Für einen Rundgang auf der Elbinsel Kaltehofe zur NS-Zwangsarbeit bei den Hamburger Wasserwerke hatte der Historiker, David Templin, noch den Namen von Jaroslaw Zaba genannt. Die Recherche-Lage ist schwer, aber einiges habe ich aufgeschrieben.
Diese Info hat viele Autoren*innen, einer davon bin ich. Trotzdem nehme ich ihn auf meine Web-Seite, weil es zum einen Aktivitäten abbildet, in denen ich mich in der Erinnerungsarbeit engagiere und ich den Aufschlag – etwas holprig – zum Text gemacht habe. Die Initiative zu den Steinen ging nicht von mir aus, aber die Info zu Sophie Hartmann im März 2023, die ich in St. Georg verteilt hatte, war der Anlass dafür. Insofern sage ich: Danke, Gudrun.
Dank der Haltung von Hamburg Wasser wird jetzt vor dem Unternehmenssitz in Rothenburgs ein Stolperstein für Italo Carlini verlegt. Dies erfolgt im Rahmen der „Woche des Gedenkens“.
Zum 25. April 2024 laden alle in Hamburg aktiven zivilgesellschaftlichen Gruppen zu ehemaligen Außenlager des KZ Neuengamme zu einer Buchlesung im Hafenmuseum ein. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir uns im Lagerhaus G getroffen. Die Planung konnte leider nicht realisiert werden. Ärgerlich.
Zu weiteren Bewerbung der Kundgebung am 18. April 2024 vor der Lerchenstraße 14 habe ich noch einen Medien-Info verbreitet. Dabei bin ich mir des (Des)Interesse der Redaktionen eher bewusst, aber es soll zur Grunderzählung dieser Aktivität auf der Web-Seiten eingesetzt werden.
Am 18. April 2024 findet um 18 Uhr eine Kundgebung vor der Lerchenstraße 12 statt, um an die Familie von Constantin Schwarz zu erinnern. Sie wohnte bis zur Verschleppung nach Auschwitz im Haus 3 in der Lerchenstraße 14. Am 18. April 1944 wurden 26 Sinti und Roma aus Hamburg in KZ deportiert. Es gibt eine Einladung, die nur in der Straße verbreitet wird und zu der plakatiert wurde. Es gibt einen Aufruf mit lokalen Unterstützer:innen.
Die Familie Schwarz gehörte zu den Deportierten von 18. April 1944 von Hamburg ins KZ Auschwitz. Sie lebte in der Lerchenstraße 14, Haus 3, zusammen mit Karolina Steinbach. Am 18. April 2024 findet eine nachbarschaftliche Kundgebung statt, um an die Deportation zu erinnern.
Bei der Recherche zu Constantin Schwarz und seinen vier Söhnen aus der Lerchenstraße 14, die am 18. April 1944 nach Auschwitz deportiert wurden, war ich mir bei einer Frage nicht klar: Seine Mutter, Lisette Schwarz, sprach davon, dass sie auf der Deportationsliste stand, weshalb sie floh und künftig illegal lebte.
Im Zusammenhang mit einer Recherche zu einem jüdischen NS-Opfer in St. Georg fand ich neben Emma Levi aus dem Kirchenweg 10 auch die Namen von Auguste und Clara Renner. Die Verteilung der Information über Emma Levi zusammen mit Lutz Johannsen an die Bewohner:innen im Kirchenweg führte zu Spenden für einen Stolperstein. Da mehr als nur die 120 € bisher zu Stande kamen, war die Frage, was man den Spender:innen neu vorschlagen könnte. Im Prozess kam es zur Idee, die Nachbarschaft in der heutigen Soester Straße auf Auguste und Clara Renner anzusprechen. Sollte sich hier niemand für eine Patenschaft gewinnen, wäre ein Stein gewissermaßen schon finanziert. Für den Fall, dass sich Nachbarn aus der Soester Straße fänden, habe ich weitere Namen gefunden und bin im Gespräch. Hier die Info zu Auguste und Clara Renner.
Auguste und Clara Renner wohnten seit Anfang der 1930 in der damaligen Borgerschstaße 25 in Hamburg-St. Georg, bevor sie am 18. November 1941 nach Minsk deportiert wurden. Zu diesem Zeitpunkt wohnte sie dort nicht mehr. Die heutige Nachbarschaft wird Tage eine Info in ihren Briefksten über die beiden Frauen finden. Neben der Anteilnahme an dem Schicksal, dem Wissen um die beiden, geht es mir auch darum, dass sich Menschen finden, die eine Patenschaft für zwei Stolpersteine übernehmen. Das mache ich zusammen mit Lutz Johannsen aus dem Stadtteil, der mit seinem Engagement auf die beiden Frauen aufmerksam gemach hat.
Am 27. April 2024 wird um 18 Uhr im Geschichtsort Stadthaus in der Hamburger Innenstadt die Ausstellung von Marlies Poss „Erinnerte Gegenwart“ eröffnet.
Auf der Suche nach einer jüdischen Bewohnerin aus der Westerstraße 27 im Hamburger Münzviertel recherchierte ich im Staatsarchiv zur Adresse. Elisabeth Elias wurde am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt/Terezin deportiert. Ihr Name steht heute auf der Namenstafel der Juli-Deportierten von 1942 an der Ganztagsgrundschule Stenschanze.
Zusammen mit Lutz Johannsen habe ich eine Nachbarschafts-Information im St. Georger Kirchenweg verteilt. Wir waren bei einer Recherche über die Familie Levy im Kirchenweg 10 gestolpert. Emma Levy wurde im Juni 1943 nach Theresienstadt/Terezin, deportiert und später in Auschwitz ermordet. Wir haben die Nachbarschaft gefragt, ob sie sich eine Patenschaft für einen Stolperstein vorstellen könnten. Hier das verteilte Schreiben:
Zu einer Veranstaltung am 20. Februar 2024 im Werkhaus im Münzviertel erhielt ich nach der Verteilung eines Infos von 16 Exemplaren drei Mails und ein Nachbar kam zu Veranstaltung.
Das „Netzwerk Erinnerung“, ein HSV-Fanclub, hat zum 27. Januar 2024 einen Podcast zur NS-Zwangsarbeit und Sportstätten produziert. Netterweise haben sie mit mir über ein Zwangsarbeitslager im Volksparkstation für italienische Militärinternierte (IMI) geredet.
Vor 50 Jahren wurde ich Mitglied der DKP in Hamburg. Mein Parteibuch wurde am 8. Januar 1974 ausgestellt, zum 31. Janaur 1974 wurde ich als Mitglied bestätigt worden. Am 2. September 1973 war ich in den Räumen der Kita in der Bornstraße 2 aufgenommen worden.
Auch wenn es zu meinem beruflichen Handwerk als Betriebsrat gehörte, war ich überrascht, dass es aktuell gelang, in den niederländischen Regionalmedien über die Erinnerungsaktivität am 16. Januar 2024 vor den Lagerhäusern am Dessauer Ufer eine Berichterstattung zu generieren.
Eine Erinnerungsaktivität von mir am 16. Januar 2024 sollte an verschleppte und ermordete Niederländer im Außenlager des KZ Neuengamme am Dessauer Ufer erinnern. Sie wurden am 16. Januar 1945 von Groningen nach Neuengamme verschleppt.