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Holger Artus

14. Juni 2021
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Wie die Unternehmer staatliche Aufgaben übernehmen – das Lager in der Seehafenstraße 1-6

Die Harburger Oelwerke Brinkmann & Mergell setzen 1944 rund 430 Arbeiter an ihrem Produktionsstandort in der Seehafenstraße 1-6 ein. Davon waren nach den Übersichten der damaligen regionalen Wirtschaft 189 Ausländer. Bisher namentlich nachzuweisen sind 123 Personen aus diesem Lager. 59 von ihnen waren italienische Militärinternierte, 59 sowjetische Bürger und 6 Personen, deren staatliche Herkunft zurzeit nicht zu identifizieren sind.

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14. Juni 2021
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Italienische Militärinternierte in der Harburger Seehafenstraße 16

In der NS-Zeit setzte die Internationale Galalithgesellschaft in der Harburger Seehafenstraße 16 nach neuesten Unterlagen über 300 Zwangsarbeiter in ihrer Produktion ein. Zum 1. April 1945 waren in dem Harburger Unternehmen insgesamt 615 Arbeiter beschäftigt, die Hälfte von ihnen waren Zwangsarbeiter. 179 kamen aus Frankreich, 74 aus Kroatien, Russen und Holländer sowie 26 italienische Militärinternierte.

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5. Juni 2021
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Über die italienischen Militärinternierten in der Hamburger Rüstungswirtschaft

Nach der Ankunft der italienischen Militärinternierten ab September 1943 über das Kriegsgefangenen Stammlager Sandbostel in Hamburg wurden sie vor allem in der Bauwirtschaft eingesetzt. Das sollte sich nach jetzigen Unterlagen im wesentlichen nicht verändert haben. Aber der Verlauf des Krieges seit Ende 1942/1943 und die Angriffe der Alliieerten führte nicht nur zum Abzug der Arbeitskräfte an die Front. “Der Angriffschock hatte Auswirkungen bis zum März 1944, da große Teile der Bevölkerung aus Hamburg abgewandert oder evakuiert worden waren”, schreibt Friederike Littmann in ihrem Buch “Ausländische Zwangsarbeiter in der Hamburger Kriegswirtschaft 1939-1945”.

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29. Mai 2021
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700 italienische Militärinternierte in der Trabrennbahn Farmsen

An das Zwangsarbeitslager für italienische Militärinternierte auf dem ehemalige Gelände am Standort der Trabrennbahn Farmsen erinnert heute nichts mehr. Das Gelände am heutigen heutigen Friedrich-Ebert-Damm heißt jetzt „Der Wohnpark im Grünen“. Auf Wikipedia kann man lesen, das die die Rennbahn „als Sammelstelle für diejenigen Teile der Hamburger Bevölkerung, die bei den schweren Luftangriffen auf Hamburg obdachlos wurden.“

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27. Mai 2021
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Über die IMI-Lager im Alten Wandrahm, Block W und Block S

Der Wandrahm ist eine Insel im Hamburger Stadtgebiet und gehört heute zum Stadtteil HafenCity. Auf dieser Insel befindet sich die zwischen 1890 und 1927 erbaute sich Hamburger Speicherstadt. In der NS-Zeit wurden hier jüdische Unternehmen gezwungen, ihre Eigentum zu verkaufen. An den Raubkäufen waren Hamburger Unternehmen und staatlichen Einrichtungen beteiligt.

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22. Mai 2021
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Über eine schleppende Geschichtsaufarbeitung

Mit den Medienveröffentlichungen im Januar 2020 zur Unternehmensgeschichte der Bauer Media Group in der NS-Zeit war das Thema selber gesetzt. Das Unternehmen selber reagierte, in dem es erklärte, diese Geschichte aufzubereiten und danach die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Daran habe ich keinen Zweifel, alles andere würde zu einer endlosen Geschichte führen, woran kein Unternehmen ein Interesse hätte. Auch die mir bekannten öffentlichen Erklärungen bringen zum Ausdruck, dass man sich auch inhaltlich klar positioniert hat. Wie eine aktuelle Medienveröffentlichung signalisiert, gibt es offenbar in der Umsetzung Herausforderungen.

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8. Mai 2021
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Eine KZ-Gedenkstätte an vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße in Wedel

Nach der Beendigung der Arbeitskommandos der jüdischen Frauen aus dem KZ Außenlager im Lagerhaus G am Dessauer Ufer wurden sie auf drei Außenlager verteilt, auf die Lager in Fischbek, Sasel und Wedel. Letzteres entstand aus einem Zwangsarbeitslager an der Rissener Straße in Wedel. Ab dem 13. September 1944 waren hier rund 500 tscheslowakische und ungarische Jüdinnen im KZ in Wedel festgesetzt.

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3. Mai 2021
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Blumen vor der Sternwoll-Spinnerei am Tag der Befreiung, am 3. Mai 1945, abgelegt

Vor der Wandskulptur zur Erinnerung an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion und den italienischen Militärinternierten habe ich heute, an deren 76. Jahrestag der Befreiung Blumen abgelegt. Seit 2013 gibt es dieses Wandskulptur und Erinmerungstafel. Auf der Web-Seite www.Sternwollspinnerei.de wird über das Zwangsarbeitslager und ihre Insassen informiert. Jedes Jahr kommen seit dem Neue Geschichten dazu, wenigstens ist es mein Bestreben.

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2. Mai 2021
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LKWs rasen an der Gedenktafel des KZ-Frauenlagers Tiefstack vorbei

Die Gedenktafel an das Frauenlager des KZ Außenlager Tiefstack an der Andreas-Meyer-Straße 11 liegt an einer vielbefahrenen Straße, mitten im Speditions- und Industriegebiet von Billbrook. Da die Andreas-Meyer-Straße zum Ring 2 gehört, ist sie auch noch ein Autobahnzubringer. LKW brettern in der Woche daran vorbei. Eine Bushaltestelle befindet sich in seiner unmittelbaren Lage.

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28. April 2021
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Am Falkenbergsweg in Fischbek

Als Kind bin ich mit meinem Vater Ende der 1950 Jahre gerne in der Fischbeker Heide gewesen, war es doch eine Weltreise für mich – von Hamburg-Hamm nach Hamburg-Fischbek. Später war ich in den Schulferien immer auf der Fischbeker Glatze, wir nannten sie Chrutschows-Glatze. Das hier in dieser idyllischen Ecke in der Nähe ein Außenlager des KZ-Neuengamme war, war mir nicht bewusst. Heute bin ich endlich in den Falkenbergsweg mit dem Fahrrad hingefahren.

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25. April 2021
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Notizen zum Dessauer Ufer, Lagerhaus G

Die Lagerhäuser am Dessauer Ufer beschäftigen mich jetzt schon eine Weile, nachdem ich in den Hausmeldekarteien 2020 die Namen von etwa 1.700 Namen italienischer Miltärinternierte aus dem Lagerhaus F gefunden hatte. Wenig später fand ich für das Lagerhaus H die Namen von rund 800 sowjetischen Zwangsarbeiter.

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24. April 2021
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NS-Spuren im Kontorhausviertel auf einer Map zusammengefasst

Die Spuren der NS-Zeit im Kontorhausviertel sind umfassend, schaut man sich die Map über rechte Spuren in der Hamburger Altstadt. Erst gestern habe ich einen weiteren Raubkauf im Sprinkenhof gefunden, den ich aber noch einmal recherchieren muss. Eine weitere Geschichte wartet noch auf ihre Veröffentlichung.

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20. April 2021
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Nach über 75 Jahren wollen Unternehmen nichts zu ihrer NS-Geschichte sagen

Es ist schon erstaunlich, dass die Unternehmen, die bis Mai 1945 italienische Militärinternierten in ihrer Produktion einsetzen, auch nach 75 Jahren schweigen. Dabei fällt auf, dass sie auch zu den Unternehmen gehören, die bereits im Jahr 2000 nicht in den Entschädigungsfonds der deutschen Wirtschaft und der Bundesregierung, einzahlten. Sie wollen sich drücken, sie wollen nicht genannt werden, was auch immer die Gründe sein mögen. Und es fällt noch etwas auf: Sie beuteten nicht nur italienische Militärinternierte aus, vorher und in der gleichen Zeit, waren Zwangsarbeiter aus anderen Ländern bei ihnen eingesetzt, aus der Sowjetunion, aus Polen, Frankreich und anderen Ländern.

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