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Holger Artus

8. März 2019
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Verkaufserfahrungen in der Zeitungswirtschaft

Bis Sommer 2019 will die DuMont Mediengruppe klären, ob sie einen Teil ihres Geschäfts verkauft. Gehandelt wird der Zeitungsbereich, DuMont spricht von „Teilportfolio“, ohne explizit die Zeitungen oder alle Zeitungen zu nennen. Meine Kollegin Renate Gensch und ich wurden bezüglich unserer Erfahrungen beim Verkauf von Zeitungsunternehmen aus Sicht der Betroffenen Arbeitnehmer/innen interviewt.

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1. März 2019
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Was für eine Meldung!

Für die Medienbranche war es die Nachricht: Die DuMont Mediengruppe prüft den Verkauf ihres bisherigen Kerngeschäfts, ihre regionalen Abo-Zeitungen (Kölner Stadt Anzeiger, Mitteldeutsche Zeitung, Berliner Zeitung) und regionale Boulevard-Titel (Kölner Express, Berliner Kurier, Hamburger Morgenpost) sowie die dazugehörigen Druckereien (Köln, Halle, Berlin), Online-Auftritten (express.de, mopo.de u.a.m.) und Anzeigenblätter. Von den 614 Mio. € Umsatz kommen alleine 478 Mio. € aus den Regionalmedien an den Standorten in Köln, Halle, Berlin und Hamburg.

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22. Februar 2019
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Redakteurstarifrunden über ein Jahrzehnt

Tarifauseinandersetzung Zeitungsredaktionen 2003/2004

Nach 24. Streiktagen und 14. Verhandlungsrunden endete die wohl schwerste Tarifauseinandersetzung in den deutschen Zeitungsredaktionen 2003/2004. An den Streikaktionen beteiligten sich in Spitzenzeiten 2.200 Beschäftigte aus 70 Redaktionen. Und das Ergebnis? Ein Mobilisierungserfolg der Gewerkschaften, aber es war auch der erste Abschluss, der Verschlechterungen im Manteltarifvertrag mit sich brachte.

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21. Februar 2019
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mecom im deutschen Zeitungsmarkt (2006-2008)

Ein Hauch von Internationalisierung und Trends kam 2006 im deutschen Zeitungsmarkt an. Finanzinvestoren unter Führung des amerikanischen Fonds Veronis, Stevenson, Suhlet (VSS) kauften erst den Berliner Verlag von der Verlagsgruppe Holtzbrinck und später die Hamburger Morgenpost von Hans Barlach und Josef Depenbrock. Für VSS war es eine sehr kurze Etappe im deutschen Zeitungsmarkt. Der 15prozentige Minderheitengesellschafter an der Erwerbergruppe, die mecom plc, versuchte ab 2007 seine Wachstumstrategie im europäischen Markt alleine weiter umzusetzen.

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19. Februar 2019
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Posse um Verkauf des Berliner Verlages 2003/2005

Der gesamte Wachstumskurs in den 1980 und 1990er Jahren von Gruner+Jahr erhielt mit der Ablösung des Vorstandsvorsitzenden Gerd Schulte Hillen durch Bernd Kundrun (eine kurze Etappe) eine Neubewertung. Man trennte sich von den Zeitschriftenaktivitäten in den USA, die völlig überteuert eingekauft waren, auch andere Auslandsaktivitäten wurden beendet. Der Zeitungsmarkt wurde als zu verkaufendes Portfolio bewertet. Dagegen wollte man groß in den Wirtschaftspressemarkt eintreten und plante die FTD. Die Werbemarkt spielte tonnenweise die Erlöse in die Zeitschrift Capital. Die Erscheinungsweise wurde von monatlich auf alle 14 Tage verändert. Börse Online wurde erworben, auch hier schlug der Werbemarkt positiv zu Buche. Die Umsätze wollte man anfangen, insbesondere auch den Boom bei den neuen Internet-Unternehmen und deren Finanzierung über Aktien. Mit der Weltwirtschaftskrise platze die Blase und die Start-Ups verabschiedeten sich reihenweise aus dem Markt. Die werbetreibende Wirtschaft reagierte auf die Rezession und änderte ihr Schaltverhalten.

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8. Februar 2019
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Was passiert in der Funke Mediengruppe?

Mit den jetzt in den verschiedenen regionalen Medienhäuser der Funke Mediengruppe präsentierten Abbau-Programmen, die bereits im Vorfeld betriebenen personellen Maßnahmen, dem anhaltenden Zickzack-Kurs in der redaktionellen Digitalisierungsstrategie, wird sichtbar, dass es eine angespannte Lage im Zeitungsgeschäft der Funke Mediengruppe gibt. Zwar redet man vom „Zukunftsprogramm 2022„, aber das wird nichts daran ändern, dass mit den jetzigen Schritten die Probleme der Mediengruppe im Kern bestehen bleiben. Weiterlesen →

31. Januar 2019
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“Hau drauf” ist auch im Wahlkampf perspektivlos

In der Auseinandersetzung mit den anderen politischen Parteien, im Agieren im Parlament, konkret in der Bezirksversammlung Eimsbüttel, hat die LINKE den Platz der Opposition. D.h. erst einmal nicht mehr, als den Verantwortlichen auf die Finger zu schauen, zu hinterfragen und im Zweifel Kontra zu geben, um so das Thema zu treiben. Das ist etwas normales wie es die anderen politischen Parteien machen, kein besonderes Attribut der LINKEN.

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30. Januar 2019
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Wohnungsgesellschaften wie Vonovia investieren internationales Kapital auch in Hamburg

Die Wohnungsgesellschaft Vonovia SE ist mit ihrem Bestand von 333.381 Wohnungen (2016) eine der größten Immobilienunternehmens in Deutschland. In Hamburg umfasst der Wohnungsbestand 16.644 Wohnungen. Aktuell in die Debatte ist Vonovia durch den Kauf eines Teilgrundstücks des ehemaligen Sportplatzes in Stellingen gekommen. Das Abendblatt schrieb, dass hierfür 40 Mio. € bezahlt wurden, obwohl es Anbieter gab, die bessere konzeptionelle Vorstellungen über den künftigen Neubau von 177 Wohnungen hatten.  Weiterlesen →

28. Januar 2019
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„Fußball im Nationalsozialismus“ – Veranstaltung im Haus des Sports

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Fußball im Nationalsozialismus“ , die vom HSV, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und des Netzwerk Erinnerungsarbeit am 27. Januar 2019 im Haus des Sports organisiert wurde, präsentierten Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Hertz Schule das Ergebnis eines Schulprojekts „Klassenzimmer in Action„. Sie hatten sich drei Tage mit der Geschichte des HSV in der Nazi-Zeit beschäftigt. Ihr Thema: Wie können Fußballvereine dazu beitragen, dass sich so etwas wie der Faschismus in Deutschland nicht wiederholt. Weiterlesen →

26. Januar 2019
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Der § 219a gehört gestrichen

Gut 400 Frauen und Männer folgten am Sonnabend, den 26. Januar 2019, dem Aufruf des Hamburger Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung zu einem Aktionstag zur Streichung des § 219a aus dem Strafgesetzbuch. Er verbietet Ärztinnen und Ärzten, in der Öffentlichkeit über Ihren Leistung zu Schwangerschaftsabbrüchen zu informieren. 

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15. Januar 2019
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Die Auseinandersetzung um Filtrona Crissier – eine tolle Erfahrung 2004

Vor 15 Jahren war ich in Lusanne. Es war sausau-kalt. Ich hatte an einer Versammlung streikender Frauen vom Filtrona in Lusanne teilgenommen. Seit Anfang Januar war ich in Kontakt mit den deutschen Betriebsrat der Unternehmensgruppe und hatte – wie so oft – ein Flugblatt geschrieben, dass vor dem Werk in Reinbek verteilt wurde. Um den Konakt zu den amerikanischen und englischen Gewerkschaften/Vertretungen vor Ort hatte ich mich bemüht und zu zwei Werken über Teamster (Mexiko und Richmond) Beziehungen hergestellt. Weiterlesen →

14. Januar 2019
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Sollte man eine Strategie im Linken–Wahlkampf verfolgen?

Nach den Bezirksversammlungswahlen am 26. Mai 2019 wird die „Regierungskoalition“ von SPD und Grüne in Hamburg-Eimsbüttel fortbestehen. Die Verhältnisse von SPD und Grün könnten sich umkehren. Die CDU droht, beim vierten Platz in der Wähler/innen-Gunst weiter an Zustimmung zu verlieren. Für eine linke Opposition also alles klar? Dazu noch was für Eimsbüttel oder deren Stadtteile entwickeln? Bleibt man bei seiner heutigen „Linie“, eben auf das Ansehen in der Bundespolitik zu setzen? Die praktischen Erfahrungen mit der Linken in der Planung lassen einem zweifeln, ob sie so etwas wie eine Strategie verfolgen (werden).

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7. Januar 2019
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Heute, vor zehn Jahre, informierte DuMont über den MOPO-Kauf

Am 6. Januar 2009 informierte die DuMont Mediengruppe, dass sie die deutschen Beteiligungen der mecom plc kaufen wird. Im Kern waren das die Zeitungstitel Berliner Zeitung, Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost. mecom hatte vorher bereits einen Teil seines norwegischen Portfolios verkauft, jetzt folgten die deutschen Beteiligungen. Schaut man sich das Ergebnis der MOPO zum 31.12.2018 mit 3,3 Mio. € Jahresüberschuss (Berliner Verlag plus 6,7 Mio.€) an, so wird sichtbar, dass es nicht um die Lage der deutschen Unternehmen ging, sondern um die Entschuldung von mecom als internationale Mediengruppe mit Zeitungen in den Niederlanden, Dänemark, Norwegen, Polen und Deutschland ging. Weiterlesen →

5. Januar 2019
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20 Jahre Geschichte der MOPO und dem Berliner Verlag in Dokumenten

Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise 2002/2003 und dessen Folgen für den deutschen Werbemarkt vollzog sich neue Qualität im Konsoldierungsprozess unter den Zeitungen im überregionalen Anzeigenmarkt. Im Laufe der Jahre kam der anhaltendende Einbruch im regionalen Zeitungsmarkt, beginnend mit der Verdrängung des Rubrikenmarkts von Print in das digitale Geschäftsfeld. Im Laufe der Jahre würde es ein umfassender Prozess. Heute haben die regionalen Abo-Zeitungen bis zu 60 Prozent ihrer damaligen Umsätze verloren. Diese Entwicklung, aber auch eine Invest-Strategie ins Druckerei-Geschäft, um andere zu verdrängen, der Grundprozess der gesamten Transformations des Zeitungsgeschäftes in die digitale Welt, trieben die Konsolidierung.

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5. Januar 2019
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Volle Pulle hetzen, es bleibt schon was kleben

Die AfD wird auch zu den Bezirksversammlungswahlen in Eimsbüttel 2019 kandidieren. Im November 2018 soll sie nach eigenen Angaben ihre Kandidaten/innen für Eimsbüttel nominiert haben. Die Linie ist klar: es wird gegen Geflüchtete und Ausländer gehetzt. Man ist sich nicht zu doof, die Tage zu zählen (vier), an denen angeblich Scherben vor einem Hauseingang in Eimsbüttel lagen, in dem geflüchtete Menschen leben sollen. Weiterlesen →

1. Januar 2019
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Über die Tarifauseinandersetzung in der Druckindustrie 2003-2005

Über 1 1/2 Jahre schleppten sich 2003 bis 2005 die Tarifauseinandersetzungen in der Druckindustrie. Die Arbeitgeber hatten den Manteltarifvertrag und die Regelungen zur Maschinenbesetzungen in der Druckindustrie gekündigt. Es war bisher eine der längsten Tarifauseinandersetzungen in diesem Industriezweig. Am Ende hatten 192 Betriebe und rund 9.000 Beschäftigte an den Warnstreiks teilgenommen. Es gab 15 Verhandlungsrunden in dem Zeitraum November 2003 bis Juni 2005. Weiterlesen →

27. Dezember 2018
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Also kam es zum Verkauf der MOPO

Am 27. Dezember 2008 informierte Christian Meier, damals vom Mediendienst kress, über die Kaufabsichten der DuMont Mediengruppe der deutschen Mecom Beteiligungen in Berlin und Hamburg. “Die britische Mecom-Gruppe will den Berliner Verlag (u.a. „Berliner Zeitung“) verkaufen. Nach Informationen des Branchendienstes kress ist der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg („Kölner Stadt-Anzeiger“, „Express“) ganz vorne im Rennen. DuMont plant offenbar eine weit reichende Fusion der „Berliner Zeitung“ mit seiner „Frankfurter Rundschau“ …Der Kaufpreis soll nun unter 200 Mio. Euro liegen und auch die „Hamburger Morgenpost“ einschließen, die ebenfalls zur Mecom-Gruppe gehört.” Weiterlesen →

23. Dezember 2018
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Die Herausforderungen der Ebene im Kommunalen

Der Secondhand-Laden Spenda Bel Osterstraße musste seinen Betrieb zum 31.12.2018 einstellen. Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, BASFI, hat 1,5 – 2 Mio. Millionen Euro weggekürzt, so dass in Hamburg diverse Projekte, die bei der Unterstützung von Langzeitarbeitslosen Leistungen anbieten, so nicht mehr fortgeführt werden können. Davon betroffen war auch der Spenda Bel in der Osterstraße. DIE LINKE in Eimsbüttel sagt: Wir haben kein Verständnis, dass man diesen Arbeitsmarkt in Hamburg in der Form schwächt. Die Mittel sind da, man muss mit den Träger darüber reden, aber nicht wortlos streichen. Weiterlesen →

21. Dezember 2018
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Über die Konsolidierung im Tiefdruck 2003-2019

Ab der Jahrtausendwende gab es eine langanhaltende Konsolidierungswelle im Tiefdruckmarkt, die sich auch weltweit äußerte. Die Tiefdruckunternehmen hatten in den von ihnen unterstellten Wettbewerb in die Druckkapazitäten investiert, um andere vom Markt zu drängen. Damals bekannte Tiefdruckunternehmen wie Quebecor (Kanada), Root Smeets (Niederlande) oder Polestar (England) gibt es so heute nicht mehr oder nicht mehr mit Druckereien. Roto Smeets hatte z.B. in seiner „Blütezeit“ 4.300 Beschäftigte, heute sind es noch 800 (2017) und ist Bestandteil der CirclePrinters Group. Polestar rauschte 2016 in die zweiten Insolvenz. Weiterlesen →

15. Dezember 2018
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Wie man sich auf Veränderungen einstellen kann

Zehn Jahre DuMont in der Hamburger Morgenpost. Keine gute Periode, wenn man das vergangene Jahrzehnt betrachtet. Hier ein BR-Info, dass sich auf den Dezember 2008 bezieht, als es die ersten Verkaufsgesprächen zwischen Mecom und der DuMont Mediengruppe gab, an dessen Ende der Verkauf stand. Ursprünglich wollten wir ein Info Ende November 2008 herausgeben, dass über den kommenden Verkauf informiert. Wir haben uns aber dann für einen anderen Weg entschieden, also die Recherche zu treiben. Daran erinnert dieses Info.

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