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Holger Artus

15. September 2020
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71 Jahre MOPO

Am 16. September 1949 erschien die erste Ausgabe der MOPO. Aus 6.000 an diesem Tag wurden bis Ende 1949 23.000 täglich verkaufte Exemplare. 1967 wurden pro Quartal 367.0000 im Durchschnitt verkauft. Es dürfte in diesem Zeitraum Tage mit über 400.000 verkauften Exemplaren gegeben haben. Seit dem, ohne dieses Jahr als „Wende-Jahr“ bezeichnen zu wollen, ging es danach nur noch abwärts mit der MOPO-Auflage. Aktuell, per 30.06.2020 hatte die Print-MOPO 37.029 verkaufte Exemplare, davon 24.528 im Einzelverkauf. Diese Zahlen fielen in den Corona Lock-Down und sind aber wenig aussagekräftig.

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5. September 2020
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700 italienische Namen

Mit der Einsichtnahme in die Hausmeldekartei für die Schützenpforte 11 war der Nachweis gegeben, dass hier ein Zwangsarbeitslager für italienische Militärinternierte von 1943 bis 1945 existierte. Die Angaben auf der Hauskartei brachte weitere Informationen zum Lager, dass es bewacht war, was aus den italienische Solldaten wurden, aber auch bisher unbekannte Zwangsarbeitslager in Hamburg.

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30. August 2020
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NS-Zwangsarbeitslager in der Marschländer Straße 11

Am 8. September 2020 findet im Hamburger Kontorhausviertel eine Kundgebung zur Erinnerung an die italienischen Militärinternierten und deren Opfer vor der Burchardstraße 11 statt. In Vorbereitung habe ich mir überlegt, wie neben der allgemeinen Werbung auch vor Ort in der Altstadt darauf hinweise. Aus Erfahrung weiß ich, dass man mit einem Flugblatt eher wenig Leute erreicht, aber informiert.

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9. August 2020
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Über Erminio Fusa, Emilio Bova und Antonio Bova – drei italienische Opfer aus dem Zwangsarbeitslager im Heinrich-Bauer-Haus

Damit hatte ich nicht gerechnet, dass mich das Thema der italienischen Militärinternierten so festhält. Aus einer kleinen, geplanten und überschaubaren Aktivität, auf einen konkreten Punkt bezogen, ist ein inhaltliches Thema geworden. Noch habe ich nichts von der Familie Fusa aus Trobbelvicono gehört, aber da ich weitere Opfer aus dem Zwangsarbeiterlager, habe ich das aufgeschrieben, was ich bisher gefunden habe. Natürlich geht es auch um die Bewerbung der Kundgebung am 8. September 2020 um 17 Uhr vor der Burchardstraße 13 im Hamburger Kontorhaudviertel.

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9. Juli 2020
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Und noch was zur Kundgebung am 15. Juli 2020 …

Es ist zwar mehr Übung als Teil der kommenden Kundgebung vor dem Bahnhof Sternschanze zur Erinnerung an die Massendeportationen im Juli 1942 über die Schule, aber es gehört dazu, die Information der Medien. Letztes Jahr hatte der NDR 90,3 die Kundgebung aufgegriffen, um das Umfeld der Erinnerungstafel aufzuspießen. Diesmal gibt es so etwas nicht. Die Bewerbung ist diesmal zurückhaltend. Heute und Morgen verteilen wir noch den Aufruf im Stadtteil.

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8. Juli 2020
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Noch eine Nachbarschafts-Info zu Ida Silberberg, Vereinsstraße 54

Vor der Vereinsstraße 54 wurde kürzlich ein Stolperstein für Ida Silberberg verlegt. Heute habe ich zu ihr einen Nachbarschaftsinfo an die Mieter/innen verteilt. Es geht mir natürlich auch um die Bewerbung der Kundgebung, aber wenn man vor den Dokumenten sitzt und weiter recherchiert, belastet einen das Thema, dass diese Leben zerstört wurde. Keine Geschichte ist gleich, die Tragik schmerzt bei jeder gleichermaßen. Ich habe Zweifel bei einzelnen Angaben, so dass ich gezögert hatte, nicht was die Person betrifft. Am Ende wäre ich enttäuscht, ihre aufgeschriebene Geschichte nicht verteilt zu haben.

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5. Juli 2020
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Gewerkschaftsausschlüsse in der MOPO – Unternehmen, Gewerkschaftsführung und SPD in einem Boot

Das gerade in der Druckerei der Hamburger Morgenpost Mitte der 1970er Jahre linke Betriebsräte und Vertrauensleute aus der Gewerkschaft ausgeschlossen oder verdrängt wurden, ist ein sehr bitteres und nicht zu vergessenes Kapitel der MOPO-Geschichte. Im Zusammenspiel von Unternehmensleitung und Chefredaktion der MOPO mit dem Senat sowie von SPD und Gewerkschaftsführung wurden aktive und engagierte Gewerkschafter aus der Redaktion vertrieben. In der IG Druck und Papier, einer Vorgängergewerkschaft der heutigen ver.di, wurden Gewerkschaftsmitglieder wegen ihrer Haltung politisch diffamiert – bis zum Gewerkschaftsausschluss.

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2. Juli 2020
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Wer war Clara Nachum?

Im vergangenen Jahr hatte ich eine Nachbarschaftshilfe-Info verteilt, um für unsere Kundgebung am 15. Juli 2019 zu werben. Anlass für die Info war ein Stolperstein für Clara Nachum, der am 19. April 2019 verlegt wurde. Ihr Name wurde ich mir erst bewusst, als meine Tochter mir einen Stolperstein für Clara Nachum schenkte. Meine Versuche, mit Mieterinnen in Kontakt zu kommen, wurden abgeblockt.

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28. Juni 2020
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Über Regina Behr, Agathenstraße 3

Auch, um anders für eine Kundgebung am 15. Juli 2020 für eine Erinnerungskundgebung am Bahnhof Sternschanze zu werben, habe ich in der Nachbarschaft mehrere Infos verteilt, die sich mit ihrem Haus oder ihrer Straße beschäftigen. Dazu gehört auch die eigene Wohnstraße. Ich mache mir keine Illusionen, wie viele kommen, aber es bleibt ja dennoch die Frage nach dem, was bleibt, also man sich erinnert.

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23. Juni 2020
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Über jüdische Mieter in der Hoheluftchaussee 91 und 93

Mitte Januar 2020 hatte ich Sie über die Geschichte Ihres Mietshauses in der NS-Zeit informiert.  Im Januar 2020 hatte u.a. der SPIEGEL über die Häuser im Eppendorfer Weg 225/ Hoheluftchaussee 93 und Hoheluftchaussee 93 geschrieben. Die jüdischen Eigentümer mussten damals an den „Arier“, den Eigentümer des Heinrich Bauer Verlages, heute Bauer Media Group (TV Movie, InTouch u.a.) verkaufen.

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