Zieht man die Dienstleistungsunternehmen (Druckvorstufe, Weiterverarbeitung) und die kleineren Druckereien ab, sind der Kern in der industriellen Fertigung rund 400 Unternehmen. Sie realisieren einen Umsatz von 6,951 Mrd. €. In diesen Industriebetrieben sind rund 36.000 Arbeiter beschäftigt. Weiterlesen →

6. Juni 2019
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“Nicht vergessen” heißt auch, Stellung beziehen

Entsetzen packte mich, als ich erfuhr, dass in meiner unmittelbaren Nachbarschaft eine Sammelstelle für die Deportationen von hunderte jüdischen Frauen, Männer und Kinder war, in der damaligen Volksschule Schanzenstraße 105. Meine Kinder habe ich dort zur Schule angemeldet, aber nicht die Erinnerungstafel am Schulgebäude wahrgenommen. Weiterlesen →

25. Mai 2019
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Erinnern heißt auch, sich zu beugen

Am 31. Mai 2019 will ich um 15 Uhr die Stolpersteine von Meyer Jelinewski, Dr. Rudolf Borgzinner, Eva Emma Mathiason, Magaretha Magnus, Heinrich Harth, Martha Dessen vor der Schäferkampsallee 29 reinigen. An die Geschichte des Hauses erinnern diese sechs Stolpersteine. Das es sich um ein sogenanntes Judenhaus bis 1942 handelte, hier ein kleines Krankenhaus der heutigen Jüdischen Gemeinde Hamburg ab 1942 bis 1958 war, erinnert äußerlich heute nichts mehr.  Weiterlesen →

24. Mai 2019
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Fast der älteste Teilnehmer

25.000 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer demonstrierten heute durch die Hamburger Innenstadt. Die Abschlusskundgebung fand auf dem Hamburger Rathausmarkt statt. Es war bisher die größte Kundgebung in Hamburg seit Beginn der Kampagne “fryday for future”.


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18. Mai 2019
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Nur noch tapfer durchhalten

Bis zum 26. Mai 2019, dem Tag der Bezirkswahlen in Hamburg (Eimsbüttel), muss ich noch tapfer den Kandidaten-Status für die Linken in Eimsbüttel durchhalten. Wohl ist mir dabei nicht, aber keiner hat mich zur Kandidatur gedrängt. Hätte ich gewusst, auf was für einen politischen Wirrsinn ich stoße, nie wäre die Idee entstanden, zu kandidieren oder die Linke in Eimsbüttel zu unterstützen. Ganz unkommentiert will ich es aber nicht lassen und auch nicht erst nach dem 26. Mai 2019. Das ich vorher meine Meinung gesagt hatte, versteht sich. Weiterlesen →

14. Mai 2019
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Erinnern an NS-Euthanasie-Opfer

Heute habe ich in der Fettstraße in Hamburg-Eimsbüttel eine Nachbarschaftsinfo-Infos an alle Haushalte verteilt. Die 200 Exemplare landeten in den Briefkästen. Dazu musste ich fast an jeder Hauseingangstür klingeln, da die Briefkästen nicht von außen zugänglich. Die Menschen waren sehr freundlich und aufgeschlossen. Am Text waren Nachbarn aus der Straße mitbeteiligt. Weiterlesen →

7. Mai 2019
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Abschluss in der Druckindustrie kann der letzte Mantel werden

Für die tarifgebundenen Arbeiter in der Druckindustrie gab es am 2. Mai 2019 ein Verhandlungsergebnis. Der Lohnabschluss läuft über 36 Monate und sieht eine Erhöhung in drei Etappen vor:  Ab dem 1. Mai 2019 2,4 Prozent, ab 1. Juni 2020 2,0 Prozent und ab 1. Juni 2021 noch einmal 2,0 Prozent. Im Rahmen der Laufzeit des Lohntarifvertrages wird über eine Veränderung des Manteltarifvertrages verhandelt. “Die Verhandlungen finden ergebnisoffen statt. Für den Fall, dass es zu keiner Verständigung über eine Neuregelung kommt, ist die Nachwirkung des MTV ab dem 1. Mai 2021 auf jeden Fall sichergestellt”, erklärte ver.di zum Verhandlungsergebnis.
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1. April 2019
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Zehn Jahre sind eine lange Zeit

Am 1. April 2009 wurde die DuMont Mediengruppe zusammen mit dem Heinen Verlag (35 Prozent) Eigentümer der Hamburger Morgenpost. 2019 prüft DuMont – jetzt alleiniger Gesellschafter – den Verkauf seines gesamten Zeitungsportfolios. Nach zehn Jahren deutet sich damit erneut eine Wende in der Eigentümerstruktur auch der MOPO an. Es dürften sehr kritische Monate werden. Aber unabhängig davon, verändert der Prozess der Transformation der Printmedien in eine mehr und mehr virtuelle Welt die Zukunft der Gattung der regionalen Boulevard Medien wie eben auch der MOPO. Eine Antwort auf diese Entwicklungen dürfte auf Seiten des Unternehmens geführt worden sein, aber auch in Arbeitnehmer/innen-Kreisen gibt es (hoffentlich) Debatten.

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20. März 2019
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Ein Streit um einen Namen auf Twitter

Bei der Verhandlung vor dem Hamburger Landgericht geht es um eine Klage des Studenten aus Kleve gegen die Hamburger pro familia-Vorsitzende Kersten Artus. Diese hat seinen Namen in einem Tweet auf Twitter genannt. Yannic Hendricks reichte eine Zivilklage ein, weil Artus sich weigerte, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, ihre Beiträge zu löschen und Hendricks’ Anwaltskosten zu zahlen. Seine Anwälte argumentieren, dass Artus seine Persönlichkeitsrechte verletzt habe und kein öffentliches Interesse am Namen bestünde.

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19. März 2019
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Als Interessenvertretungen um Mehrheiten kämpfen

In der Mediengruppe Magdeburg, im Kern die Volksstimme und das um sie geschaffene Geschäft, gibt es 2019, 21 Jahre nach dem Streik in der Druckerei der Magdeburger Volksstimme, keine betriebliche Interessenvertretung mehr. 31 Tage streikten die Beschäftigten der Volksstimme-Druckerei 1997. Der Kampf endete erfolgreich mit einem Haustarifvertrag, der den Flächentarifvertrag zum Gegenstand hatte.

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8. März 2019
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Verkaufserfahrungen in der Zeitungswirtschaft

Bis Sommer 2019 will die DuMont Mediengruppe klären, ob sie einen Teil ihres Geschäfts verkauft. Gehandelt wird der Zeitungsbereich, DuMont spricht von „Teilportfolio“, ohne explizit die Zeitungen oder alle Zeitungen zu nennen. Meine Kollegin Renate Gensch und ich wurden bezüglich unserer Erfahrungen beim Verkauf von Zeitungsunternehmen aus Sicht der Betroffenen Arbeitnehmer/innen interviewt.

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1. März 2019
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Was für eine Meldung!

Für die Medienbranche war es die Nachricht: Die DuMont Mediengruppe prüft den Verkauf ihres bisherigen Kerngeschäfts, ihre regionalen Abo-Zeitungen (Kölner Stadt Anzeiger, Mitteldeutsche Zeitung, Berliner Zeitung) und regionale Boulevard-Titel (Kölner Express, Berliner Kurier, Hamburger Morgenpost) sowie die dazugehörigen Druckereien (Köln, Halle, Berlin), Online-Auftritten (express.de, mopo.de u.a.m.) und Anzeigenblätter. Von den 614 Mio. € Umsatz kommen alleine 478 Mio. € aus den Regionalmedien an den Standorten in Köln, Halle, Berlin und Hamburg.

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22. Februar 2019
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Redakteurstarifrunden über ein Jahrzehnt

Tarifauseinandersetzung Zeitungsredaktionen 2003/2004

Nach 24. Streiktagen und 14. Verhandlungsrunden endete die wohl schwerste Tarifauseinandersetzung in den deutschen Zeitungsredaktionen 2003/2004. An den Streikaktionen beteiligten sich in Spitzenzeiten 2.200 Beschäftigte aus 70 Redaktionen. Und das Ergebnis? Ein Mobilisierungserfolg der Gewerkschaften, aber es war auch der erste Abschluss, der Verschlechterungen im Manteltarifvertrag mit sich brachte.

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21. Februar 2019
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mecom im deutschen Zeitungsmarkt (2006-2008)

Ein Hauch von Internationalisierung und Trends kam 2006 im deutschen Zeitungsmarkt an. Finanzinvestoren unter Führung des amerikanischen Fonds Veronis, Stevenson, Suhlet (VSS) kauften erst den Berliner Verlag von der Verlagsgruppe Holtzbrinck und später die Hamburger Morgenpost von Hans Barlach und Josef Depenbrock. Für VSS war es eine sehr kurze Etappe im deutschen Zeitungsmarkt. Der 15prozentige Minderheitengesellschafter an der Erwerbergruppe, die mecom plc, versuchte ab 2007 seine Wachstumstrategie im europäischen Markt alleine weiter umzusetzen.

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19. Februar 2019
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Posse um Verkauf des Berliner Verlages 2003/2005

Der gesamte Wachstumskurs in den 1980 und 1990er Jahren von Gruner+Jahr erhielt mit der Ablösung des Vorstandsvorsitzenden Gerd Schulte Hillen durch Bernd Kundrun (eine kurze Etappe) eine Neubewertung. Man trennte sich von den Zeitschriftenaktivitäten in den USA, die völlig überteuert eingekauft waren, auch andere Auslandsaktivitäten wurden beendet. Der Zeitungsmarkt wurde als zu verkaufendes Portfolio bewertet. Dagegen wollte man groß in den Wirtschaftspressemarkt eintreten und plante die FTD. Die Werbemarkt spielte tonnenweise die Erlöse in die Zeitschrift Capital. Die Erscheinungsweise wurde von monatlich auf alle 14 Tage verändert. Börse Online wurde erworben, auch hier schlug der Werbemarkt positiv zu Buche. Die Umsätze wollte man anfangen, insbesondere auch den Boom bei den neuen Internet-Unternehmen und deren Finanzierung über Aktien. Mit der Weltwirtschaftskrise platze die Blase und die Start-Ups verabschiedeten sich reihenweise aus dem Markt. Die werbetreibende Wirtschaft reagierte auf die Rezession und änderte ihr Schaltverhalten.

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8. Februar 2019
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Was passiert in der Funke Mediengruppe?

Mit den jetzt in den verschiedenen regionalen Medienhäuser der Funke Mediengruppe präsentierten Abbau-Programmen, die bereits im Vorfeld betriebenen personellen Maßnahmen, dem anhaltenden Zickzack-Kurs in der redaktionellen Digitalisierungsstrategie, wird sichtbar, dass es eine angespannte Lage im Zeitungsgeschäft der Funke Mediengruppe gibt. Zwar redet man vom „Zukunftsprogramm 2022„, aber das wird nichts daran ändern, dass mit den jetzigen Schritten die Probleme der Mediengruppe im Kern bestehen bleiben. Weiterlesen →

31. Januar 2019
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“Hau drauf” ist auch im Wahlkampf perspektivlos

In der Auseinandersetzung mit den anderen politischen Parteien, im Agieren im Parlament, konkret in der Bezirksversammlung Eimsbüttel, hat die LINKE den Platz der Opposition. D.h. erst einmal nicht mehr, als den Verantwortlichen auf die Finger zu schauen, zu hinterfragen und im Zweifel Kontra zu geben, um so das Thema zu treiben. Das ist etwas normales wie es die anderen politischen Parteien machen, kein besonderes Attribut der LINKEN.

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30. Januar 2019
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Wohnungsgesellschaften wie Vonovia investieren internationales Kapital auch in Hamburg

Die Wohnungsgesellschaft Vonovia SE ist mit ihrem Bestand von 333.381 Wohnungen (2016) eine der größten Immobilienunternehmens in Deutschland. In Hamburg umfasst der Wohnungsbestand 16.644 Wohnungen. Aktuell in die Debatte ist Vonovia durch den Kauf eines Teilgrundstücks des ehemaligen Sportplatzes in Stellingen gekommen. Das Abendblatt schrieb, dass hierfür 40 Mio. € bezahlt wurden, obwohl es Anbieter gab, die bessere konzeptionelle Vorstellungen über den künftigen Neubau von 177 Wohnungen hatten.  Weiterlesen →

28. Januar 2019
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„Fußball im Nationalsozialismus“ – Veranstaltung im Haus des Sports

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Fußball im Nationalsozialismus“ , die vom HSV, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und des Netzwerk Erinnerungsarbeit am 27. Januar 2019 im Haus des Sports organisiert wurde, präsentierten Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Hertz Schule das Ergebnis eines Schulprojekts „Klassenzimmer in Action„. Sie hatten sich drei Tage mit der Geschichte des HSV in der Nazi-Zeit beschäftigt. Ihr Thema: Wie können Fußballvereine dazu beitragen, dass sich so etwas wie der Faschismus in Deutschland nicht wiederholt. Weiterlesen →